Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

2 Rüden raufen sich

  Sachsen
pepe1910 schrieb am 16.05.2015   Sachsen
Angaben zum Hund: Terrier, Jack Russel, männlich, nicht kastriert, Alter 1-5 Jahre

Wir haben 2 Rüden...Pepe 2,8 Jahre alt kam im Alter von 9 Wochen zu uns und Benny ist seitdem er 8 Wochen ist bei uns und ist jetzt 1,5 Jahre alt. Beide sind unkastriert. Seit öfteren kommt es zwischen den beiden zum Streit. Bisher ist auch noch kein wirklicher Grund aufgefallen....es passiert von einer Sekunde zur anderen. Meistens guckt der jüngere den großen an, fängt an zu knurren und der ältere geht drauf ein und es kommt zum Streit. Wir haben bis jetzt immer eingegriffen und sind dazwischen gegangen....wie sollen wir denn nun vorgehen um diese Auseinandersetzungen zu vermeiden bzw wie sollten wir reagieren wenn es wieder passiert?

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Antworten(5)

  • Gabriele Holz
    Gabriele Holz (Hundetrainer)
    schrieb am 20.05.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo,
    das ist aus der Entfernung ganz schlecht zu beurteilen, Grundsätzlich sagt man, je lauter ein Kampf ist, desto ungefährlicher ist er. Meistens besteht keine Beschädigungsabsicht. Aber auch ein sogenannter Kommentkampf kann ruck zuck in einen Ernstkampf ausarten.
    Sie schreiben, Sie konnten die Ursache noch nicht herausfinden. Da beide Rüden unkastriert sind, kann es sein, dass eine läufige Hündin in der Nähe ist?
    Vielleicht geht es auch einem der beiden Hunde im Moment gesundheitlich nicht ganz so gut?
    Haben die beiden denn vorher schön miteinander gespielt, ganz ohne Knurren? Ist einer vielleicht in der letzten Zeit mal "über den Haufen gerannt worden"?

    Wenn es meine Hunde wären, würde ich im Moment beim ersten Knurren schon verbal einschreiten, denn Sie sind die Führung. Diese Position beinhaltet, die körperliche Unversehrtheit der Hunde zu gewährleisten.
    Wie sind Sie denn bisher dazwischen gegangen? War danach wieder Ruhe oder mussten Sie beide trennen?
    Wie gut hören die beiden denn auf Sie?

    Meine beiden Hunde haben jeweils das Recht auch mal Ressourcen zu verteidigen. Allerdings weiß ich, dass der jeweils andere dies auch akzeptiert und weg geht. Da das im Moment bei Ihnen nicht der Fall ist, würde ich, wie bereits gesagt, beim ersten Knurren verbal eingreifen.

    Herzlichst
    Ihre Gabriele Holz
    www.wolf-inside.de

  • pepe1910
    pepe1910
    schrieb am 20.05.2015

    Bisher konnten wir noch keine ernsthaften Verletzungen feststellen, zum Glück aber gestern muss der Große den Kleinen mit der Kralle im Gesicht erwischt haben da dort zwei kleine Kratzer sind. Dies mit der läufigen Hündin könnte möglich sein, da in unserer Nachbarschaft sogar zwei Hündinnen vorhanden sind. Sie spielen jetzt auch noch schön miteinander...ich muss dazu sagen im Garten kommt es überhaupt nicht zum Streit nur innerhalb der Wohnung. Sie spielen aber immer mit einem sogenannten Spielknurren.

    In den sogenannten Streitsituationen haben wir immer einen hoch genommen, gerade den den wir in dem Moment zufassen bekommen haben und sind dann mit diesem kurze Zeit in ein anderes Zimmer gegangen. Danach haben wir beide in ihre Körbchen geschickt. Es kommt manchmal wie aus dem Nichts...der Kleine kommt in die Stube gelaufen sieht den Großen in seinem Körbchen liegen und schon wird geknurrt. Auch nachts ging es jetzt los...ich muss dazu sagen das beide in der Nacht ins Bett gekommen sind. Seitdem der kleine den Großen aber angeknurrt haben, haben wir schlaflose Nächte weil wir aufpassen das keiner von beiden mehr hoch kommt. Letzte Nacht hat es auch keiner versucht, nur sitzt jetzt der Kleinere beim Großen vorm Körbchen. :(

