Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

aggressiv beim spazieren gehen

  Niedersachsen
Diana1972 schrieb am 30.07.2015   Niedersachsen
Angaben zum Hund: Malteser, männlich, kastriert, Alter 1-5 Jahre

Ich habe zwei Hunde, eine Labrador Münsterländer Hündin 8J. alt und einen Malteser 1 1/2 alt. Wenn wir zusammen spazieren gehen wollen ,wird der kleine aggressiv ihr gegenüber ,er bellt und beist sie dann.Es dauert immer ein Stück bis er sich wieder beruhigt. Wie kann ich das ändern ? Mit freundlichen Gruß Diana Fürbringer

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Antworten(16)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 04.08.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo Diana,
    könnte es sein, dass der Kleine sehr nervös ist wegen dem Spaziergang? Wie geht er an der Leine, geht er vorne, zieht evtl.? Wie reagieren Sie in dieser Situation?

    Liebe Grüße
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

  • Diana1972
    Diana1972
    schrieb am 05.08.2015

    Hallo Ellen,
    Der kleine zieht an der Leine, entweder ich zieh ihn zurück oder ich bleibe stehen. Aber das schlimmste ist das er so bellt , es klingt bald so wie wenn er verprügelt wird. Das ist aber nur wenn die große mit dabei ist. Wenn er allein mit mir geht dann bellt er kurz , zieht wie blöd und dann läuft er normal.

    LG Diana

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 06.08.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (2)

    Hallo Diana,
    ich bin mir ziemlich sicher, dass es am Ziehen liegt. Erstens ist er, durch die Spannung auf der Leine dann sowieso angespannt. Dann kommt noch hinzu, dass er vorne geht und das "Rudel" anführt, was zusätzlichen Stress bedeutet. Wenn die Hündin mit dabei ist, gibt es auch mehr zu beschützen, aus seiner Sicht. Zurückziehen bringt da nicht viel, solange er immer wieder nach vorne läuft. Besser ist da ein konsequentes Üben der Leinenführigkeit. Der Hund soll an lockerer Leine neben seienm HundeFÜHRER laufen und sich führen lassen.
    Hunde ziehen an der Leine, weil sie es so gelernt haben. Oder, besser gesagt, nicht anders gelernt haben. Wenn Herrchen/Frauchen dem Hund mit ausgestrecktem Arm überallhin folgt, wird der Hund natürlich auch weiter immer dahin gehen, wo er hin will. Er kann es ja, manchmal mit einem Gewicht am anderen Ende der Leine, aber es geht. Hunde lernen durch Erfolg oder auch Mißerfolg.
    Deswegen hier mein Tipp: NIE dem Hund folgen, wenn er zieht, damit er keinen Erfolg hat. Lassen Sie ihn auch nicht ziehen, wenn er sich lösen muss oder zu einem Bekannten hin will. Bleiben Sie stehen, bis die Leine wieder locker ist (das braucht etwas Geduld) oder, wenn Ihr Hund richtig feste zieht, drehen Sie um und gehen zurück.
    Am besten reagieren Sie schon, wenn er versucht, Sie zu überholen. SOFORT umdrehen und zurückgehen.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

  • Diana1972
    Diana1972
    schrieb am 06.08.2015

    Hallo Ellen,
    Recht vielen Dank für die Auskunft ich werde es ausprobieren. Aber wie verändere ich sein Verhalten der großen gegenüber? Egal ob mit oder ohne Leine er bellt, knurrt und beißt sie.
    Bella bleibt dann immer stehn und traut sich nicht weiter und er beißt sie dann immer in die Beine. Im Haus ist alles ok aber sobald wir raus gehen dreht er ab.

    LG Diana

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 06.08.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo Diana,
    er ist doch an der Leine, setze ich mal voraus. Ich würde ihn dann wegnehmen, ihn evtl. sitzen lassen, dann belohnen. Einfach eine Alternativhandlung, die sich auch noch lohnt, anbieten. So, wie ich das aus der Entfernung beurteilen kann, hat der Kleine keine Disziplin. Setzen Sie sich, ruhig, aber konsequent, durch. Wenn er abdreht, bleiben Sie doch mal stehen und machen gar nichts mehr, lassen Sie ihn auflaufen. Meistens ist es so, dass Leute in solchen Situationen schimpfen und damit das Gegenteil erreichen.

    LG
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

  • Diana1972
    Diana1972
    schrieb am 06.08.2015

    Hallo Ellen,
    Ich werde es versuchen. Ich muss dazu sagen ich hatte noch nie so einen kleinen Hund , sondern nur größere und da hat ich nie Probleme. Kann das sein das die kleinen nicht hören wollen ? Ach ich hätte so viele Fragen aber da will ich sie nicht länger damit nerven.
    Recht vielen Dank
    LG Diana

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 06.08.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (2)

    Hallo Diana,
    fragen Sie ruhig, deswegen sind wir da :-)
    Kleine Hunde wollen genauso "hören"wie große. Alle Hunde brauchen Regeln und wollen geführt werden. Meiner Erfahrung nach behandeln die Leute kleine Hunde anders als große, einfach weil sie niedlich aussehen. Gerade Malteser sind sogar sehr leicht zu erziehen.

