Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Max allein zu Haus

Thema: Allgemeines
  Brandenburg
Maki schrieb am 29.05.2015   Brandenburg
Angaben zum Hund: Schäferhund-Mix, männlich, kastriert, Alter 3-12 Monate

Liebe Hundetrainerinnen,
ich war hier schon einmal unterwegs und Ihr habt super geholfen. Nun treten weitere Probleme mit unserem Max auf. Wir haben zwei Hunde - Kira, 8 Jahre und unseren Max. Wenn wir die beiden mal allein lassen müssen (in der Regel bis zu max. 4 Stunden) "zerpflückt" Max alles das, was ihm in die Quere kommt. Egal ob es Kissen, Möbel oder anderes ist. Wir haben ihm Spielzeug hingelegt, haben auch getragene Sachen von uns - die wir eh in die Kleiderspende geben wollten - ebenfalls hingelegt (damit er unseren Geruch hat), doch alles umsonst. In eine Hundebox möchte ich Max ungern für diese Zeit stecken. Was können wir noch tun, damit Max zur Ruhe kommt und nicht unser ganzes Haus auf den Kopf stellt. Vielleicht sollte ich noch erwähnen, das Kira eine sehr ruhige Hündin ist und sie wahrscheinlich dem ganzen Treiben von ihrem Körbchen aus zusieht. Ein zweites Problem ist, dass Max sich keine Zecken entfernen lässt (leider beißen sich diese Parasiten trotz Zeckenmittel immer wieder fest). Sämtliche "Überredungskünste" mit Leckerchen, Ruhe und Streicheln bringen so gar nichts. Und das dritte Thema ist das spielerische Beißen in unsere Hände, Arme, Füße usw. Meist versuchen wir uns dann einfach wegzudrehen, um zu signalisieren, dass wir an solchen Spielen kein Interesse haben. Auch das mit mäßigem oder gar keinem Erfolg. Ich freue mich auf Eure Antwort und wünsche schon mal ein tolles Wochenende. Liebe Grüße Maki

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Antworten(6)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 30.05.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (3)

    Hallo Maki,
    um Ihnen helfen zu können, müsste ich noch etwas mehr erfahren:
    Kann Max alleine im Zimmer bleiben?
    Wie wird er ausgelastet?
    Wie gehorcht er ansonsten?
    Verabscheiden Sie sich von ihm, bevor Sie das Haus verlassen?

    Nur wegdrehen wenn Max so rüpelhaft ist, bringt, wie Sie ja auch festgestellt haben, nicht viel. Versuchen Sie es einmal mit weggehen. Wenn das nicht hilft, müssten Sie trainieren, Max an einen festen Platz zu schicken den er erst nach Ihrer Erlaubnis verlassen darf. Befestigen Sie dazu eine Hausleine an seinem Halsband, schicken und bringen ihn nach einem Kommando (z. B. Decke, Korb oder Ähnliches) dorthin. Wenn er den Platz verlässt, bringen Sie ihn kommentarlos wieder hin. Machen Sie das auch, wenn er wieder "spielend" beißt. Seien sie geduldig und bewahren Ruhe.
    Das Zeckenentfernen machen Sie am besten immer wieder als "Trockenübung" z. B. beim Streicheln, Kuscheln und Bürsten. Machen Sie es so normal wie möglich. Nehmen Sie einfach die Zeckenzange, Pinzette oder was auch immer in die hand, ohne was zu machen. Wenn Max das akzeptiert, machen Sie so, als würden Sie eine Zecke entfernen.

    Liebe Grüße
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

  • Maki
    Maki
    schrieb am 08.06.2015

    Hallo Ellen,

    komme leider jetzt erst dazu, Ihnen zu antworten, da ich sehr viel um die Ohren hatte. Sorry dafür!
    Nun zu Ihren Fragen:
    Bei Max gibt es unterschiedliche Phasen - mal bleibt er allein im Zimmer und mal ist er dort, wo wir auch sind. Ich übe mit ihm (fast) täglich, dass er in seinem Körbchen bleiben soll. Das belohne ich dann auch entsprechend mit Leckerchen. Aber sobald er merkt, dass keine Leckerchen mehr kommen, war's das.
    In der Regel gehen wir mindestens einmal am Tag mit ihm raus. Am Wochenende gehe ich immer laufen, da nehme ich ihn mit. Jetzt im Sommer erweitere ich mein Wochenend-Sportprogramm mit schwimmen und das macht Max mit Vergnügen mit.
    Tja - und das mit dem allgemeinen Gehorsam ist auch so eine Sache. Max kennt die Kommandos - aber es geht nach ihm. Mal hört er und mal nicht.
    Was recht gut klappt, ist das füttern. Wir haben es geschafft, dass Max sich vor seinen Futternapf setzt und erst auf unser Kommando fressen darf.

