Hund hat Angst vor Artgenossen und greift auch im Freilauf an, was tun?

  
mara_karla schrieb am 29.10.2021   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Mein Jack Russell Rüde (kastriert) hat schon oft Angriffe von anderen, zumeist großen Hunden hinter sich, die aus dem Nichts kamen. Dies passierte schon mehrmals und er hat oft Verletzungen davon getragen. Hinter mindestens einer Begegnung mit einem anderen Hund, steckte eine große Verletzungs- bis Tötungsabsicht, der Hund hat ihn am Genick gepackt und geschüttelt. Er hat dementsprechend Angst vor anderen Hunden. Immer wenn wir einen anderen Hund treffen, mit oder ohne Leine knurrt er, stellt das Fell auf und wenn er abgeleint ist, startet er manchmal einen selber einen Scheinangriff. Oft artet das in einer Rangelei aus. Bei großen Hunden hält er sich eher zurück aber knurrt heftig und rennt weg aber auch wieder hin zu ihnen. Ich habe Angst, dass er sich durch seine Scheinangriffe und das heftige Knurren selber in Gefahr bringt, da andere Rüden meist davon angestachelt werden.

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Antworten(1)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 01.11.2021
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Guten Abend,
    Sie sollten jetzt das Vertrauen Ihres Hundes zurückgewinnen, der immer eigene Entscheidungen treffen muss. Beginnen Sie ihn zu beschützen!
    Bitte gehen Sie niemals direkt auf einen Hund oder einen Menschen zu. Bauen Sie Vertrauen auf: Ab sofort führen Sie: Der Hund geht an der Leine HINTER Ihren Füßen.
    Meistens liegt es am fehlenden Vertrauen zu uns, wenn der Hund an der Leine pampt. Beginnen Sie Ihren Hund zu beschützen und zu führen. Hunde versuchen alles „weg zu bellen“ oder zu fliehen, wenn sie uns nicht zutrauen, mit der Situation klar zu kommen.
    Geben Sie Ihrem Hund Sicherheit, indem Sie ihn immer beschützen. Schutz gibt es in allen Strukturen mit Eltern, Lehrern und Chefs – die guten machen uns sicher und gelassen, wir wissen, was wir tun sollen.
    Fremde fassen Ihren Hund vorerst nicht an und Sie vermeiden es, dass der Mensch Ihren Hund ansieht. Sie gehen Bogen und Kreise und lassen Ihrem Hund Zeit, sich – unter Ihren Schutz und an der Leine – in Ruhe anzunähern. Grundsätzlich ist Ihr Hund HINTER Ihren Füßen und wichtig: IHR KÖRPER IST OHNE AUSNAHME IMMER DAZWISCHEN!!!! Eine Hund an Hund oder eine Leinen-Begegnung geht grundsätzlich schief. Gehen Sie auch in die andere Richtung und nehmen Sie den Blickkontakt heraus. Bleiben Sie in Bewegung und lassen Sie ihn nicht am Rand sitzen und beugen Sie sich nicht über ihn, das baut unnötig Stress auf.
    Er sollte nichts mehr zu „erledigen“ haben – Sie führen und geben Richtung und Verhalten an.
    Bei Ihnen ist es vielleicht auch das Problem, dass Sie zu lange in die Situation hineingehen. Rufen Sie früher ab, leinen Sie früher an, seien Sie immer vorausschauend und ein bisschen fixer als Ihr Hund.
    Nehmen Sie Menschen mit Hund, die Ihnen entgegenkommen, als „Übung“. Zeigen Sie Ihrem Hund, dass sie seine Furcht ernstnehmen. Genauso gehen Sie an unbekannte Dinge heran – umkreisen Sie sie unter Ihrem Schutz, mit Ihrem Körper dazwischen (!!!!!) gern ein Leckerchen, wenn es klappt – lassen Sie sich bitte viel Zeit, nicht nur „probieren“.
    Nach einer Weile wird Ihr Hund schon selbst an Ihre andere Seite gehen, weil er sich dort wohl fühlt und auf Ihren Schutz vertraut – das ist für Sie ein tolles Gefühl!
    Es wäre auch toll, wenn Sie nicht nur „Gassi-gehen“, sondern Ihren Hund geistig trainieren und beschäftigen, damit er sich nicht langweilt. Hierzu finden Sie alles auf meiner
    Viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt

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