Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Hund entscheidet nach Sympathie.

  Baden-Württemberg
SusiUNDRocco schrieb am 07.06.2015   Baden-Württemberg
Angaben zum Hund: Pekinese, männlich, kastriert, Alter 1-5 Jahre

Hallo,
ich habe einen kleinen Pekinesen. Er ist 2 Jahre alt und kastriert. Schon von anfang an habe ich ihn immer mit in die Tierarztpraxis genommen, in der ich als Tierarzthelferin arbeite. Es war nie ein Problem, er hat immer mit den "Patienten" gespielt, doch von einem auf den anderen Tag fing er an aggressiv gegenüber den Rüden zu werden. Er stellt alle Haare auf, läuft geduckt und wenn es dann ans beschnuppern geht schnappt er, gebissen hat er noch nie. Das macht er in der Praxis, ich glaube er fühlt sich dort als Chef, sein Revier, das er verteidigen muss, Hündinen besteigt er meistens sofort. Wie kann ich meine Stellung als Rangchef wieder zurück erlangen?

Draußen auf den Wiesen ist es nicht so schlimm, kommt uns ein Rüde entgegen duckt er sich "schleicht" richtig, aber zeigt nicht solche aggression wie in der Praxis. Wie gesagt mit Hündinen kommt er prima zurecht. Das Problem kam erst so richtig als meine Kollegin sich ein welpen geholt hat. Eine kleine Hündin, die 2 sind ein Herz und eine Seele.

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Antworten(3)

  • Sabine Kutschick
    Sabine Kutschick (Hundetrainer)
    schrieb am 07.06.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo, so wie sie das schildern, habe ich den Eindruck, dass ihr Hund mit der Situation in der TA Praxis einfach überfordert ist.
    Hat er die Möglichkeit sich zurückzuziehen z.B in eine Box/Körbchen?
    Wenn die Hunde noch jung sind, spielen sie häufiger, manche Hunde legen dieses Spielverhalten aber mit dem Erwachsenwerden fast völlig ab. Dann spielen sie nur noch mit wenigen ausgewählten Spielpartnern. Andere Hunde werden dann lieber ignoriert oder sie gehen ihnen aus dem Weg, wenn möglich.

    Diese Möglichkiet hat ihr Hund in der Praxis ihren Schilderungen nach eher nicht. Mein Tipp wäre deshalb für sie. Geben sie ihrem Hund einen Ruhepunkt wohin er sich zurückziehen kann. Für andere Hunde ist dieser Bereich tabu.
    Schicken sie ihn dort auch hinein, wenn Kundenhunde kommen. Er muß und soll nicht alle anderen Hunde begrüßen. Sie erlauben ihm, wann und zu wem er Kontakt aufnehmen darf.

    Gerade in einer Tierarztpraxis sind die Kundenhunde meistens nicht richtig entspannt. Wenn ihnen dann ein Rüde mit solchem Verhalten entgegen kommt, besteht die große Wahrscheinlichkeit, dass es irgendwann zu einer ernsthaften Auseinandersetzung kommen wird. Aufgrund seiner Größe wird ihr Hund dabei eher den Kürzeren ziehen.

    Ersparen sie ihrem Hund diese Auseinandersetzungen, setzen sie ihm Grenzen. So werden sie ein zuverlässiger, souveräner Hundeführer auf den sich ihr Hund verlassen kann. Sie regeln das Zusammentreffen mit anderen Hunden. So wird er auch draussen entspannter werden, da er sich nicht mit jedem Hund auseinandersetzen muß.

    Mit freundlichen Grüßen Sabine Kutschick

  • SusiUNDRocco
    SusiUNDRocco
    schrieb am 07.06.2015

    Nein so ist es natürlich nicht.
    Mein Hund befindet sich die ganze Zeit über im Pausenraum.
    Nur wenn ich zwischendurch kurz mit ihm rausgehe, damit er sein Geschäft verrichten kann, führt der Weg zurück durch unser Wartezimmer.
    Manchmal lassen wir unsere Hunde dann eben beschnuppern, wenn nur ein Hund sich dort befindet, doch ist es ein Rüde, so ist mein Hund eben nicht so freundlich.
    Wie gesagt er beißt nicht oder knurrt, bellen tut er erst recht nie. Doch seine Körperhaltung gefällt mir nicht, er ist sehr angespannt und *bläßt* sich förmlich auf. Ich versuche dabei selbst ruhig und bestimmt zu bleiben, um ihn nicht durch meine Anspannung noch unsicherer zu machen.

  • Sabine Kutschick
    Sabine Kutschick (Hundetrainer)
    schrieb am 08.06.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (2)

    Hallo, okay, diese Informationen konnte ich dem ersten Beitrag natürlich nicht entnehmen.
    Wenn er so unsicher mit anderen Rüden ist, warum soll er dann unbedingt Kontakt zu ihnen haben?
    Natürlich möchte man seinem Hund die Möglichkeit zu vielen Sozialkontakten geben. Sozialpartner für den Hund sind aber in erster Linie sie. Andere Hunde können sein, müssen aber nicht. Und er hat ja durchaus die Möglichkeit trotzem entspannt mit anderen Hunden Kontakt zu haben.
    Mit seinen 2 Jahren ist er auch noch recht jung und lernt gerade erst so richtig sich in der "Männerwelt" zu behaupten. Günstig wäre es, wenn sie die anderen Rüden kennen und einschätzen können. Souveräne Rüden wären ein gutes Vorbild. Ist das Gegenüber dagegen ebenfalls noch unsicher, könnte es Probleme geben.
    Was noch ungünstig ist, wenn die Hunde an der Leine sind. Denn so ist ein ungehindertes Kennenlernen eigentlich gar nicht richtig möglich in dieser Situation.
    Überlegen sie deshalb vorher genau, mit welchen Kundenhund ihr Hund Kontakt haben soll /muß.
    Wenn sie in den Situationen souverän agieren, kann sich ihr Hund gut orientieren. Aber wenn er keinen Kontakt möchte, respektieren sie dieses.
    Manche Hundeschulen bieten sogenannte "Social walks" an. Hier haben die Hunde die Möglichkeit ganz ohne Leine Kontakte zu knüpfen. Und ein erfahrener Trainer kann die Teilnehmer und die Situationen einschätzen und im Bedarfsfall einschreiten.

    Mit freundlichen Grüßen Sabine Kutschick

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