Was tun, wenn nur Mann den Hund alleine lassen kann?

Angst ❯ Vor dem Alleinsein
Fabienne T. schrieb am 26.02.2022
Unser Kleinpudel ist 10 Jahre. Seit 4 Monaten bei uns. Vierte Hand und aus dem Tierheim. Einziges Problem: Er bleibt nicht alleine. Es gibt Begleitung durch Hundetrainer, Hundeschule, klares Training, Konsequenz etc. Wenn ich das alleine lassen übe (ich gehe einfach . Kein Schnickschnack, nichts. Ich stehe auf und gehe), würde er nach 3 Minuten fiepsen und in Wartehaltung auf dem Teppich liegen oder stehen. Er hat mal 20 Minuten in Wartehaltung aber still geschafft. Plötzlich war das vorbei. Er verfolgt mich auch in der Wohnung. Daran wird hart gearbeitet. Bin ich schon weg und verlässt mein Mann das Haus, liegt er gemütlich auf dem Sofa und schläft. 15 Minuten sind bis jetzt möglich. Er kann sogar mit dem Auto wegfahren. Mein Mann ist oft im Haus unterwegs, häufiger übers Wochenende weg. Die Bindungen ist zu mir massiv. Wenn mein Mann mit dem Hund alleine ist, ist es ihm egal, ob ich da bin oder nicht. Daran hat er sich ebenfalls gewöhnt. Wir sind ratlos. Die Idee war nun, dass mein Mann das alleine sein primär übt und ich hauptsächlich die Abgrenzung im Haus zu mir trainiere. Wir hätten dann im nächsten Schritt nacheinander das Haus verlassen. Erst ich. Dann er. Aber trotzdem ist es merkwürdig. Wie kann das sein?
5 Antworten
Guten Tag,
das ist sehr schwer zu beantworten. Irgendetwas ist einmal bei Ihnen passiert, wie zum Beispiel, Sie sind gegangen, es gab einen Donnerschlag. Hunde sind sehr nachtragend, besonders bei unglücklichen Verknüpfungen. Ihr Mann strahlt Ruhe aus.
Es kann auch sein, dass Sie zu schnell gegangen sind. Sekundenweise VOR!!! dem Fiepsen wiederkommen, sekundenweise mehr ausdehnen, sobald der Hund fiepst hat er Stress, und zwar richtig Panik, Überlebensangst, besonders bei dieser Vorgeschichte,
machen Sie langsamst, er sollte nicht fiepsen...
Fragen Sie ruhig noch einmal nach, dann verstehe ich es noch besser...
viele Grüße
Inge Büttner-Vogt
www.hundimedia.de
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Fabienne T. | Fragesteller/in
schrieb am 16.04.2022
Schrittweise gehe ich vor.
In winzigen Schritten.
Ich hatte mit 6 Sekunden begonnen. War dann bei über 15 Minuten. Ich vermute, dass die Kamera seine ganz leisen Geräusche nicht aufgenommen hat und es dann kippte.
Wir waren dann wieder bei wenigen Sekunden.
Mein Mann kann ihn 31 Minuten bzw wahr noch länger alleine lassen. Bei ihm liegt der Hund regungslos und tiefenentspannt auf dem Boden. Flach und schlafend.
Nun ist mein Mann wider Erwarten einige Wochen nicht da und ich fange wieder komplett von vorne an.
Das Training ist soweit umgestellt, dass ich garnicht mehr mit dem Hund rede.
Nur noch, wenn ich wirklich eine Erwartung an ihn habe und etwa will.
Sie Kommandos sind dann klar und kurz.
Sein Name ist das Schlüsselwort und dann folgt
Sitz, Platz, weiter, hier, rüber, pföchtchen, langsam, warte..mehr kommandos gibt es nicht.
"Super" ist das Belohnungswort. Weiter laufen ich den Hund in der Wohnung tot. Rein raus rein raus.
Ich kann mittlerweile wieder etwa 4 Minuten raus. Und er bleibt auf dem Sofa oder Boden flach liegen.

Mein Mann hat ihn schon immer in der Wohnung tot gelaufen. Ich bin leider immer im Arbeitszimmer. Und wenn ich am Nachmittag dort rausgehe, hat der Hund Programm erwartet. Vielleicht liegt es daran, dass er ihn alleine lassen kann und ich nicht.
Nun habe ich Urlaub und übe und übe und übe.
Leider hat die Abwesenheit meines Mannes ihn massiv zurückgewiesen.

Aber es ist ein Phänomen, warum eine Person einen Hund alleine lassen kann und eine andere nicht

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Guen Tag,
was ich vermute ist - bitte widersprechen Sie mir - dass Sie zuviel denken, ob es nun klappt, den Hund ansehen er merkt Ihre Unsicherheit.
Ihr Mann ist neutraler, macht einfach, für Hunde nachvollziehbarer...
Ihr Mann ist vielleicht bestimmter, Sie machen sich eher Gedanken - alles alles können Hunde riechen, merken und sehen. Sie Meister im Deuten unserer Körpersprache. Schon mit einem Blick auf dem Hund, wenn Sie gehen, bringt ihn zum Fiepsen. Das ist das Schwerste, was wir lernen müssen: Loslassen. Ihr Mann kann das, er macht es einfach.
Vor einer Übung: Ausatmen, loslassen, Hund ignorieren gehen, kommen, Blickkontakt vermeiden!!!!!! Das ist fuuurchtbar schwer, aber hilfreich,
ich wünsche Ihnen ganz viel ERfolg,
viele Grüße
Inge Büttner-Vogt
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Fabienne T. | Fragesteller/in
schrieb am 17.04.2022
Ja. Das vermute ich auch.
Nicht das ich Sorge habe. Aber meine wir auf den Hund. Zu Hochzeiten hätte ich teils wirklich reinschlagen können, wenn er wieder an Tür stand, nur weil ich kurz im Bad war oder ähnliches.
Jetzt wo ich alleine bin und manchmal in den Keller oder zum Müll MUSS, klappt es deutlich besser.
Weil ich tatsächlich rumlaufen muss und es kein gestelltes Training ist und ich den Hund manchmal wirklich vergesse. Das sind die besten Momente.
Das "nicht sprechen" hilft zudem ungemein.


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Prima! Dann ist das der richtige Weg - den Hund "vergessen".
Ich wünsche Ihnen ganz viel Erfolg,
viele Grüße
Inge Büttner-Vogt
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