Anbellen anderer Hunde

Allgemeines
Kati D. schrieb am 10.01.2015
Seit ein Nachbarhund mehrmals über den Zaun sprang und meinen Hund verbal angemacht hat Bellt sie jeden anderen Hund an der ihr begegnet. Sie schaut regelrecht nach anderen um in Abwehrstellung zu gehen und sie an zu bellen. Wenn ich die anderen Hunde rechtzeitig sehe kann ich sie mit Leckerli ablenken. Aber wehe ich bin nicht schneller als sie. Sie führt sich dann auf als müsste sie die ganze Welt vor den andern beschützen oder verteidigen. Sie würde den anderen auch beißen Hab es auch schon ohne Leine versucht jedoch ohne Erfolg sie schaltet ab. Bei Hunden die sie schon lange kennt verhält sie sich normal und spielt mit ihnen wie immer. Was kann ich tun damit sie und ich wieder entspannt spazieren gehen können. LG
1 Antwort
Hallo,
beginnen Sie Ihren Hund zu beschützen und zu führen. Ihr Hund ist unsicher und beißt/bellt alles weg – das ist seine Strategie, damit er seine Ruhe hat.
Ab sofort führen Sie: Der Hund geht HINTER Ihren Füßen, sie gehen niemals auf einen Hund oder einen Menschen zu. Meistens liegt es am fehlenden Vertrauen zu uns. Sie vermitteln Ihrem Hund Sicherheit, indem Sie ihn immer beschützen. Schutz gibt es in allen Strukturen mit Eltern, Lehrern und Chefs – die guten machen uns sicher und gelassen, wir wissen, was wir tun sollen.
Fremde fassen Ihren Hund vorerst nicht an und Sie vermeiden es, dass der Mensch Ihren Hund ansieht. Sie gehen Bogen und Kreise und lassen Ihrem Hund Zeit, sich – unter Ihren Schutz und an der Leine – in Ruhe anzunähern. Grundsätzlich ist Ihr Hund HINTER Ihren Füßen und Ihr Körper dazwischen - eine Hund an Hund-Begegnung geht grundsätzlich schief. Gehen Sie auch in die andere Richtung oder schirmen Sie ihn am Rand ab. Er sollte nichts mehr zu „erledigen“ haben – Sie führen und geben Richtung und Verhalten an.
Nehmen Sie Menschen, die Ihnen entgegenkommen, als „Übung“. Zeigen Sie Ihrem Hund, dass sie seine Furcht ernstnehmen. Alle Hunde in meinem Training haben es geschafft, als die Besitzer mit dem Schutzprogramm angefangen haben. Genauso gehen Sie an unbekannte Dinge heran – umkreisen unter Ihrem Schutz, mit Ihrem Körper dazwischen (!) gern ein Leckerchen, wenn es klappt – lassen Sie sich bitte viel Zeit, nicht nur „probieren“.
Bitte lassen Sie das Vorbeikeksen, weil es kein Vertrauen aufbaut, sondern nur ablenkt. Stellen Sie sich Ihrem Hund als Beschützerin vor. Sie verteidigt und beschützt auch niemanden, sondern nur sich selbst. Sobald sie merkt, dass sie nichts mehr zu erledigen hat und Sie alles regeln, werden die Spaziergänge wieder entspannt.
Schauen Sie auch auf meiner Homepage, wie Sie Ihren Hund geistig trainieren können. Meistens ist das einfache Gassi langweilig - machen Sie sich zum Partner, Freund und Beschützer!

Homepage: www.hundimedia.de
Bücher „Spiel und Spaß mit Hund“ und „Mehr Spiel und Spaß mit Hund“ Film: „Der Weg ist das Ziel: 222 Möglichkeiten den Hund zu beschäftigen.

Viel ERfolg
Inge Büttner-Vogt


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