Alles, was Du über Katzen wissen solltest

Jede Katze ist einzigartig und bringt ihre eigenen Eigenschaften, Vorlieben und Bedürfnisse mit. Um Deine Katze besser zu verstehen und ihr ein gesundes und glückliches Leben zu ermöglichen, ist es wichtig, ihre natürlichen Verhaltensweisen und Ansprüche zu kennen. In unseren Kategorien erfährst Du mehr über Katzengesundheit, ausgewogene Ernährung, Pflege, Verhalten und Training sowie die Besonderheiten verschiedener Katzenrassen.

Wir zeigen Dir, worauf es bei einer artgerechten Katzenhaltung ankommt, wie Du Deine Katze im Alltag optimal unterstützt und welche Maßnahmen zu ihrer Gesundheit und ihrem Wohlbefinden beitragen. Außerdem erhältst Du wertvolle Informationen zu Futter, Beschäftigung, Erziehung und den verschiedenen Katzenrassen. So kannst Du die Bedürfnisse Deiner Katze besser einschätzen und eine liebevolle Grundlage für ein langes, zufriedenes Katzenleben schaffen.

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Leinenspaziergang mit der Katze

Leinenspaziergang mit Ihrer Katze - Ist das möglich?

Die Katze ist nach dem Hund das beliebteste Haustier der Deutschen. Allerdings ist es vielen unserer Stubentiger nicht vergönnt, als Freigänger zu leben, wie es ihrer Natur am besten entspricht. Meist liegt das an der Wohnlage des Besitzers, die dies nicht zulässt – oft ist der Verkehr in der Umgebung zu dicht oder die Wohnung liegt nicht im Erdgeschoss. Viele Halter suchen daher nach einer Möglichkeit, ihren Hauskatzen trotz der einschränkenden Bedingungen Zugang zur Außenwelt mit all ihren Sinneseindrücken zu verschaffen, um deren Leben zu bereichern und ihr Tier bei guter Gesundheit zu halten.

Gassi gehen an der Leine

Eine gute Möglichkeit, Ihrer Samtpfote den Ausgang zu ermöglichen, bieten Katzengeschirr und Leine, mit deren Hilfe Sie Ihre Katze auf Spaziergänge mitnehmen können. Da Katzen aber durch ihr unabhängiges Wesen per se nicht die geborenen Gassigänger sind, ist es wichtig, sie möglichst schon als Jungtiere an das Tragen eines Führgeschirrs und das Gehen an der Leine zu gewöhnen und die Erfahrungen während des Trainings mit positiven Erinnerungen zu verknüpfen. Die wichtigsten Voraussetzungen sind viel Geduld und Einfühlungsvermögen des Halters sowie das passende Temperament der Katze – nicht jedes Tier ist in der Lage, sich mit dem Gehen an der Leine abzufinden, es gilt deshalb: Beobachten Sie Ihre Katze genau, versuchen Sie, sie nicht zu überfordern und wenn Ihre Versuche mit dem Geschirr partout nicht fruchten, zwingen Sie Ihre Samtpfote nicht zu den Spaziergängen. Sollte Ihrer Katze das Spazierengehen an der Leine gfallen, sollten Sie sich bewusst sein, dass sie die einmal gewonnene Freiheit wahrscheinlich immer wieder einfordern wird. Wer also nicht regelmäßig die Zeit für einen Spaziergang aufwenden möchte, sollte auf diese Option besser verzichten.

Kleine Checkliste

Bevor es an den ersten Spaziergang geht, gibt es einige Dinge zu erledigen. Zunächst sollten Sie für das Training bereits einige Dinge zu Hause haben:

  • Leine: Hier eignet sich die bewährte „Flexi“-Leine für kleine Hunde, damit die Katze stöbern kann, wie und wo sie möchte. In Tierfachgeschäften sind jedoch auch spezielle Katzenleinen samt Geschirr erhältlich.
  • Brustgeschirr: Dabei sollte darauf geachtet werden, dass das Geschirr gut sitzt: weder zu schlaff noch zu eng! Reflektoren verringern das Risiko eines Unfalls mit einem Auto oder Radfahrer in der Dämmerzeit.
  • Leckerli: Für den ersten Spaziergang muss die Katze das Geschirr und die Leine schon kennen – bestätigen Sie das Tier bei ruhig-gehorsamen Verhalten mit einer kleinen Gaumenfreude. Es eignet sich alles, was Ihre Samtpfote gerne frisst.

Worauf ist zu achten?