  • Gabriele Holz
    Gabriele Holz (Hundetrainer)
    schrieb am 22.05.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,
    das mit der Kralle kann passieren, ist ja aber keine Absicht. Bitte nehmen Sie keinen der beiden hoch. Hier ist die Verletzungsgefahr sehr groß, weil der andere dann mit einem Zahn auch mal hängenbleiben kann. Außerdem ist es wichtig, dass die Kommunikation zwischen beiden beendet werden kann.
    Sagen Sie laut und deutlich "Schluss" und schicken beide auseinander. Im Normalfall müsste das schon genügen. Hunde raufen sich mal und vertragen sich auch schnell wieder. Im Gegensatz zu uns Menschen sind sie nicht nachtragend. Wenn der Disput beendet ist, werden im Normalfall wieder sozial positive Signale ausgesendet. Dies ist ja nicht möglich, wenn Sie einen der Hunde wegsperren.
    Sollte Ihr "Schluss"-Signal nicht ausreichen, könnten Sie (auch wenn ich persönlich nicht unbedingt ein Fan davon bin) einen geräuschlichen Verstärker (etwas klimperndes, oder eine Rasseldose) einsetzen, damit Sie mehr Gehör finden. Sie könnten auch als Verstärker einen Wasserstrahl (Wasserpistole, Spritzflasche) einsetzen. Auch dieses Hilfsmittel soll Ihnen nur helfen gehört zu werden. Ihre klare Ansage muss den Streit beenden.
    Auch das in das Körbchen schicken ist eine rein menschliche Handlung, würde ich aber auch nicht unbedingt tun. Wie gesagt, nach einer "aggressiven" Kommunikation folgt in einer guten Familienstruktur auch immer wieder eine versöhnliche Kommunikation. Dies kommt noch von den Urahnen, den Wölfen. Im Rudel sind die Tiere aufeinander angewiesen, deswegen wäre es fatal, wenn es bei Auseinandersetzungen zu Beschädigungen kommen oder die Kommunikation nachher nicht mehr funktionieren würde. Es wird nach einem Disput immer wieder die Zusammengehörigkeit betont.
    Sie schreiben, dass der Kleine immer knurrt, wenn der Große in seinem Körbchen liegt. Kann das der Auslöser sein? Verrücken Sie die Körbchen doch mal. Vielleicht ist es der Platz, an dem das Körbchen steht.
    Um wieder eine ruhigere Nacht zu haben, wäre es denkbar, die Hunde während der Nacht vorübergehend in ihrer Hundebox unterzubringen. Das würde ich dann aber mit beiden tun, jeder in seiner.
    Last, but not least, lasten Sie die Hunde vor dem Schlafengehen doch mal richtig aus. Eventuell körperlich mit einem schnellen Spaziergang, oder auch mit Nasenarbeit oder Kopfarbeit. Wenn man schlagkaputt ist, mag man nicht mehr streiten. :)

    Herzlichst
    Ihre Gabriele Holz

  • pepe1910
    pepe1910
    schrieb am 23.05.2015

    Hallo :) Also das mit dem lauten Schluss sagen haben wir schon probiert...das bringt leider gar nix :( das mit der Dose habe ich auch schon überlegt und auch das mit der Wasserpistole....und dies soll dann gemacht werden wenn die Hunde im Kampf sind?? Ich muss sagen selbst da habe ich bedenken das sie darauf überhaupt reagieren so wie die immer in Rage sind :( Bisher habe ich versucht den Streit vorher schon zu beenden eh es überhaupt zum Kampf kommt, leider ohne Erfolg. Die beiden fressen sich kurz vorher mit Blicken auf...keiner von beiden guckt weg und dann fängt das Knurren und aufeinander los gehen an. Wir haben wirklich Angst das sie sich mal so beißen, dass einer von beiden verletzt wird. Tagsüber sind die Hunde auch bei meiner Schwiegermutter untergebracht aber dort verläuft immer alles ruhig und die beiden sind ein Herz und eine Seele....bei uns zu Hause kommt es mittlerweile mindestens einmal am Tag zum Streit. :(

    LG Franzi mit Pepe und Benny

  • Gabriele Holz
    Gabriele Holz (Hundetrainer)
    schrieb am 27.05.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo,
    sorry, ich war leider einige Tage nicht online. Wenn sich die Hunde bei Ihrer Schwiegermutter gut verstehen, dann kann es ja nur im häuslichen Umfeld liegen. Haben Sie inzwischen schon einmal versucht, die Decken anders zu legen?
    Machen Sie sich bitte einmal die Mühe, zu notieren, wann der Streit ausbricht (Tageszeit, Ort) und was ist direkt vorausgegangen (Spaziergang, Futter, Ruhephase).

    Üben Sie mit Ihren Hunden noch einmal das Abbruchsignal (Nein). Ein gut trainiertes Abbruchsignal kann auch für solche Situationen angewendet werden.

    Wie gut hören Ihre Hunde auf Sie? Werden Sie als Chef akzeptiert, oder diskutieren die beiden auch mit Ihnen? Wie ist die Verträglichkeit mit anderen Hunden?

    Stärken Sie Ihre Position noch einmal mit großer Konsequenz. Unterbinden Sie jede "eigenmächtige" Handlung der beiden, die Sie nicht vorher "angeordnet" haben. Zumindest eine Zeit lang. Agieren Sie ruhig und gelassen, strahlen Sie Ruhe aus.

    Stärken Sie den Zusammenhalt, indem spannende Sachen nur zusammen stattfinden (Suchspiele, Hütchenspiele, Rennspiele etc.)

    Privilegien wie Couch und Bett sollten immer nur beiden zusammen gestattet werden oder keinem.

    Belohnen Sie jedes Beschwichtigungssignal. Trainieren Sie, dass Wegsehen sich lohnt. Im Rahmen von leinenreaktiven Hunden trainieren wir zur Zeit, dass die Hunde die anderen ansehen sollen und fürs Wegsehen belohnt werden. Auch ein Weggehen kann belohnt werden.

    Sie schreiben, dass es bei Ihnen einmal am Tag zum Streit kommt. Gibt es einen Unterschied, wenn die Hunde nicht bei der Schwiegermutter waren, z.B. an den Wochenenden? Bekommen die Hunde genügend Schlaf und auch genügend Auslastung?
    Würden Sie Ihre Hunde als sehr empfänglich für Ihre emotionale Situation beschreiben?

    Herzlichst
    Ihre Gabriele Holz

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