Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Agressionen durch Unsicherheit

  Rheinland-Pfalz
Bluebär schrieb am 16.10.2015   Rheinland-Pfalz
Angaben zum Hund: Spitz Mischling, weiblich, kastriert, Alter 1-5 Jahre

Hallo,
unsere 4 jährige Hündin zog vor 3 Jahren bei uns ein. Wir waren bzw sind ihre 6 Besitzer. Sie wurde u.a. früher Misshandelt. Zeigte sie in der letzten Familie das sie Angst hat wurde sie auf den arm genommen und gestreichelt also sprich ihr wurde gesagt das es richtig ist davor Angst zu haben.
So nun zu unserem eigentlichen Problem.
Wenn sie verunsichert ist geht sie "nach vorne" - getreu dem Motto "Angriff ist die beste Verteidigung ". Dies zeigt sie sowohl bei Menschen als auch bei anderen Hunden. In Bezug auf menschen ist es Händelbar geworden aber noch nicht gut. Bei anderen Hunden ist es eine Katastrophe. Da spielt es auch keine Rolle ob mit oder ohne Leine. Sie fletscht die Zähne, stellt den Kamm und läuft böse bellend auf die zu. (Sie würde auch zubeißen).

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Antworten(1)

  • Sabine Kutschick
    Sabine Kutschick (Hundetrainer)
    schrieb am 22.10.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo, ihre Hündin hat schon einen Grund zu bellen. Denn sie sind für ihre Hündin eine Ressource - eine sehr wichtige sogar. Sie sind Sozialpartner und "Futterspender".
    Allerdings ist sie mit der Aufgabe ( sie zu beschützen) heillos überfordert.
    Sie versucht sie es mit der Taktik - "böse und aggressiv".
    Ich setze dies bewußt in Klammern, weil sie weder böse noch aggressiv ist - sie hat nur damit Erfolg, sich alles andere vom Leib zu halten.
    Ihre Aufgabe ist es nun, ihr zu vermitteln, dass andere Hunde gar nicht so schlecht sind.
    Versuchen sie sie bei Hundebegegnungen abzulenken und auf sich zu konzentrieren. Wenn es nicht klappt wäre es gut, wenn sie die Distanz erhöhen, damit sie sich besser auf sie konzentrieren kann. Nehmen sie ein besonderes Spielzeug/ Leckerli mit, welches für sie sehr interessant ist.
    Sie muß auch keinen Kontakt zu anderen Menschen haben. Sozialpartner für ihren Hund sind SIE!!! Wenn sie keinen Kontakt möchte, ist dies okay. Lassen sie sie selber entscheiden.
    Ich würde ihnen weiterhin empfehlen sich an eine Hundeschule zu wenden, wo ihr Hund wieder lernt, dass andere Hunde/Menschen etc. keine Bedrohung für sie sind.
    Anfangs werden sie mit ihr kein großartiges Training machen können, sie soll nur lernen, dass auf eine bestimmte Distanz Hunde/Menschen usw. okay sind. Diese Distanz wird nach und nach verkürzt, dann darf sie mit einem, zwei, drei Hunden gemeinsam trainieren, Später in einer kleinen Gruppe, irgendwann wechseln auch die Hunde/Menschen.
    Sie soll und muß nicht mit anderen Hunden spielen. Sie soll aber lernen, dass sie ihnen vertrauen kann und andere Hunde auch ihren Weg kreuzen dürfen.
    Es wird ein langer Weg, der von ihnen viel Geduld erfordert und vor allem ein einfühlsames Training, welches den Hund nicht überfordert.
    Aber sie können das Problem lösen.
    Adressen für Hundetrainer finden sie z.B. auf den Seiten des BHV unter http://www.bhv-net.de/
    MIt freundlichen Grüßen Sabine Kutschick

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