Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Bellt andere Hunde an

Melanieb8622 schrieb am 06.06.2015
Angaben zum Hund: Chihuahua , männlich, kastriert, Alter 1-5 Jahre

Hallo zusammen, nach einem Vorfall mit einem anderen Hund (der andere Hund war deutlich größer und kam aus einer hohen Wiese herausgesprungen. Mein Hund hat sich erschrocken und geknurrt. Daraufhin hat der andere Hund aggressiv reagiert und meinen Hund immer wieder um mich herum im Kreis gehetzt, bis ich meinen Hund nach einiger Zeit (Gott sei dank hatte er ein Leibchen an) an der Leine auf meinen Arm hoch ziehen konnte) bellt mein Hund andere Hunde an. Meiner Meinung nach aus Unsicherheit. Wie reagiere bzw. korrigiere ich in solchen Situationen am besten?

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Antworten(1)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 07.06.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,
    diese Situation ist der Alptraum aller Hundebesitzer. Sie haben sich in große GEfahr gebracht. Wenn der andere Hund an Ihnen hochgesprungen wäre, hätten Sie evtl. ein paar Bisswunden gehabt.
    Für solche Fälle werfen Sie eine Handvoll Leckerchen über den Hundekopf des Gegners - während er frißt, suchen Sie das Weite. Sie können sich auch eine kleine Wasserpistole mitnehmen und den anderen Hund anspritzen - meistens genügt das, um sich aus der Gefahrenzone zu bringen.
    Nun zu Ihrem Hund, damit er nicht mehr knurren muss:
    Beginnen Sie Ihren Hund zu beschützen und zu führen. Ihr Hund ist unsicher und knurrt/bellt alles weg – das ist seine Strategie, weil er Ihnen nicht zutraut, mit der Situation klar zu kommen.
    Ab sofort führen Sie: Der Hund geht HINTER Ihren Füßen, sie gehen niemals auf einen Hund oder einen Menschen zu. Meistens liegt es am fehlenden Vertrauen zu uns. Sie vermitteln Ihrem Hund Sicherheit, indem Sie ihn immer beschützen. Schutz gibt es in allen Strukturen mit Eltern, Lehrern und Chefs – die guten machen uns sicher und gelassen, wir wissen, was wir tun sollen.
    Fremde fassen Ihren Hund vorerst nicht an und Sie vermeiden es, dass der Mensch Ihren Hund ansieht. Sie gehen Bogen und Kreise und lassen Ihrem Hund Zeit, sich – unter Ihren Schutz und an der Leine – in Ruhe anzunähern. Grundsätzlich ist Ihr Hund HINTER Ihren Füßen und wichtig: IHR KÖRPER IST OHNE AUSNAHME IMMER DAZWISCHEN!!!! Eine Hund an Hund-Begegnung geht grundsätzlich schief. Gehen Sie auch in die andere Richtung oder schirmen Sie ihn am Rand ab. Er sollte nichts mehr zu „erledigen“ haben – Sie führen und geben Richtung und Verhalten an.
    Nehmen Sie Menschen, die Ihnen entgegenkommen, als „Übung“. Zeigen Sie Ihrem Hund, dass sie seine Furcht ernstnehmen. Alle Hunde in meinem Training haben es geschafft, als die Besitzer mit dem Schutzprogramm angefangen haben. Genauso gehen Sie an unbekannte Dinge heran – umkreisen unter Ihrem Schutz, mit Ihrem Körper dazwischen (!) gern ein Leckerchen, wenn es klappt – lassen Sie sich bitte viel Zeit, nicht nur „probieren“.
    Es wäre auch toll, wenn Sie nicht nur „Gassi-gehen“, sondern Ihren Hund geistig trainieren und beschäftigen, damit er sich nicht langweilt. Hierzu finden Sie alles auf meiner
    Homepage: www.hundimedia.de
    Bücher „Spiel und Spaß mit Hund“ und „Mehr Spiel und Spaß mit Hund“ Film: „Der Weg ist das Ziel: 222 Möglichkeiten den Hund zu beschäftigen.
    Viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt

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