Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Macht viel kaputt

Taja schrieb am 09.03.2016
Angaben zum Hund: Iabrador schnauzer mix, männlich, nicht kastriert, Alter 3-12 Monate

Mein hund macht fast alles kaputt. Er will nicht alleine sein pinkelt auf mein bett in die Wohnung.

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Antworten(1)

  • Kerstin Gebhardt
    Kerstin Gebhardt (Hundetrainer)
    schrieb am 11.03.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo liebe Hundebesitzerin,

    ich weiß jetzt nicht genau, wie alt Ihr Hund ist - aber es kann sein, daß er im Zahnwechsel ist, so etwa mit 4 Monaten, da knabbert sie alles an. Bieten Sie im Kauartikel an.

    Ansonsten sieht es sehr nach Trennungsangst aus. Man muss einem Welpen in kleinen Schritten das Alleinebleiben beibringen. Weiterhin muss Ihr Hund geistig und körperlich gefordert werden.

    So in etwa können die ersten Schritte aussehen:

    Fangen Sie damit an, Ihrem Hund einen festen Liegeplatz zuzuweisen, an dem er sich sicher fühlt. Viele Hunde mögen es, in einer Höhle zu liegen, da sie sich dort geborgen fühlen. Nutzen Sie dann eine Hundebox!

    Als erstes muss Ihr Hund nun lernen, dass er Ihnen im Haus nicht mehr auf Schritt und Tritt folgen darf. Er soll alleine in einem anderen Raum bleiben, zunächst einmal nur ein paar Sekunden, später dann immer länger! ***

    In einem zweiten Schritt müssen Sie dann Schlüsselreize abbauen. Hunde sind sehr genaue Beobachter, sie wissen schon, dass Sie nun wieder die Ausgehschuhe anziehen, den Schlüsselbund aufnehmen und dann wieder das gefürchtete Alleinebleiben kommt. Verändern Sie Ihre Gewohnheiten, gehen Sie einfach einmal ohne Mantel hinaus. Ziehen Sie die Ausgehschuhe an, nehmen Sie den Schlüssel in die Hand und setzen Sie sich dann auf das Sofa, um einen Kaffee zu trinken. Je weniger Ihr Hund die Dinge vorhersehen kann, desto weniger fängt er vorher schon an, in Panik zu verfallen.

    Im nächsten Schritt verlassen Sie nun das Haus, auch hier fangen Sie wieder erst mit wenigen Sekunden an. Gehen Sie so oft wie möglich in diesen kurzen Einheiten hinaus. Für einen besseren Überblick können Sie hierfür auch ein Trainingstagebuch einführen. Jetzt heißt es durchhalten, steigern Sie Schritt für Schritt die Zeit, die Ihr Hund alleine bleiben kann. Wenn Sie es geschafft haben und Ihr Hund 20 bis 30 Minuten alleine zu Hause schafft, können Sie die Schritte immer größer machen.

    ****
    - bis zu 3 min., wenn der Besitzer den Raum bei geöffneter Tür
    - bis zu 3 min., wenn der Besitzer den Raum abwechselnd verläßt und wiederkommt und dabei
    jeweils die Tür schließt;

    - bis zu 5 min., bei geschlossener Tür, während der Besitzer aber in der Wohnung bleibt;
    - bis zu 5 min., bei geöffneter Tür, während er Besitzer die Wohnung aber verläßt
    - bis zu 10 min.,……. – bis zu 15 min. usw. Den nächsten Schritt erst machen, wenn der 1. zuverlässig klappt. Den Hund während der Zeit nicht länger als er schafft alleine lassen.

    Für das in die Wohnung pinkeln nicht bestrafen, evtl. nochmals die Stubenreinheit üben!

    Wichtig:
    Nicht Zurückkommen, wenn der Hund noch winselt oder bellt – warten bis er sich beruhigt hat,
    erst dann die Wohnung/Zimmer betreten.

    Viele Grüsse

    Kerstin Gebhardt

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