Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Bellt alle Hunde an

Thema: Allgemeines
  Baden-Württemberg
coton schrieb am 15.11.2014   Baden-Württemberg
Angaben zum Hund: Coton de Tuléar, weiblich, nicht kastriert, Alter über 5 Jahre

meine Coton-de-Tuléar-Hündin Alika (5 3/4 Jahre alt aus dem ersten und einzigen Wurf meiner Hündin Bébé 8 1/2 Jahre alt) hat eine Unart seit sie ein Welpe ist. Sie bellt alle Hunde an und auch Zweibeiner, die sie sieht, wenn wir aus dem Haus gehen. Ausserdem bellt sie wenn es klingelt. Ihre Mutter Bébé hat früher nie gebellt wenn es klingelte. Und die Mutter bellt natürlich dann auch mit! Was kann man tun, um Alika das abzugewöhnen?

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Antworten(3)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 16.11.2014
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,
    beschützen Sie Ihren Hund und "sagen" Sie ihm, dass Sie Besuch haben:
    Nehmen Sie ihn an die Leine, HINTER Ihren Körper, da bleibt er, bis der Besuch sitzt.
    Wichtig ist, dass Sie Ihrem Hund zeigen, dass er nichts zu erledigen hat.
    Wenn Sie stur bleiben und ihn an der Leine lassen, hat er nichts zu erledigen und bleibt von Anfang an ruhig.

    Bestellen Sie sich einen Klingler. Ihr Hund bellt, Sie rufen sie von der Tür weg und nehmen sie an die Leine HINTER!!! Ihre Füße, sonst klappt es nicht. Sie halten Sie die ganze Zeit abgeschirmt und zeigen ihr, dass Sie Besuch haben und die Situation im Griff. Der Besuch kommt rein, sie bleibt an der Leine - sie hat nichts mehr zu erledigen. Machen Sie es ein paar Mal hintereinander. Wichtig ist Ihre sichere Körpersprache: Mein Besuch, mein Gast, meine Wohnung!! Sie wissen schon...
    Wenn Sie raus gehen, bleibt Ihr Hund HINTER Ihnen an der Leine: SIE sichern den Weg, SIE verscheuchen die Monster!
    Draußen:
    Beginnen Sie Ihren Hund zu beschützen und zu führen. Ihr Hund ist unsicher und beißt/bellt alles weg – das ist seine Strategie, damit er seine Ruhe hat.
    Ab sofort führen Sie: Der Hund geht HINTER Ihren Füßen, sie gehen niemals auf einen Hund oder einen Menschen zu. Meistens liegt es am fehlenden Vertrauen zu uns. Sie vermitteln Ihrem Hund Sicherheit, indem Sie ihn immer beschützen. Schutz gibt es in allen Strukturen mit Eltern, Lehrern und Chefs – die guten machen uns sicher und gelassen, wir wissen, was wir tun sollen.
    Fremde fassen Ihren Hund vorerst nicht an und Sie vermeiden es, dass der Mensch Ihren Hund ansieht. Sie gehen Bogen und Kreise und lassen Ihrem Hund Zeit, sich – unter Ihren Schutz und an der Leine – in Ruhe anzunähern. Grundsätzlich ist Ihr Hund HINTER Ihren Füßen und Ihr Körper dazwischen - eine Hund an Hund-Begegnung geht grundsätzlich schief. Gehen Sie auch in die andere Richtung oder schirmen Sie ihn am Rand ab. Er sollte nichts mehr zu „erledigen“ haben – Sie führen und geben Richtung und Verhalten an.
    Nehmen Sie Menschen, die Ihnen entgegenkommen, als „Übung“. Zeigen Sie Ihrem Hund, dass sie seine Furcht ernstnehmen. Alle Hunde in meinem Training haben es geschafft, als die Besitzer mit dem Schutzprogramm angefangen haben. Genauso gehen Sie an unbekannte Dinge heran – umkreisen unter Ihrem Schutz, mit Ihrem Körper dazwischen (!))) gern ein Leckerchen, wenn es klappt – lassen Sie sich bitte viel Zeit, nicht nur „probieren“.
    Schauen Sie auch auf meiner Homepage www.hundimedia.de nach meinen Büchern. Hier finden Sie jede Menge geistiges Training für einen spannenden Spaziergang ohne Bellerei oder Anspringen.
    Viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt

  • coton
    coton
    schrieb am 17.11.2014

    Alika bellt ja SOBALD es klingelt. In der Wohnung ist sie natürlich nicht an der Leine. Und nicht jeder der klingelt ist ein Besucher und kommt auch in die WOhnung. sondern bleibt im Treppenhaus, z. B. Briefträger, Lieferanten etc. Sie rennt auch nicht zur Tür sondern bellt von dort aus, wo sie gerade ist, meist im Wohnzimmer. Ihr Rat ist deshalb nicht so umsetzbar. Für die Anbellerei von anderen Hunden und Passanten, die entgegenkommen danke. Werde versuchen das so umzusetzen. Da meine beiden Hunde fast immer frei laufen, ist es natürlich schwierig, wenn ich Alika an die Leine nehmen muss, ihre Mutter hingegen frei läuft

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 17.11.2014
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo,
    natürlich ist der Hund nicht an der Leine, ehe es klingelt. Und es ist auch egal, ob es ein Besucher ist und wo er hingeht oder was er macht, denn Ihr Hund bellt immer - er macht keine Unterschiede. Und genau deshalb sollten Sie ihn, SOBALD es klingelt, an die Leine nehmen. Es ist völlig egal, wo sie bellt, Sie nehmen Sie an die Leine und an Ihre Seite und gehen mit ihr öffnen, oder ins Treppenhaus, oder was auch immer.
    Hunde können Besucher von Lieferanten nicht unterscheiden. Und weil sie das nicht können, nehmen Sie Ihren Hund an die Leine und führen Sie ihn durch die Situation: An Ihrer Seite, mit Ihrer Hilfe und unter Ihrem Schutz.
    Ihr Hund bellt noch, weil Sie ihm noch nie gezeigt haben, dass Sie Ihre Angelegenheiten selbst regeln können - das ist bei Kindern genauso. Wann meckern/bellen wir? Wenn wir mit einer Situation nicht klar kommen. Es ist umsetzbar - wenn Sie es tun, versteht es Ihr Hund sofort.
    Es ist unhöflich anderen gegenüber, wenn sie angebellt werden. Rücksichtnahme ist erste Hundehalter -Pflicht! Hund zurückrufen und bei FUSS gehen lassen - an der abgewandeten Seite - Sie werden sehen, wieviele Menschen Sie freundlich grüßen!
    Viel ERfolg
    Inge Büttner-Vogt

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