Deine Hundetrainer-Sprechstunde

„Beschützen“

  
Juliatessa schrieb am 05.04.2019   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Unsere 1 jährige Rottweiler Hündin. Ist momentan furchtbar. Sie kann nicht mehr alleine bleiben. Sie zerstört die komplette Wohnung, springt an den Fester hoch wenn jemand vorbei läuft, wir müssen sie in eine große Box sperren wenn wir nicht zu Hause sind. Wir gehen morgens eine halbe Stunde laufen, danach geht sie in die Box, bekommt ihr Futter und dann ist sie 4 Stunden in der Box, in meiner Pause geh ich mit ihr in Garten und bin ca. 30 Minuten mit ihr in der Wohnung. Danach muss sie wieder 4-5 Stunden in die Box bis wir von der Arbeit kommen. Wenn wir nach Hause kommen gehen wir ca. 45 Minuten laufen und dann ist sie den ganzen Abend in der Wohnung mit uns.
Wenn wir mit tessa laufen sind und uns kommt ein Mensch oder Hund entgegen, geht Tessa an der Leine hoch, knurrt und bellt die Menschen/Hunde an, wenn wir sie weg ziehen kann es sein das sie nach uns schnappt nach uns. Manchmal nimmt sie auch nur einen Sprung und will zu den Menschen/Hunde. Es istvzuvor nie was negatives passiert das sie das negativ verknüpfen hätte können. Was können wir tun das wir wieder normal mit tessa laufen gehen können, und wie sie endlich wieder in der Wohnung lassen können?
Vielen Dank und viele Grüße
Julia

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Antworten(7)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 08.04.2019
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo Julia,
    um Ihnen und Tessa helfen zu können, wäre es wichtig für mich zu wissen, wie Sie auf das Verhalten an der Leine reagieren und ob Sie das alleine bleiben mit ihr geübt haben.

    Auf Ihre Antwort freut sich
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

  • Juliatessa
    Juliatessa
    schrieb am 08.04.2019

    Hallo Frau Mayer,
    wenn mein Freund sie an der Leine hat läuft Tessa super, außer wenn jemand mit oder ohne Hund vorbei läuft. Bei mir läuft sie auch gut aber manchmal geht sie mir an der Leine hoch, was sie bei meinem Freund nicht macht. Das alleine bleiben hat eine Zeit lang super funktioniert, momentan geht das nicht, sie verwüstet die ganze Wohnung und wenn sie was sieht geht Tessa an den Fenstern hoch...

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 09.04.2019
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Leider weiß ich immer noch nicht, wie Sie dann reagieren.

  • Juliatessa
    Juliatessa
    schrieb am 09.04.2019

    Ich sage ein klares nein, wenn sie die Leine im Mund hat funktioniert das gut, die lässt sie dann auch sofort los und läuft wieder normal.

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 09.04.2019
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo Julia,
    das alleine bleiben würde ich in ganz kleinen Schritten wieder von vorne üben.
    Meistens, wenn Hunde sich aufregen bei entgegenkommenden Hunden liegt es an der Leinenführung. Oft nimmt der Hundeführer die Leine kurz, geht langsamer, fängt an zu beruhigen oder schimpfen, sagt "Aus", "Nein oder ähnliches. All das regt aufgeregte Hunde nur noch mehr auf.
    Wenn Sie an anderen Hunden vorbeigehen, versuchen Sie Ruhe auszustrahlen d. h. nicht reden, nicht schimpfen und nicht die Leine krampfhaft kürzer halten. Das alles veranlasst Ihre Hündin nämlich, sich noch mehr aufzuregen.
    Üben Sie aber vor allem die Leinenführigkeit. Lassen Sie sich NIE von der Hündin wohin ziehen, auch nicht, wenn sie wo schnuppern, sich lösen oder Bekannte begrüßen will. Wenn sie zieht, bleiben Sie stehen, bis die Leine wieder locker ist, oder Sie drehen um und gehen in eine andere Richtung.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

  • Juliatessa
    Juliatessa
    schrieb am 17.04.2019

    Liebe Frau Mayer,
    vielen Dank für Ihre Antwort. Wir sind fleißig am üben aber es klappt nicht so wie es sollte. Wir können die Leine nicht locker lassen, sobald jemand an uns vorbei geht fährt Tessa auf und nimmt einen Satz nach vorne, wir können nur die Leine kurz halten.
    Das alleine bleiben üben wir in kleinen Schritten, ich kann ihr aber nicht wirklich vertrauen, weil sie schon so viel kaputt gemacht hat. Wenn wir arbeiten gehen machen wir Tessa in eine Box die 2,50x1,50m groß ist. Da ist sie morgens 4 Stunden in meiner Mittagspause bin ich dann ca. 30 Minuten mit ihr im Garten und dann muss sie nochmal ca. 4 Stunden in die Box. Ich würde sie gerne in der Wohnung lassen weil sie mir leid tut, den ganzen Tag in der Box. Haben Sie einen Tipp?
    Viele Grüße
    Julia

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 18.04.2019
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo Julia,
    da Sie die Woche über außer Haus sind, würde ich das alleine bleiben mit Tessa an den Wochenenden und im Urlaub üben. Es bleibt aber die einzige Möglichkeit.
    Trainieren Sie das alleine bleiben mit ihr, indem Sie immer mal wieder tagsüber rausgehen, Türe schließen, sofort wieder reinkommen, den Raum durchqueren, wieder raus, Türe zu, wieder rein u.s.w., ca. 10 Minuten lang mehrmals am Tag. Bitte die Hündin dabei nicht beachten, einfach rausgehen und rein kommen. Sie soll dieses "Spiel" mit der Zeit zum Gähnen langweilig finden, erst dann kann sie entspannen. Wenn Sie merken, dass sie entspannter ist, steigern Sie die Zeit draußen in ganz kleinen Schritten. Wenn sie sich aufregt, wieder kürzer draußen bleiben.
    Wenn das funktioniert, ziehen Sie sich an, gehen raus und kommen sofort wieder rein. Auch hier steigern Sie dann die Zeit draußen.
    Sehr wichtig: Keine Verabschiedung und keine Begrüßung. So lernt die Hündin, dass es vollkommen normal ist, wenn Sie gehen.
    Lassen Sie Tessa bei Hundebegegnungen am besten gar nicht erst zum Auffahren kommen. Sie merken ja sicher schon vorher, dass sie starr wird, den anderen Hund fixiert. Am besten reagieren Sie schon vor dem Fixieren. Drehen Sie um und gehen wieder zurück, bis der andere Hund sie nicht mehr interessiert. Oder gehen Sie mit ihr ein Stück vom Weg z. B. in den Wald und lassen sie dort sitzen.
    Am besten hilft es, wenn man es regelmäßig und oft mit anderen Hundebesitzern und deren Hunden übt. Man ist dann selbst entspannter, was sich auch auf den Hund überträgt, genauso, wie die Anspannung bei Hundebegegnungen.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

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