Was tun, wenn Alleinbleiben auf einmal problematisch ist?

  
Öhli711 schrieb am 18.03.2021   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Seit einem Jahr haben wir eine Wachtelhündin, jetzt 1,5 Jahre alt. Zu Ihr: Sie ist zu 80-90% gehörlos, festgestellt mittels Audiometrie. Daher hat der Vorbesitzer, bei dem Sie 4 Monate war, sie zurück zum Züchter gegeben, da der dortige jagdliche Einsatzzweck nicht möglich gewesen ist. Beim Züchter zurück war sie 2 Wochen, bis sie dann endgültig zu uns kam.
Bei uns befindet sie sich ebenfalls in jagdlicher Ausbildung mit nach ihrer Fähigkeit möglichem Einsatzzweck. Das Alleinbleiben funktioniert grundsätzlich gut, nachdem wir es nach und nach aufgebaut haben - es war anfangs schwierig da sie ich denke Verlustängste aufgrund des ganzen hin und her (besitzermässig) hatte - dies hatte sich aber komplett gelegt.
Jedoch gibt es gelegentlich Phasen in denen sie damit gar nicht zurecht kommt, Wände hoch springt, bellt und jault - den ganzen Tag. Das kam innerhalb eines Jahres nun 2-4 Mal für je 4-5 Tage vor. Dann geht es auf einmal wieder ohne Probleme. Kann es sich hierbei um Entwicklungsschübe handeln? Ansonsten sind wir ein eingeschweißtes Team, der Gehorsam könnte nicht besser sein, ihre Arbeitsweise und Motivation begeistert mich täglich aufs Neue - Sie ist sehr Führerbezogen.

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Antworten(1)

  • Kerstin Gebhardt
    Kerstin Gebhardt (Hundetrainer)
    schrieb am 20.03.2021
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo Öhli, danke für Ihre eMail. Manche Hunde haben auf einmal wieder Verlustängste, wenn sich der Tagesablauf verändert, z.B. von montags-freitags ist er gleich - dann kommt das Wochenende und es ändert sich am Wochenende der Tagesablauf, so daß es dann ab Montag für den Hund wieder schwieriger wird, alleine zu bleiben. Das kann auch nach einem Urlaub passieren, wenn der Hund dann im Urlaub die ganze Zeit mit einem zusammen ist und dann nach dem Urlaub wieder einige Zeit alleine bleiben muss. Ein Hund sollte zudem nicht länger als 5 Stunden alleine bleiben. Sie sollten genau herausfinden, wann diese Phase stattfindet und in welchem Zusammenhang es passiert ist. Wenn ein Hund den ganzen Tag bellt und jault und sogar die Wände hoch geht, hat er große Angst und dies gilt es genau zu erforschen, warum es so sein kann. Dies können aber nur Sie beantworten oder sich an eine Fachfrau/-mann in Ihrer Nähe wenden, der es analysiert, da es ja nach einiger Zeit dann wieder problemlos funktioniert.

    Viele Grüße aus Düsseldorf

    Kerstin Gebhardt
    Hundepsychologin/-trainerin
    www.kerstin-gebhardt.de

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