Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Begegnungen mit anderen Hunden

  Sachsen
Mara Molly schrieb am 12.02.2017   Sachsen
Angaben zum Hund: Stafford-Labrador Mix, weiblich, kastriert, Alter 4-10 Jahre

Unsere Hündin rastet an der Leine regelmäßig bei anderen Hündinnen aus. Die knurrt und fletscht die Zähne. Sie hat auch schon einen anderen Hund gebissen. Sie hinter mir laufen zu lassen ist dabei schwierig, weil sie mir in die Kniekehlen springt und ich dabei selbst fast hinfalle. Bei Rüden reagiert sie ausnahmslos immer freundlich und verspielt. Ich weis von meiner Trainerin, dass sie wenig Rudelverhalten erlernt hat und auch ein unsicherer und ängstlicher Hund ist. Aber wie kann ich noch auf andere Hündinnen zu gehen, außer sie hinter mir laufen zu lassen. Meine Trainerin sagt, ich habe mir schon den nötigen Respekt erarbeitet und ich soll einfach weiter trainieren. Ablenkung mittels Futter oder Spielzeug funktioniert nicht. Sie kommt aus einem spanischen Tierheim und wurde im deutschen Tierheim auch nicht trainiert. Grundkommandos habe ich ihr beigebracht. Sie lebt jetzt ein halbes Jahr bei mir. Dafür habe ich schon viel erreicht und mir ist klar, dass ich keine Wunder erwarten kann.

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Antworten(1)

  • Marina Krieg
    Marina Krieg (Hundetrainer)
    schrieb am 13.02.2017
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo,

    Sie schreiben, dass Ihre Hündin aus Angst/Unsicherheit so reagiert. Ihre Hündin dazu zu bringen, hinter Ihnen zu laufen, "sich Respekt erarbeiten", wird dabei nicht helfen, sondern es müssen sich die ihre Emotionen bei der Begegnung mit Hündinnen verändern und sie muss ein Alternativverhalten zum jetzigen Verhalten erlernen.
    Dass sie in dem Moment kein Futter nehmen kann, liegt daran, dass die Distanz so gering ist, dass Stress- und Erregungslevel zu hoch sind. In dem Moment können die Hunde nichts fressen und sind nicht ansprechbar.

    Um dies zu üben, brauchen Sie Trainingspartner (z.B. befreundete Hündinnenbesitzer).
    Sie beginnen in großer Distanz zur anderen Hündin, in der Ihr Hund noch ansprechbar ist. Ihr Hund guckt nun also zum anderen Hund, er nimmt ihn wahr, zeigt aber noch kein schlechtes Verhalten. In diesem Moment geben Sie Ihr Markersignal (Clicker oder Lobwort) und belohnen Ihren Hund (mit Futter, wenn er es gern nimmt, ansonsten auch Spielzeug oder was er gern mag, das entscheidet der Hund). GLEICHZEITIG bauen Sie als Belohnung mehr Distanz zum anderen Hund auf (sie gehen wieder zurück).
    Nach und nach kann in diesem Training die Distanz zum anderen Hund verkleinert werden, sodass Sie irgendwann auch an Hündinnen ohne großes Spektakel vorbeikommen.
    Zusätzlich kann ein Entspannungssignal helfen, mehr dazu hier: http://www.easy-dogs.net/home/blog/training/gastautor/dr_ute_blaschke_berthold/konditionierte_entspannung/entspannung_grundlagen.html

    Da Körpersprache, Erregungslevel sowie Timing bei diesem Training von großer Bedeutung sind, rate Ihnen einen Experten vor Ort hinzuzuziehen. Unter http://www.hundeschulen.de/menschen-mit-hund/hundeschule-finden/hundeschulen-verzeichnis.html oder https://trainieren-statt-dominieren.de/trainer-umkreissuche finden Sie qualifizierte Hundetrainer und/oder Verhaltensberater in Ihrer Nähe, die sich mit dieser positiven Art des Trainings auskennen.

    Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.

    Viele Grüße
    Marina von den Ostseepfoten

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