    Wenn wir das Haus verlassen, vermeiden wir das Verabschieden. Da wir zwei Hunde hatten und haben, wissen wir schon, dass man so normal wie möglich das Haus verlassen und ebenso wieder kommen sollte.

    Da wir berufstätig sind, muss ich ehrlicherweise auch sagen, dass o.g. Übungen manchmal kurz oder gar nicht stattfinden. Aber wir bemühen uns.

    Liebe Grüße
    Karin

    P.S. Auf dem Bild sieht man, dass Max ziemlich frech ist und unsere Kira lässt sich das oft gefallen...

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 08.06.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo Karin,
    vielen Dank für die Antwort,
    Sie schreiben, es geht nach ihm, ob er gehorcht oder nicht. Da liegt schon das grundlegende Problem, meine ich. So wie es aussieht, geben Sie auf. Nun sind Hunde konsequenter als wir, man kann auch sagen dickköpfiger, da muss man sich anpassen. Ansonsten haben sie schnell raus, dass sie meistens "gewinnen" und dann kommen eben die Probleme.
    Machen Sie die Übung mit seinem Körbchen so, wie ich es oben beschrieben habe. Lassen Sie das Leckerchen weg und ersetzen es durch Konsequenz und Durchhaltevermögen, genauso, wie Ihr Max es jetzt macht ;-)
    Lassen Sie nicht zu, dass er Ihnen folgt, auch, wenn er das nicht immer tut. Schließen Sie Türen hinter sich. Üben Sie das auch öfter zwischendurch: Verlassen Sie das Zimmer, schließen die Tür, kommen wieder rein. Irgendwann wird es Max langweilig und er folgt Ihnen nicht mehr.
    Lassen Sie Max NICHTS bestimmen! SIE agieren, Max reagiert. Umgekehrt darf es nur bei Hunden sein, die keine Probleme haben.

    Liebe Grüße
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

  • Maki
    Maki
    schrieb am 09.06.2015

    Hallo Ellen,

    vielen Dank für die rasche Antwort.
    Dass es an unserer Konsequenz liegt, habe ich mir schon gedacht. Wir werden uns also bemühen, Ihre Ratschläge in - hoffentlich - erfolgreiche Taten umzusetzen. Und wir müssen dranbleiben.
    Nochmals danke für die Tipps.
    Liebe Grüße
    Karin

  • Andi
    Andi
    schrieb am 18.06.2015

    Hallo, ich habe einen inzwischen 7 Monate alten Tibet-Terrier-Rüde. Sehr lebhaft und schlau. Anfangs haben wir ihn nachts und tagsüber, wenn ich arbeiten war, in der Box gehabt. Als er ca. 4 Monate alt wurde haben wir ihn ohne Box alleine gelassen und es ging eigentlich alles gut. Heute hat er in der Zeit als ich weg war einen erheblichen Schaden angerichtet, er hat mir eine Treppenstufe zernagt! Und jetzt habe ich schon Angst, was ihm morgen einfällt.
    Kann ich ihn wieder an seine Box gewöhnen, oder wäre das jetzt eher eine Strafe für ihn? Als kleiner Welpe fand er es ganz in Ordnung! Manchmal hat er schon gemotzt, aber selten.
    Wie fange ich es am Besten jetzt wieder an?

  • Andi
    Andi
    schrieb am 18.06.2015

    Ich muss vielleicht noch dazu sagen: er wird 5 Stunden am Vormittag alleine gelassen und das hat als kleiner Welpe gut geklappt. Wir gehen vorher eine halbe Stunde Gassi und wenn ich heim komme sofort nochmal 1 Stunde. In der Nacht ist er auch ständig am hin und herwandern seit er nicht mehr in der Box ist.

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