Was tun, wenn Hund Jagen mit Spielen verwechselt?

  
cgossmann schrieb am 19.03.2021   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Mein 7,5 Monate alter Dt. Kurzhaar Rüde verwechselt anscheinend spielen mit jagen... Besonders bei kleinen und jungen/gleichaltrigen Hunden. Und dann packt er sie ziemlich schnell und manchmal schüttelt er sie. Bisher ist keine Verletzung entstanden. Aber das bleibt ja evtl. nicht so.
Was ist zu tun? Maulkorb anziehen? Im Moment ist es die einzige Möglichkeit, den Hund körperlich auszupowern, wenn ich auf eingezäunte Hundeauslaufflächen gehe. Er ist seit 5 Wochen bei mir und kann noch nicht frei rumlaufen.

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Antworten(5)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 24.03.2021
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Guten Tag,
    Ihr Hund ist kein Welpe mehr, sondern Junghund in der Pubertät!
    Ihr Hund muss unbedingt an der Leine bleiben, damit Sie keine Anzeige bekommen, bis jetzt haben Sie wohl Glück gehabt.
    Auf dieser Auslauffläche powern Sie den Hund nicht aus, sondern verschaffen ihm einen hohen Adrenalinspiegel und Sie belästigen andere Hunde und er verletzt sie.
    Sie haben sich für einen Vollblut-Jagdhund entschieden. Da er von Ihnen kein Jagdersatz gezeigt bekommt, jagt er Hunde und schüttelt sie!.
    Gehen Sie allein, machen Sie Futterbeutel-Training. Lesen Sie, wie man einen Jagdhund beschäftigt und seinen Beruf in die richtigen Kanäle leitet. Sie haben sehr viel Arbeit mit der Erziehung vor sich:
    Gemeinsame Jagd mit IHnen, geistiges Training und Bewegung - nicht so viel spielen, bis der Hund auf Sie hört und Sie ernstnimmt!!!
    Viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt

  • cgossmann
    cgossmann
    schrieb am 24.03.2021

    Guten Tag,
    Ihre Antwort klingt sehr hart und kritisierend und drastisch...aber gut, dann muss ich noch mehr umdenken. Ich hatte bereits einen Dt. Kurzhaar, der vor 1 Jahr gestorben ist und der 11 Jahre bei mir war. Mit ihm habe ich alles ziemlich gut hinbekommen. Er war die ersten 2 Jahre aber auch wie ein normaler Junghund, der nicht gejagt, sondern gespielt hat. Das ist diesmal anders. Das was Sie schreiben weiss ich und mach ich auch. Das Zusammensein mit älteren Hunden tut ihm gut. Also so ganz kann ich das nicht nachvollziehen mit dem nur an der Leine laufen und nicht auf Ausflaufflächen gegen. Auch dass so viele Menschen so vehement gegen Jagdhunde im Privathaushalt sind, kann ich nicht nachvollziehen. Zumindest kommt es mir so vor, dass Sie so denken. Aber vielleicht liege ich auch falsch und ich werde Ihren Rat beherzigen. Ich bin wie gesagt, nicht ganz unerfahren und eine verantwortungsvolle Gundebesitzerin.
    Viele Grüße, C. Gossmann

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 24.03.2021
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Guten Abend, super, es zeigt Ihre innere Größe, nicht beleidigt zu sein. Super! Da alle Hunde absolute Individualisten sind wie Menschengeschwister, kann man in der Regel mit früherem Wissen und Hunden wenig anfangen.
    Er packt junge, gleichaltrige und kleine Hunde und schüttelt sie. Ich verstehe nicht, dass die anderen Leute ihre Hunde nicht vor Ihrem beschützen! Ist mir völlig unerklärlich...
    Ich bin nicht gegen Jagd- Hunde in Privathaushalten, nur wenn er auf einem solchen Weg ist wie Ihrer, finde ich es bedenklich. Sein Beruf ist Jagdhund: Beute finden, greifen, totschütteln, fressen oder zu Ihnen bringen. Das tut er gerade und das sollten Sie unterbinden bzw. in die richtigen Kanäle leiten. Klar sind Sie verantwortungsvoll, aber wie konnte es mehrfach auf der Hundewiese passieren, dass er kleine Hunde schüttelt?????
    Mein Rat ist: Prägen Sie ihn auf sich, nicht auf andere Hunde, gehen Sie mit ihm gemeinsam auf die Jagd. Er wird, wenn Sie so weitermachen und er unkastriert bleibt, immer zu anderen Hunden hinrennen.
    Passen Sie auf sich auf!
    Viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt

  • cgossmann
    cgossmann
    schrieb am 25.03.2021

    ....."dass die anderen Leute ihre Hunde nicht vor Ihrem beschützen! Ist mir völlig unerklärlich"...liegt daran, dass die meisten Leute nur sich selbst und ihre eigenen Hunde sehen. Ist meine Erfahrung. Werde oft angemacht, ich solle doch meinen armen Hund von der Leine lassen, damit er spielen kann. Bedenken werden weggewischt...wäre doch alles Quatsch, der Hund muss doch das doch lernen und die machen das schon unter sich aus. Leider weit verbreitet. Wie so viele Mythen bzgl. Welpenschutz etc.
    "Klar sind Sie verantwortungsvoll, aber wie konnte es mehrfach auf der Hundewiese passieren, dass er kleine Hunde schüttelt?????"....siehe 1. oben, 2. weil es wie normales spielen anfängt und dann ganz schnell umschlägt. Und da war ich öfter nicht schnell genug bzw. die anderen Hundebesitzer auch nicht, weil sie der Meinung waren, es handele sich nur um spielen. Und weil ich selbst noch in der Kennenlernphase mit meinem Hund bin und ihn noch nicht in jeder Situation richtig lesen kann.
    LG, Claudia

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 25.03.2021
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Guten Tag Claudia,
    in meiner "Hundeschule", eigentlich schule ich Menschen, lehre ich vorausschauendes Führen und Handeln. Wenn mein Hund etwas machen KÖNNTE, rufe ich ihn ab und suche mir große Hunde. In Zukunft wissen Sie, dass er kleine Hunde schütteln KÖNNTE, also gehen Sie weg. Die Meinung von anderen ist hier nicht geeignet, sondern nur Ihr Bauchgefühl, und das sagt Ihnen, es KÖNNTE passieren.
    Die schlimmste Bemerkung ist: Die Hunde machen das unter sich aus: Großer Hund gegen kleinen Hund, das ist einfach nur dumm. Ich beschütze meinen Hund in jeder Situation. Da er es gelernt hat, kommt er zu mir, damit ich es regle. So machen es Chefs, Beschützer, die anderen können Ihnen wurscht sein. Genauso kann man andere nicht erziehen: Sie und Ihr Hund bilden eine Einheit. Absolut individuell und mit niemanden zu vergleichen. Werden Sie mit Ihrem Hund eine Einheit, beschützen Sie ihn...
    Viele Grüße
    Inge BV

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