  • Beginnen Sie das Training am besten schon im Jungtieralter.
  • Lassen Sie ihre Katze im Geschirr nicht unbeaufsichtigt.
  • Trainieren Sie in kleinen Schritten, zunächst nur in der Wohnung.
  • Starten Sie mit kleinen Ausflügen in ruhigen Bereichen.
  • Nehmen Sie die ersten Male eine Katzenbox als Zufluchtsort mit.
  • Belohnen Sie Ihre Katze konsequent für gute Mitarbeit und verzichten Sie auf Bestrafung.
  • Für einen erfolgreichen Spaziergang sollte Ihre Katze unbedingt bei guter Gesundheit und geimpft sein.

Katze beibringen, das Geschäft draußen zu verrichten

Wie kann ich meiner Katze das Katzenklo abgewöhnen? Eine Katzentoilette gehört zur Standardausrüstung für jeden Katzenhalter. Katzen sind sehr reinlich und penibel, wenn es um die Verrichtung ihres Geschäftes geht. In Ihrem Haushalt sollten Sie Ihrer Katze bestenfalls zwei Katzentoiletten anbieten, da sie häufig unterschiedliche Stellen für den Absatz von Urin und Kot aufsuchen wollen. Bieten Sie dies nicht, so kann es passieren, dass sich die Katze weitere Stellen in der Wohnung aussucht, die sich dafür nutzen lassen. Wenn Sie mehrere Katzen halten, empfiehlt es sich, stets ein Katzenklo mehr aufzustellen, als es Katzen in Ihrem Haushalt gibt. Wenn Sie Ihre Katze nicht nur in der Wohnung halten möchten, sondern ihr auch Freigang gewähren, so besteht eventuell auch die Frage, wie Sie Ihrer Katze die Toilette abgewöhnen können und sie zur Verrichtung ihres Geschäftes draußen anregen können.

Katzentoiletten für eine Freigänger-Katze besser beibehalten

Die meisten Katzen, die an einen Freigang gewöhnt sind, verrichten ihr Geschäft mit der Zeit mehr oder weniger freiwillig draußen während ihrer Steifzüge. Somit erleichtern sie sich nicht nur, sondern markieren auch ihr Territorium außerhalb des Hauses oder der Wohnung. Dennoch kann es vorkommen, dass die Katze nicht bei jedem Wetter nach draußen geht. Auch wenn Sie die Katze während der Nacht drinnen einsperren, sollte jederzeit eine Katzentoilette verfügbar sein. Meist werden diese aber kaum genutzt, wenn die Katze einmal daran gewöhnt ist, sich draußen zu erleichtern. Um jedoch ungewollten "Unfällen" in der Wohnung vorzubeugen, sollten Sie die Toilette nicht auf den Müll verbannen. Kann die Katze durch eine Katzenklappe jederzeit von drinnen nach draußen wechseln, kann es sein, dass die Katzentoilette von allein überflüssig wird. Alternativen schaffen Um ihre Katze zu ermutigen, die Katzentoilette drinnen weniger zu benutzen, können Sie auch Alternativen schaffen, die der Katze draußen eine angenehme Ersatztoilette bieten:

  • Schaffen Sie Stellen, die Sie mit bestimmten Materialien ausstatten, zum Beispiel Rindenmulch oder Sand, in denen die Katze gut scharren kann, während sie ihr Geschäft verrichtet.
  • Stellen Sie für den Übergang ein Katzenklo nach draußen.
  • Belohnen oder loben Sie ihre Katze, wenn Sie sehen, dass sie ihr Geschäft draußen verrichtet.

Das Katzenklo als Gesundheitscheck

Die Katzentoilette besitzt jedoch einen entscheidenden Vorteil, den Sie nicht vernachlässigen sollten. Auch wenn es deutlich angenehmer ist, wenn Ihre Katze sich draußen erleichtert, verlieren Sie so eine Kontrollmöglichkeit, die Ihnen anzeigen kann, wenn mit Ihrer Katze etwas nicht stimmt. Ebenso gestaltet sich das Sammeln von Kotproben für den Tierarzt deutlich schwieriger.

Reinigung des Katzenklos

Wie oft sollten Sie das Katzenklo reinigen?

