Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

agression gegen andere rüden

  Sachsen
tiermama schrieb am 08.07.2016   Sachsen
Angaben zum Hund: Labrador , männlich, nicht kastriert, Alter über 5 Jahre

Mein rüde labrador 7j unkastriert ist so der liebste hund und hört auch supi aber wenn er auf andere rüden trifft wird er zum richtigen stinker... erst denkt man alles gut, schnüffelt und dann bäm stürzt er sich auf den anderen...Oder man will an einem anderen vorbei erst denkt man ok wird klappen ohne probleme aber dann zickt er rum..am schlimmsten ist es wenn der ander dann auch no los legt mit...manchmal klappt es ganz gut wenn ich ihn sitz und dann platz machen lasse aber nicht immer...helft mir bitte ich möchte wieder mit aron und anderen hunden gassi gehn können ohne Leinen oder Leinen gezerre und angst des was passiert... bis zum 4. lebensjahr hat er sich mit jedem verstanden ich weiß die wende nicht

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Antworten(1)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 08.07.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Guten Tag,
    ja, das würde mich brennend interessieren, was in seinem 4. Jahr passiert ist. Trennung? Krankheit, Umzug?
    Unfall....? Hunde tun niemals etwas ohne Grund.
    Ich würde Ihrem Hund auf jeden Fall einen Kastrations- Chip setzen lassen, um ihn zur Ruhe kommen zu lassen. Unkastrierte Rüden haben es auf jeden Fall schwer: Sie könnten, aber sie dürfen nie Liebe machen: "Pfui, nein aus!" - Ich finde es unfair.
    Bauen Sie Vertrauen auf:
    Beginnen Sie Ihren Hund zu beschützen und zu führen. Hunde versuchen alles „weg zu bellen“, wenn sie uns nicht zutrauen, mit der Situation klar zu kommen.
    Bauen Sie Vertrauen auf:
    Ab sofort führen Sie: Der Hund geht an der Leine HINTER Ihren Füßen, sie gehen niemals auf einen Hund oder einen Menschen zu. Meistens liegt es am fehlenden Vertrauen zu uns. Sie vermitteln Ihrem Hund Sicherheit, indem Sie ihn immer beschützen. Schutz gibt es in allen Strukturen mit Eltern, Lehrern und Chefs – die guten machen uns sicher und gelassen, wir wissen, was wir tun sollen.
    Fremde fassen Ihren Hund vorerst nicht an und Sie vermeiden es, dass der Mensch Ihren Hund ansieht. Sie gehen Bogen und Kreise und lassen Ihrem Hund Zeit, sich – unter Ihren Schutz und an der Leine – in Ruhe anzunähern. Grundsätzlich ist Ihr Hund HINTER Ihren Füßen und wichtig: IHR KÖRPER IST OHNE AUSNAHME IMMER DAZWISCHEN!!!! Eine Hund an Hund-Begegnung geht grundsätzlich schief. Gehen Sie auch in die andere Richtung oder schirmen Sie ihn am Rand ab. Er sollte nichts mehr zu „erledigen“ haben – Sie führen und geben Richtung und Verhalten an.
    Bei Ihnen ist es vielleicht auch das Problem, dass Sie zu lange in die Situation hineingehen. Rufen Sie früher ab, leinen Sie früher an, seien Sie immer vorausschauend und ein bisschen fixer als Ihr Hund.
    Nehmen Sie Menschen, die Ihnen entgegenkommen, als „Übung“. Zeigen Sie Ihrem Hund, dass sie seine Furcht ernstnehmen. Alle Hunde in meinem Training haben es geschafft, als die Besitzer mit dem Schutzprogramm angefangen haben. Genauso gehen Sie an unbekannte Dinge heran – umkreisen unter Ihrem Schutz, mit Ihrem Körper dazwischen (!) gern ein Leckerchen, wenn es klappt – lassen Sie sich bitte viel Zeit, nicht nur „probieren“.
    Nach einer Weile wird Ihr Hund schon selbst an Ihre andere Seite gehen, weil er sich dort wohl fühlt und auf Ihren Schutz vertraut – das ist für Sie ein tolles Gefühl!
    Es wäre auch toll, wenn Sie nicht nur „Gassi-gehen“, sondern Ihren Hund geistig trainieren und beschäftigen, damit er sich nicht langweilt. Hierzu finden Sie alles auf meiner
    Homepage: www.hundimedia.de
    Bücher „Spiel und Spaß mit Hund“ und „Mehr Spiel und Spaß mit Hund“ Film: „Der Weg ist das Ziel: 222 Möglichkeiten den Hund zu beschäftigen.
    Viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt

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