Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Hund bleibt nicht alleine im Haus

  Hessen
lupo17g4 schrieb am 03.04.2016   Hessen
Angaben zum Hund: Husky-Mix, weiblich, kastriert, Alter 1-5 Jahre

Meine Hündin bellt sich während meiner kurzen Abwesenheit in Rage.
Was kann ich tun,um ihr das Bellen ab zu gewöhnen.

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Antworten(1)

  • Kerstin Gebhardt
    Kerstin Gebhardt (Hundetrainer)
    schrieb am 03.04.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Liebe Hundebesitzerin/lieber Hundebesitzer,

    entweder kann sie nicht alleine bleiben oder sie hat einen Kontrollzwang.

    bitte üben Sie das Alleinebleiben in kleinen Schritten, daß sich Ihr Hund erst gar nicht in Rage bellt. Nachstehend nochmals in kleinen Schritten das Training, damit sie alleine bleiben kann:

    Fangen Sie damit an, Ihrem Hund einen festen Liegeplatz zuzuweisen, an dem er sich sicher fühlt. Viele Hunde mögen es, in einer Höhle zu liegen, da sie sich dort geborgen fühlen. Nutzen Sie dann eine Hundebox! Stellen Sie die Box nicht an Orte, wo Ihr Hund alles überblicken und kontrollieren kann.

    Als erstes muss Ihr Hund nun lernen, dass er Ihnen im Haus nicht mehr auf Schritt und Tritt folgen darf. Er soll alleine in einem anderen Raum bleiben, zunächst einmal nur ein paar Sekunden, später dann immer länger! ***

    In einem zweiten Schritt müssen Sie dann Schlüsselreize abbauen. Hunde sind sehr genaue Beobachter, sie wissen schon, dass Sie nun wieder die Ausgehschuhe anziehen, den Schlüsselbund aufnehmen und dann wieder das gefürchtete Alleinebleiben kommt. Verändern Sie Ihre Gewohnheiten, gehen Sie einfach einmal ohne Mantel hinaus. Ziehen Sie die Ausgehschuhe an, nehmen Sie den Schlüssel in die Hand und setzen Sie sich dann auf das Sofa, um einen Kaffee zu trinken. Je weniger Ihr Hund die Dinge vorhersehen kann, desto weniger fängt er vorher schon an, in Panik zu verfallen.

    Im nächsten Schritt verlassen Sie nun das Haus, auch hier fangen Sie wieder erst mit wenigen Sekunden an. Gehen Sie so oft wie möglich in diesen kurzen Einheiten hinaus. Für einen besseren Überblick können Sie hierfür auch ein Trainingstagebuch einführen. Jetzt heißt es durchhalten, steigern Sie Schritt für Schritt die Zeit, die Ihr Hund alleine bleiben kann. Wenn Sie es geschafft haben und Ihr Hund 20 bis 30 Minuten alleine zu Hause schafft, können Sie die Schritte immer größer machen.

    ****
    - bis zu 3 min., wenn der Besitzer den Raum bei geöffneter Tür
    - bis zu 3 min., wenn der Besitzer den Raum abwechselnd verläßt und wiederkommt und dabei
    jeweils die Tür schließt;

    - bis zu 5 min., bei geschlossener Tür, während der Besitzer aber in der Wohnung bleibt;
    - bis zu 5 min., bei geöffneter Tür, während er Besitzer die Wohnung aber verläßt
    - bis zu 10 min.,……. – bis zu 15 min. usw.
    Wichtig:
    Nicht Zurückkommen, wenn der Hund noch winselt oder bellt – warten bis er sich beruhigt hat,
    erst dann die Wohnung/Zimmer betreten.


    Viele Grüsse

    Kerstin Gebhardt
    www.kerstin-gebhardt.de
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