Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Greift befreundete Hunde an

  Bayern
Tamino schrieb am 11.11.2015   Bayern
Angaben zum Hund: Shepherd, Australian, männlich, nicht kastriert, Alter 1-5 Jahre

Hallo, unser Hund (Australien Shephard) wird bald 3. Nicht kastriert. Einmal in der Woche Training in der Gruppe mit 5 Hunden (Geschwister, Onkel und Tante).
Seit einigen Monaten reagiert er aggressiv auf fremde Rüden, wurde vor 1 Jahr von einem angegriffen (Anderes Herrchen auf dem Rad und Hund nicht an der Leine) gingen dazwischen. Der andere meinte die machen sich das schon aus. Wir waren nicht der Meinung. Heute schnappte er nach einer Hündin die wir schon seit Anfang an kennen und mit der er beim Gassigehen auch immer schön gespielt hat. Die hatte eine ED-Operation und darf vorerst nicht mehr spielen.
Seit Februar haben wir einen Rumänische Strassenhündin bei uns aufgenommen. Sehr ruhiger unauffälliger Hund.
Beim Gassigehen darf er viel frei laufen, wird aber immer wieder abgerufen oder wenn man die Richtung wechselt kommt er sofort.
Nur macht es keinen Spaß mehr wenn man immer Angst hat er könnte einen anderen angreifen.

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Antworten(1)

  • Sabine Kutschick
    Sabine Kutschick (Hundetrainer)
    schrieb am 15.11.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo, wenn er immer mit den selben Hunden trainiert, ist es für ihn ja nichts neues, also wird er sich dort eher selten "daneben benehmen". Sowie sie es schildern, kann es zwei Ursachen geben. Entweder eine gesundheitlcihe ( Schilddrüse) die ihn untoleranter gegenüber anderen Hunden macht. Oder ( was ich eher denke) er ist langsam charakterlich ausgereift, wird zunehmend selbstbewußter. und testet aus, wieweit er in bestimmten Situationen gehen kann. Ich denke nicht, dass es mit dem Zwischenfall vor einem Jahr zu tun hat.
    Die Hündin ist geschwächt durch ihre Op - da hat er Oberwasser. Ebenso versucht er seien Position bei anderen Rüden auszuloten.
    Sozialpartner für ihren Hund sind in erster Linie sie. Andere Hunde können sein, müssen aber nicht. Wenn sie wissen, dass er so reagiert, lassen sie ihn nicht zu anderen Hunden hin. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis er auf ein Gegenüber trifft, welcher ihm ernsthaften Schaden zufügt, da er sich das Benehmen ihres Hundes nicht bieten läßt.
    Vermeiden sie deshalb unnötige Hundekontakte, gerade mit anderen Rüden. Für ihren Hund werden Hundebegegnungen sonst richtiger Stress. Dies kann sich auch zu einer gepflegten Leinenaggression entwickelen. Wenn sie einige Hunde haben, mit denen er sich versteht und es keinen Stress gibt, reicht dies für ihn als Sozialkontakt.
    Versuchen sie ihn bei Hundebegegnungen abzulenken und auf sich zu konzentrieren. Wenn es nicht klappt wäre es gut, wenn sie die Distanz erhöhen, damit er sich besser auf sie konzentrieren kann. Nehmen sie ein besonderes Spielzeug/ Leckerli mit, welches für ihn sehr interessant ist.
    Übernehmen sie unbedingt die Führung draussen und bestimmen, was, wann, wo und wie geschieht.
    Wenn ein fremder Rüde kommt - agieren sie. Ziehen sie die Aufmerksamkeit des Hundes auf sich, belohnen sie ihn. Es soll für ihn ein Ritual werden: ein Hund kommt - ich wende mich zu Frauchen um und bekomme dafür etwas tolles. Ich kann sie ignorieren, dies lohnt sich mehr für mich als sie anzubellen.

    Mit freundlichen Grüßen Sabine Kutschick

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