Ihre Katze sollte sich wohlfühlen, wenn sie ihr Geschäft verrichtet. Daher muss schon bei der Auswahl des Katzenklos auf die richtige Größe geachtet werden, damit die Katze sich frei umdrehen und scharren kann, ohne sich bedrängt zu fühlen. Es sollte außerdem nicht in der Nähe von Schlaf- und Fressplatz des Stubentigers stehen, sondern am besten in einer ruhigen Ecke, in der sich Ihre Katze nicht beobachtet fühlt. Da Katzen ungerne große und kleine Geschäfte am selben Ort machen, sollten Sie nach Möglichkeit zwei Katzenklos für Ihre Katze besorgen. Besonders wichtig für die Hygiene und die Gesundheit Ihrer Katze ist es dann natürlich, das Katzenklo regelmäßig und gründlich zu reinigen.

Die richtigen Utensilien

Zum Reinigen brauchen Sie die richtigen Utensilien:

  • Strapazierfähige und robuste Plastik- oder Metallschaufel
  • Frisches Katzenstreu
  • Essig
  • Spezielle Reinigungsmittel für Katzenklos

Wenn Sie etwas mehr Geld in die Hand nehmen wollen, können Sie auch ein automatisches selbstreinigendes Katzenklo kaufen. Dann müssen Sie keine Zeit für die Reinigung aufwenden, sondern nur die Anlage von Zeit zu Zeit mit den nötigen Materialien befüllen.

Wie oft wie gründlich reinigen?

Bei der Frage, wie oft und wie gründlich Sie das Katzenklo reinigen sollten, sollten Sie einen gesunden Mittelweg zwischen ausreichender Hygiene für die Katze und einem nicht unnötig hohen Verbrauch an Katzenstreu finden. Es kann nicht pauschal gesagt werden, wie oft das Katzenklo zu reinigen ist, aber Richtwerte können dennoch gegeben werden. Der Reinigungsbedarf hängt auch von der Art der Katzenstreu ab. Benutzen Sie Klumpstreu, müssen Sie zwar regelmäßig (mindestens alle zwei bis drei Tage, am besten jeden Abend) die Klumpen herausnehmen sowie mit neuem Streu nachfüllen, eine komplette Reinigung des ganzen Katzenklos und Austausch der gesamten Streu ist dann jedoch nur in größeren Abständen (jede Woche Austauschen der Streu, mindestens einmal im Monat das ganze Katzenklo reinigen) nötig. Benutzen Sie jedoch ein nicht klumpendes Streu, müssen Sie es deutlich öfter austauschen, am besten einmal am Tag, mindestens jedoch zwei bis drei Mal in der Woche. Nicht klumpendes Streu entwickelt auch viel schneller einen empfindlichen Geruch, sodass Sie Katzenklos, die mit ihm ausgestattet werden, auch deutlich öfter mit Essig oder anderem Reinigungsmittel bearbeiten müssen, um für ausreichende Hygiene zu sorgen.

Stubenreinheit bei Katzen

In der Regel werden junge Katzen bereits von Ihrer Mutter zur Reinlichkeit erzogen. Deswegen kann häufig beobachtet werden, dass der Vierbeiner auch in einer neuen Umgebung von alleine die Katzentoilette aufsucht. Manche Katzen brauchen jedoch einen kleinen Anstoß, um zu wissen, was zu tun ist.

Rolle der Katze in der ägyptischen Religion

Katzen gehören seit Langem zu den beliebtesten Haustieren überhaupt. Früher oft auf Bauernhöfen als Mäuse- und Ungezieferjäger gehalten, haben sie heute als Schmusetiger den Einzug in die Wohn- und Schlafzimmer längst geschafft. Doch wussten Sie, dass Katzen schon vor Tausenden von Jahren im alten Ägypten als Haustiere bekannt waren? Dort spielten sie in der Religion eine ganz besondere Rolle und wurden sogar als heilige Tiere verehrt. Der Katzenkult hatte seinen Ursprung vermutlich in der Funktion der Tiere als Schutz vor Mäusen und Ratten. Getreide war im alten Ägypten eines der kostbarsten Güter und die Ernte wurde durch Ungeziefer bedroht. Auch durch ihr angenehmes Wesen und ihr schönes Aussehen wurde die Hauskatze zu einem gern gesehenen Gast in ägyptischen Wohnhäusern und Tempeln. Die Katzen sorgten auch in den heiligen Stätten für eine Eindämmung der Verunreinigung durch Nagetiere.

