Kläffen

Thema: Allgemeines
  
JuttJulia schrieb am 22.09.2015   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Hallo meine 5 Jährige Paterdal Terrier Hündin bellt draußen alles an was sich bewegt ganz schlimm wenn sie im Garten ist und andere Hunde sieht dann hört sie nichts mehr und steigert sich immer mehr ins Gebell rein

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Antworten(1)

  • Gabriele Holz
    Gabriele Holz (Hundetrainer)
    schrieb am 28.09.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,

    im Garten werden Sie den meisten Erfolg damit haben, Ihre Hündin an die Schleppleine zu nehmen. Sobald Sie anfängt zu bellen, nehmen Sie kommentarlos die Schleppleine und führen Ihre Hündin kommentarlos ins Haus. Hat sie sich beruhigt, darf sie wieder nach draußen. Je konsequenter Sie das machen, desto schneller wird sie lernen, dass dies ein unerwünschtes Verhalten ist und Nachteile für sie hat. Lassen Sie sie deswegen nur raus, wenn Sie auch die Zeit zum Trainieren haben.

    Für Hundebegegnungen außerhalb des Territoriums haben wir zur Zeit in unserer Hundeschule große Erfolge mit einer neuen Strategie. Wir bringen den Hunden bei, den Blick wieder abwenden zu können. Zuerst bringen wir unseren Hunden ein Markerwort bei. Ein Markerwort ist ein Wort, das in unserem Sprachgebrauch nicht häufig vorkommt, z.B. "Click". Das Markerwort trainieren wir wie einen Clicker auf. Dazu nehmen wir uns eine Schüssel mit Leckerlis und sprechen unser Markerwort aus und geben innerhalb einer Sekunde das Leckerli. Nach ca. 30 Wiederholungen müsste der Hund das Wort mit dem Leckerli verbunden haben. Ob dies der Fall ist können Sie einfach überprüfen. Sagen Sie Ihr Markerwort einmal wenn Ihre Hündin nicht aufmerksam ist, aber auch nicht unbedingt wahnsinnig abgelenkt ist. Wendet sie den Kopf und "fragt" nach dem Leckerli, hat sie das Wort richtig verknüpft.
    Dann beginnt das eigentliche Training. Wir beginnen in einer Entfernung, in der die Hunde bereits den anderen Hund ansehen, aber noch ansprechbar sind. Dann loben wir die Hunde für "den Blick" und belohnen sie bei uns. Um das Leckerchen zu bekommen, müssen die Hunde den Blick wieder abwenden. Wir verlangen kein "Guck", sondern loben den Hund mit einem "Markerwort z.B. Click" und belohnen bei uns. Da wir hinter dem Hund stehen, muss er den Kopf abwenden um das Leckerchen abzuholen. Dadurch trainieren wir zusätzlich das Muskelgedächtnis. Dann lassen wir wieder den anderen Hund ansehen und loben wieder und belohnen wieder bei uns. Der Hund lernt nun, sich mit dem anderen Hund auseinander zusetzen und er lernt, dass man schauen kann und wegschauen kann. Hat er dieses System begriffen, geben wir das Markerwort nur noch für das selbständige Wegsehen. Dann kann an der Entfernung gearbeitet werden. Die Distanz richtet sich danach, wie lange der Hund noch ansprechbar ist. Das ideale Training ist, wenn wir die Situationen so gestalten, dass der Hund diese gerade noch bewältigen kann.

    Herzlichst
    Ihre Gabriele Holz

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