Allein lassen

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SteffiW schrieb am 21.09.2016
Hallo
Nachdem ich vor 3 Wochen meine 15 jährige Hündin erlösen lassen musste da sie leukämie hatte habe ich jetzt ein Problem mit meinem 10 jährigen Rüden.
Wenn er allein bleibt schreit er durchgehend,pinkelt und zerstört was er finden kann.
Er hat kauknochen etc im Körbchen aber da geht er nicht ran...
Ich habe alle Rituale vor dem raus gehen abgeschafft.
Ziehe mich und meine 2 jährige lang bevor wir gehen an, zieh mir auch Jacke und Schuhe an ohne weg zu gehen , gehe einfach mal vor die Tür ohne wirklich weg zu gehen etc das interessiert ihn auch alles nicht.
Wir verabschieden uns nicht und begrüßen ihn nicht.
Er rennt mir auch nicht ständig nach , er geht auf treppen,durch türen oder auf der Straße hinter bzw max neben mir aber sobald ich weg bin oder mich von ihm entferne weil zb jemand anderes auf ihn aufpasst fängt er an zu jaulen bzw zu bellen....
Wenn jemand dabei ist beruhigt er sich iwann bzw lässt sich ablenken aber wenn er allein ist steigert er sich so rein das er nicht aufhört.
Ich nehme ihn schon so gut wie überall hin mit aber manchmal muss er einfach auch mal ne Stunde allein bleiben wenns zb zum Arzt geht wo er eben nicht mit kann.
Wir bewegen ihn auch viel und geben seinem kopf Arbeit!
Ich bin mit meinem Latein am Ende!
1 Antwort
Hallo Steffi, oh ja, das kann ich mir vorstellen. Nicht nur für Sie ist es der Verlust des Hundes auch für Ihren Hund ist es schwierig seinen Artgenossen zu verlieren. Wenn er vorher immer zu 2 zu Hause war und es nicht gelernt hat, ganz allein zu bleiben fällt es ihm schwer, zumal er wahrscheinlich jetzt durch den Tod des anderen Hundes noch mehr Verlustängste hat. Das Zerstören und pinkelt zeigt seinen hohen Stresspegel an. Hier kann man versuchen, mit dem Alleinebleiben, wie bei einem Welpen anzufangen. Üben, daß er überhaupt alleine in einem Zimmer erst mit und dann ohne Sichtkontakt bleiben kann und dann minutenweise steigern. Es kann aber ewig dauern, bis Ihr Hund dann ein Level erreicht, wo Sie das Haus für 1 Stunde verlassen können. Wie sieht es mit seinem Hundesitter aus, der nach einer gewissen Kennlern-Zeit dann auf ihn aufpassen kann oder ein neuer Zweithund, mit dem er sich gut versteht und der schon alleine bleiben kann?

Viele Grüsse aus Düsseldorf
Kerstin Gebhardt
Hundepsychologin/-Trainerin
www.kerstin-gebhardt.de
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