Die besondere Behandlung für Katzen im alten Ägypten im Überblick

  • Katzen wurden von Menschen umsorgt und verwöhnt
  • Katzen zu töten oder schlecht zu behandeln war verboten und wurde schwer bestraft
  • Verstorbene Katzen wurden wie ein Familienmitglied betrauert und bestattet
  • Katzen wurden in Wandbildern oder Götzenfiguren verewigt

Die Katzen als göttliche Begleiter

Die Katze wurde vor allem mit der alten ägyptischen Göttin Bastet assoziiert. Auch die Göttin selbst wird in vielen Darstellungen als Katze abgebildet. Dieser war ein großer Tempel in der damaligen Stadt Bubastis geweiht. In der Nähe der Tempelanlage fanden Archäologen zahlreiche als Mumien bestattete Katzen, was auf die große Verehrung der Hauskatzen hinweist. Denn die Tiere wurden immer höchst sorgfältig und mit teuren Hilfsmitteln einbalsamiert. Diese Behandlung nach dem Tod war ansonsten nur Adeligen oder hohen Beamten vorbehalten.

Die Katzengöttin beschützt und heilt

Die Göttin Bastet war im alten Ägypten als Tochter des Sonnengottes Re bekannt. Sie galt als sanftmütig, ganz im Zeichen der Katze und war die Göttin der Fruchtbarkeit und Liebe. Als Beschützerin von Schwangeren und der Familie war es naheliegend, dass das Tier der Göttin in allen Häusern und Wohnungen stets willkommen war. Mit dem Untergang des antiken Königreiches fand auch der Katzenkult ein Ende. Doch archäologische Ausgrabungen bringen bis heute Zeugen dieser Zeit zum Vorschein, ob in Form von Katzenmumien oder alten Wandgemälden. Und bis heute ist die Katze als angenehmer Gast im Haus und als wirkungsvolle Jägerin auf der ganzen Welt bekannt und beliebt.

Haaren bei Katzen

Wie auch Menschen verlieren Katzen täglich Haare. Dies kann mal mehr, mal weniger sein und ist von Art zu Art unterschiedlich. Oft lässt sich der Aufenthaltsort einer Katze an ihren zurückgelassenen Haaren erkennen, und auch durch häufiges Kämmen des Fells lassen sich der Haarverlust und die Verteilung der Haare in der Wohnung nicht vermeiden. Vor allem zur Zeit des Fellwechsels ist das Phänomen des extremen Haarausfalls zu beobachten, besonders im Frühjahr, wo das Winterfell den warmen Sommertemperaturen weichen muss. Bei der Anschaffung einer Katze kann das Fellverhalten eine große Rolle spielen. Vor allem bei Allergikern, die sich trotzdem für eine Katze entscheiden, ist die Anschaffung einer weniger haarenden Katze zu empfehlen. Dabei macht die Haarlänge der Katze keinen Unterschied, auch langhaarige Katzen können weniger Haare verlieren. Abgesehen von der Rasse und Saison wirken noch weitere Faktoren wie Futter, Parasiten und Hormone auf den Haarverlust der Katze ein.

Katzen, die viel haaren

Die folgenden Katzenrassen sind dafür bekannt, mehr zu haaren als der Durchschnitt. Bei der Anschaffung dieser Rassen sollten Sie sich dessen stets bewusst sein. Vermehrtes Kämmen des Fells des Stubentigers hilft, den Haarausfall besser zu kontrollieren.

Katzen, die wenig haaren

Allergiker, die sich trotz Unverträglichkeit nicht von dem Gedanken verabschieden möchten, mit einer Katze zusammen zu leben, sind Rassen mit geringem Haarverlust zu empfehlen. In der folgenden Liste befinden sich einige geeignete Rassen:

  • Bengal
  • Burma
  • Devon Rex
  • Europäisch Kurzhaar
  • German Rex
  • Savannah
  • Siam
  • Sphynx
  • Türkisch Angora
  • Türkisch Van

Trotz geringem Haarverlust darf nicht davon ausgegangen werden, dass diese Katzen weniger Pflege in Anspruch nehmen. Aufgrund der geringen Haarmenge besteht im Sommer die Gefahr eines Sonnenbrandes, im Winter hingegen die der Kälte.

Warum sind weniger haarende Katzen besser für Allergiker geeignet?

Die Allergie wird bei Katzen durch das Protein FEL D-1 ausgelöst, welches im Speichel der Katze enthalten ist. Durch das oftmalige Putzen gelangt dieses Protein an das Fell der Katze und durch den Haarverlust wird es in der ganzen Wohnung verteilt. Haart die Katze weniger, wird der Allergieauslöser an weniger Orten verbreitet und Symptome, wie tränende Augen, laufende Nase, niesen und Atemnot, werden so geringer bis gar nicht auftreten. Dennoch reagiert jeder Mensch anders, deswegen ist es ratsam vor der Anschaffung einer Katze, trotz bekannter Allergie, auszuprobieren, welche Rasse die wenigsten Symptome hervorruft.

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