Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Antwort

  Saarland
Deedo schrieb am 13.04.2016   Saarland
Angaben zum Hund: Boxer-Labrador-Mischling, weiblich, nicht kastriert, Alter 1-5 Jahre

Hallo Fr Mayer
Danke für ihre schnelle Antwort. Ja leider ist es eines der Probleme,bei dem wir meist nicht weiter wissen.Ich kann Ihnen nur grob schildern was sonst so anliegt... Sie ist bei uns und auch unserem 7 Monate alten Sohn zum Glück sehr lieb. Sie ist eine Boxer-Labrador-Hündin fast 3 Jahre alt und sehr dominant . Sie kann nicht mit anderen Hunden umgehen und an der Leine gibt es immer Zoff.Fremde Personen die zu Besuch kommen lernt sie meist nur mit Maulkorb kennen,denn sie lässt die Leute nicht aus den Augen und will alles kontrollieren. Sie kann nicht gut alleine bleiben,anfangs hat sie alles zerstört, mittlerweile rennt sie nur noch auf der Couch hin und her und jault und bellt fast ununterbrochen. Also unsere Liste ist echt lang.Wir sind auch schon bei etlichen Trainern gewesen und gehen regelmäßig in die Hundeschule. Dort klappt zumindest das Gehorsamstraining.
Sie ist jetzt 2 Jahre bei uns und soll noch lange bleiben.
Wenn Sie sich daneben benimmt,zB schnappt dann ist sie meist selbst erschrocken. Ich leg sie meist auf den Boden und sie muss sich unterwerfen.Ist das richtig?
Lg Deedo

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Antworten(4)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 13.04.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,
    ein Hund unterwirft sich selbst, wenn er den Stärkeren erkennt. Den Hund zu unterwerfen bringt überhaupt nichts, irritiert den Hund nur.
    Dass die Hündin alles kontrollieren will, damit haben Sie wahrscheinlich Recht. Allerdings kann sie nur kontrollieren, was sich auch kontrollieren lässt. Das heißt, sie kann alles nur soweit machen, wie SIE dass zulassen. Damit kommen wir auch schon zu dem Dominanzproblem: Hunde sind sehr selten dominant, mögen und brauchen es sogar, wenn ihnen jemand sagt, was sie tun und lassen sollen. Was aber sehr oft vorkommt ist, dass Hunde in eine dominante Rolle gedrängt werden. Das passiert, wenn sich Menschen von ihrem Hund trainieren lassen. Wenn Ihr Hund z. B. Streicheleinheiten fordert und Sie gehen darauf ein, trainiert er Sie. Genauso, wenn er sein Spielzeug bringt und Sie dann mit ihm spielen. Es sollte immer umgekehrt sein, dass der Mensch agiert und der Hund reagiert. Das sind Dinge, die man in der Hundeschule selten lernt, die das Zusammenleben mit dem Hund aber prägen.
    Üben Sie mit ihr das Alleinebleiben, indem Sie immer mal wieder tagsüber rausgehen, Türe schließen, sofort wieder reinkommen, den Raum durchqueren, wieder raus, Türe zu, wieder rein u.s.w., ca. 10 Minuten lang mehrmals am Tag. Bitte den Hund dabei nicht beachten, einfach rausgehen und reinkommen. Die Hündin soll dieses "Spiel" mit der Zeit zum Gähnen langweilig finden, erst dann kann sie entspannen. Wenn Sie merken, dass sie entspannter ist, steigern Sie die Zeit draußen in ganz kleinen Schritten. Wenn sie sich aufregt, wieder kürzer draußen bleiben.
    Wenn das funktioniert, ziehen Sie sich an, gehen raus und kommen sofort wieder rein. Auch hier steigern Sie dann die Zeit draußen.
    Sehr wichtig: Keine Verabschiedung und keine Begrüßung. So lernt die Hündin, dass es vollkommen normal ist, wenn Sie gehen.
    Haben Sie schon trainiert, die Hündin an ihren Platz zu schicken und dort zu bleiben, bis Sie das Kommando wieder auflösen? Bleiben Sie dabei am Anfang neben dem Korb oder der Decke stehen. Wenn Ihre Hündin den Platz verlassen will, bringen Sie sie kommentarlos wieder hin. Wenn sie dort bleibt, geben Sie ihr ein Leckerchen. Dann entfernen Sie sich immer weiter von dem Platz, gehen zurück und geben ein Leckerchen. Wenn das funktioniert und die Hündin sicher an ihrem Platz bleibt, üben Sie das ganze mit eingeweihten Besuchern. SIE übernehmen die Führung, SIE bestimmen, wer zu Besuch kommen darf. Das zeigen Sie der Hündin, indem Sie sie an ihren Platz schicken und darauf bestehen, dass sie auch dort bleibt. Wenn sie den Platz verlässt und Sie lassen das zu, haben Sie die Führung wieder abgegeben.
    Wenn sie bei anderen Hunden an der Leine Zoff macht, liegt das Problem wahrscheinlich, wie in den meisten Fällen, an der Leinenführigkeit. Achten Sie darauf, dass Ihre Hündin immer hinter oder neben Ihnen an lockerer Leine geht. Dann führen nämlich Sie und der Hund muss nicht regeln wenn z. B. ein anderer Hund kommt.
    Wenn Sie an anderen Hunden vorbeigehen, versuchen Sie Ruhe auszustrahlen d. h. nicht reden, nicht schimpfen und nicht die Leine krampfhaft kürzer halten. Das alles veranlasst Ihre Hündin nämlich, sich noch mehr aufzuregen.
    Üben Sie aber vor allem die Leinenführigkeit. Lassen Sie sich NIE von der Hündin wohin ziehen, auch nicht, wenn sie sich lösen, wo schnuppern oder Bekannte begrüßen will. Wenn sie zieht, bleiben Sie stehen, bis die Leine wieder locker ist, oder Sie drehen um und gehen in eine andere Richtung.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

  • Deedo
    Deedo
    schrieb am 13.04.2016

    Danke für die Tipps,wir werden sie nacheinander ausprobieren ?

  • Deedo
    Deedo
    schrieb am 13.04.2016

    Danke für die Tipps,wir werden sie nacheinander ausprobieren ?

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 13.04.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Gerne, aber warum nacheinander?

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