Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Scheinangriffe

  Baden-Württemberg
baerli99 schrieb am 21.02.2018   Baden-Württemberg
Angaben zum Hund: Malteser, weiblich, kastriert, Alter 4-10 Jahre

guten tag, derselbe malteser mit dem pinkelproblem von vorhin, hat auch irgendwelche probleme mit anderen hunden. wenn ich irgendwo auf hunde treffe, bellt sie sie an und macht scheinangriffe (sie wurde auch schon von einem hund zu boden gedrückt, das hat sie aber überhaupt nicht beeindruckt!). wenn sie die hunde mal kennt, hört das auf. ich wohne in ungarn und hier befindet sich hinter fast jedem gartenzaun ein bellender hund. auch dort rennt sie bellend auf die hunde zu, aber sie macht dabei einen ziemlich fröhlichen, verspielten eindruck, als ob sie sie foppen wolle, dass sie ja nicht rauskönnen, um ihr was zu machen. mich nervt vor allem das erste verhalten, da ein anderer hund das auch einmal in den falschen hals bekommen könnte und sie dann nicht nur auf den rücken legt sondern zurückbeisst. wie gewöhne ich ihr das ab. abrufen kann ich sie so mehr oder weniger, d.h. so zu ca. 80 - 90 prozent, dauert manchmal einfach etwas lange bis sie reagiert.

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Antworten(1)

  • Dr. Stefanie Ott
    Dr. Stefanie Ott (Hundetrainer)
    schrieb am 01.04.2018
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,

    die Verhaltensweisen, die Sie bei Ihrer Hündin beobachten, können tatsächlich - je nach Situation - verschiedenen Verhaltenskategorien angehören. Es ist also durchaus möglich, dass sie in der einen Situation Aggressionsverhalten zeigt und in der anderen Sitution Spielverhalten (das sich ja aus Elementen aller anderen Verhaltenskategorien zusammensetzt). Welche Motivation hinter dem Verhalten Ihrer Hündin steckt, kann man erst genau einschätzen, wenn man den Gesamtausdruck beobachten und beurteilen kann.

    Unabhängig von der Motivation, die hinter dem Verhalten steckt, ist es sinnvoll, dem eigenen Hund beizubringen, sich beim Auftauchen bzw. Annähern anderer Hunde nicht aufzuregen und wie wild zu gebärden, sondern sich ruhig und gelassen zu verhalten bzw. sich am eigenen Halter zu orientieren - das kann, wie Sie richtig vermuten - gerade in Hundebegegnungen einiges entschärfen.

    Man kann dies erreichen, indem man dem Hund beibringt,
    - sich insgesamt mehr an seinem Hundehalter zu orientieren
    - sich bei Auftauchen und bei Annäherung eines anderen Hundes direkt an seinen Hundehalter zu wenden (siehe Trainingsplan auf http://www.xinxii.com/emotionstraining-fur-hunde-p-380388.html

    Weiterhin ist es sinnvoll, an der "Selbstbeherrschung" des Hundes - bspw. durch das Einführen von klaren Regeln im Alltag, bei denen der Hund sich wichtige Ressourcen erarbeiten muss - sowie am Grundgehorsam - in kleinen Schritten und mit dem Ziel eines sofortigen "offenen Ohrs" inkl. Umsetzung von Kommandos - zu arbeiten.

    Je mehr Lernerfahrung ein Hund schon gemacht hat und je höher seine Erregungslage aktuell ist, desto herausfordernder wird das Training. Halten Sie durch!

    Viele Grüße,
    Stefanie Ott
    www.mensch-und-tier.net

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