Deine Hundetrainer-Sprechstunde

Hund jagd Kinder ohne Grund

  
Heni123 schrieb am 30.06.2020   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Hallo,


wir haben einen 12 Monate alten Labrador Mix Rüden und 4 Kinder. Leider kommt es immer wieder vor, dass der Hund die Kinder jagt auch wenn er weiß, dass er es nicht darf. Er hat schon Klamotten zerfetzt, einmal gab es einen Kratzer. Da ist mein 6-jähriges Kind gerannt, der Hund kam aus dem Nichts, Kind angesprungen, Kratzer mit Zahn verursacht. Nach meinem Neffen hat er schon mal ohne Grund geschnappt, er hat ihn nur vorsichtig gestreichelt.


Beim weggehen des Kindes hat er geknurrt und geschnappt. Ich war geschockt. Klar muss es auch für die Kinder Grenzen geben aber oftmals haben sie sich nur bewegt. Der Hund ist natürlich jung und ungestüm sonst aber auch ganz lieb und kuschelig. Aber mir bereitet die Situation Bauchschmerzen, da wir auch oft Besuchskinder da haben. Es ist ein mega Stress Kinder und Hund zu trennen bei so vielen Menschen, die ein- und ausgehen. Plötzlich geht halt doch die Tür auf. Was kann ich machen? Ich kann kein aufwendiges Training machen und brauche Sicherheit. Ich hatte schon mehrere Hunde, keiner hat das gemacht. Was kann ich tun?

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Antworten(6)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 09.08.2020
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Guten Tag,
    leider liegt Ihre Frage schon sehr lange. Ist sie noch aktuell? Möchten Sie etwas ergänzen? Ich beantworte dann gern Ihre Frage.
    Viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt
    www.hundimedia.de

  • Heni123
    Heni123
    schrieb am 09.08.2020

    Hallo, ja, es ist nich aktuell. Es geht immer mal wieder mit ihm durch.

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 10.08.2020
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Guten Tag,
    Sie leben hoch gefährlich! Könnte es sein, dass er in seiner Welpenzeit nicht genügend Schlaf bekommen hat? Mindestens 20 Stunden? Einem Kind ist es passiert, dass es ihn im Körbchen gestört und gestreichelt hat?
    Haben Sie Ihren Kindern sehr deutliche Grenzen gesetzt und Ihnen Rücksichtnahme und Langsamkeit in Anwesenheit des Hundes angeordnet? Da Sie den Hund nicht beschützen, muss er sich selbst verteidigen - dieses Verhalten hat eine lange Geschichte. Sie haben dem Hund bedeutet, dass er das nicht darf, wie haben Sie das gemacht?
    Der Hund fand den Neffen übergriffig und hat sich selbst verteidigt.
    Nein Ihr Hund ist nicht jung und ungestüm, sondern unerzogen und vor allem geniesst er nicht Ihren Schutz.
    Andere vorherige Hunde gelten nicht, jeder Hund ist anders, ein absolutes Individuum, nicht vergleichbar, wie Kinder. Mit diesem Hund ist alles schiefgelaufen. Ehrlich gesagt, bei mir wäre er nach dem ersten Vorfall mit einem Kind weg gewesen. Durch Ihre zunehmende Unsicherheit, die sich auf den Hund überträgt, wird die Situation irgendwann eskalieren. Auf was wollen Sie noch warten? Einen echten Verletzungsbiss, der mit Sicherheit kommen wird?Sicherheit werden Sie nie haben, nicht mit einem Kind, schon gar nicht mit einem Tier.
    Sie Können kein aufwendiges Training machen, deshlab geben Sie dem Hund eine Chance, anderswo zur Ruhe zu kommen.
    Was Sie machen könnten ist, sich den Hund an einer Leine um die Taille zu binden, ihn zu führen und anzuleiten, zu beschützen, um ihm zu zeigen, wie er sich verhalten soll - so wie Kinder auch: Man nimmt sie an die Hand und zeigt ihnen die Welt,
    mit traurigen Grüßen
    Inge Büttner-Vogt
    www.hundimedia.de

  • Heni123
    Heni123
    schrieb am 10.08.2020

    Danke für Ihre Antwort. Es stimmt, dass bei uns viel los ist und es kann sein, dass er zu wenig Ruhe bekommen hat. Allerdings habe ich ihn zuvor als nicht aggressiv empfunden, sondern eher als Jagdspiel. Natürlich hängen alle an dem Hund und ich denke der Hund auch an uns. Aber natürlich möchte ich nicht, das etwas passiert. Aber ich frage mich auch, wie es leistbar sein soll einen Hund in jeder Situation zu beschützen. Es gibt doch immer mal eine Lücke. Was macht der hj d dann? Muss man darauf vertrauen, dass er dann keine falsche Entscheidung trifft?

  • Heni123
    Heni123
    schrieb am 10.08.2020

    Danke für Ihre Antwort. Es stimmt, dass bei uns viel los ist und es kann sein, dass er zu wenig Ruhe bekommen hat. Allerdings habe ich ihn zuvor als nicht aggressiv empfunden, sondern eher als Jagdspiel. Natürlich hängen alle an dem Hund und ich denke der Hund auch an uns. Aber natürlich möchte ich nicht, das etwas passiert. Aber ich frage mich auch, wie es leistbar sein soll einen Hund in jeder Situation zu beschützen. Es gibt doch immer mal eine Lücke. Was macht der hj d dann? Muss man darauf vertrauen, dass er dann keine falsche Entscheidung trifft?

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 11.08.2020
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Guten Tag,
    danke für Ihren Kommentar. Leider gibt es keine Garantie und kein Verlassen, er bleibt immer ein Tier mit eigenen Vorstellungen in seiner Hundewelt. Sie haben ein Jagdspiel zugelassen mit Kleider zerreisen, schnappen, nachlaufen und Zahn im Kind. Wie jagt ein Hund? Anschleichen, Niederwerfen, (tot) beißen, schütteln, fressen, pardon, aber so sind Hunde. Natürlich ist es alles die Vorstufe, aber Sie können weder für die Kinder und Neffen noch für den Hund die Hand ins Feuer legen. Kinder probieren sich aus, wollen rennen - der Hund auch. Wenn er nicht beschützt, erzogen, gebremst, geführt und angeleitet wird, "verwildert" er genauso wie ein derart behandeltes Kind. Er trifft eigene Entscheidungen. Wenn Sie ein Kind in den ersten Jahren stabil machen und anleiten, geht es in den Kindergarten und weiß, wie es sich zu verhalten hat. Wenn nicht, bekommen Sie Beschwerden, so ist es auch beim Hund, der aber scharfe Zähne hat, um seine Rechte durchzusetzen.
    Nein, wenn Sie nichts ändern, können Sie nicht vertrauen, Ihr Hund wird zubeißen, um seine Ruhe zu haben, weil er Sie nicht als Wahrerin seiner Rechte und Beschützerin kennen gelernt hat.
    Ich wünsche Ihnen eine weise Entscheidung!
    Viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt

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