    Liebe Grüße
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

  • Diana1972
    Diana1972
    schrieb am 06.08.2015

    Hallo Ellen,
    Ja das stimmt geht mir ja auch so.Man denkt ach der ist doch so klein da darf man nicht böse sein. Mein Malteser heisst Whisky und ist auch noch nicht stubenrein. Er ist vor zwei Wochen kastriert wurden und ich habe ihn fast zwei Wochen einen boddy angezogen und er war trocken und jetzt fängt er wieder an rein zu machen. Habe schon überlegt nachts einen boddy wieder anzuziehen. Oder was meinen sie ?
    LG Diana

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 07.08.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo Diana,
    einen Hund zu führen heißt nicht, ihm böse zu sein. Es heißt, ihm ruhig und souverän zu zeigen, was man von ihm will und was nicht. Wenn man ein Kind erzieht, ist man ja auch nicht "böse". Aber so ein kleiner Hund, der keine Grenzen kennt, steht permanent unter Dauerstress. Deswegen bellen kleine Hunde auch oft mehr als große. Das ist purer Stress, weil sie mit der Führungsrolle, in die sie reingedrängt werden, überfordert sind.
    Wie reagieren Sie, wenn er reingemacht hat?

    Liebe Grüße
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

  • Diana1972
    Diana1972
    schrieb am 07.08.2015

    Hallo Ellen
    Ich seh es ja nicht wenn er Nachts oder in den frühen Morgenstunden rein macht deshalb mach ich das ohne Worte weg
    Obwohl wir abends 9 Uhr noch eine halbe Stunde gehen.

    LG Diana

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 07.08.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo Diana,
    wenn er nachts reinmacht, würde ich ihn dann an eine Box gewöhnen. Er lernt dann, sich zu melden weil Hunde ihren Schlafplatz nicht beschmutzen. Gewöhnen Sie ihn langsam an die Box: Zuerst Leckerchen rein, die Tür nicht schließen. Erst, wenn er entspannt reingeht, schließen Sie, zuerst nur kurz, die Tür, dann sofort wieder öffnen.

    Liebe Grüße
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

  • Diana1972
    Diana1972
    schrieb am 07.08.2015

    Ist das dann nich wie Strafe? Sie können sich doch im Haus frei bewegen. Ok jetzt kommt wieder ach der arme kleine Kerl. Ich bin eindeutig zu sanft.
    LG Diana

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 07.08.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (3)

    Hallo Diana,
    wenn Sie den Hund langsam daran gewöhnen, ihm die Box schmackhaft machen, ist es keine Strafe. Es ist ja auch nur nachts.
    Sie können und sollen immer sanft zu einem Hund sein. Trotzdem sollten Sie auch konsequent sein und sich nicht alles gefallen lassen. Die meisten Leute meinen, Konsequenz bedeutet Strenge. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.

    Liebe Grüße
    Ellen

  • Diana1972
    Diana1972
    schrieb am 08.08.2015

    Hallo Ellen
    Sie sagten das kleine Hunde immer unter Stress stehen wie kann ich den Stress abbauen.
    Es soll ihn ja gut gehen .

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 08.08.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo Diana,
    indem Sie ihm Grenzen aufzeigen, ihn führen. Lassen Sie sich nicht von ihm "trainieren", indem Sie seinen Forderungen nachgeben, wie z. b. spielen oder streicheln. SIE bestimmen, wann und wie lange gespielt und gestreichelt wird. Führen Sie den Hund draußen indem Sie ihn nicht vorgehen lassen. Sobald er versucht, zu überholen, drehen Sie kommentarlos um. Er darf nur auf Sofa oder Bett, wenn SIE es ihm erlauben, nicht, weil er es will.
    Es ist ganz einfach: ALLE Aktionen gehen von Ihnen aus, nie von dem Hund. Dann muss er keine Entscheidungen treffen und kann sich auf Sie verlassen.
    Ich denke, im Moment gehen alle Aktionen von dem Hund aus und Sie reagieren darauf. Das gefällt ihm einerseits gut, auf der anderen Seite hat er niemenden, der ihm sagt (zeigt), was er tun oder lassen soll. Wenn Sie damit anfangen, hat er keinen Stress mehr.

    Liebe Grüße
    Ellen

  • Diana1972
    Diana1972
    schrieb am 08.08.2015

    Danke Ellen sie haben mir sehr geholfen, ich werde es beherzigen.

    LG Diana

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