Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Wie gewöhne ich einen Rumänen (Straßenhund) am besten ein?

  Berlin
HugoHugo schrieb am 20.07.2015   Berlin
Angaben zum Hund: Husky-Schäferhund-Mix , männlich, kastriert, Alter 3-12 Monate

Hallo!

Ich habe seit zwei Tagen einen 11 Monate alten Hund aus Rumänien bei mir Zuhause. Er hat vor allem Angst, kennt keine Kommandos und hört auch nicht auf seinen Namen. Er ist eben wie ein wildes Tier aus dem Wald.

Hugo ist gerade dabei Vertrauen zu mir aufzubauen. Draußen geht er sogar schon an der Leine, zwar nur dahin wo er hin will, da er bei Zug auf der Leine durchdreht, aber das ist ja schonmal was für einen Hund der das eigentlich nicht kennt. - ODER? Da geht es nämlich los. Ist die Einstellung richtig, ihn erstmal auf diese Weise an die Leine und alles drum rum zu gewöhnen oder eher fehl am Platz? Rein nach den Motto: Egal ob der Hund Angst hat oder das nicht kennt, ICH gebe den Ton an. Denn wenn ich in diesem Beispiel den Ton angebe und die Richtung wechsel versucht der alles um aus dem Geschirr zu kommen und tut sich dabei weh. Ich weiß nicht was er durchgemacht hat und das tut mir dann richtig leid. Ich nehme ihn dann an mich, streichel ihn um ihn zu beruhigen. Auf anderen Portalen steht widerrum das man den Hund so nur in seiner Angst bestärkt.

Ich frage mich, wann der richtige Zeitpunkt ist den Hund zu erziehen bzw Grenzen zu setzen ohne das ich mir das mit ihm "verscherze" und er nur noch mehr Angst bekommt. Wie lang ist die Eingewöhnungszeit und was ist dabei besonders wichtig, was sind häufige Fehler?

Welche Fehler sollte ICH unbedingt vermeiden?

Ich werde mir sobald er weiß das wir zusammen gehören einen Trainer bzw eine Schule suchen, aber bis dahin wäre eine Beantwortung meiner Fragen und Sorgen sehr hilfreich.

Vielen vielen Dank!

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Antworten(1)

  • Sabine Kutschick
    Sabine Kutschick (Hundetrainer)
    schrieb am 20.07.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo, lassen sie ihm Zeit und Raum, sich in er für ihn völlig fremden Welt zurechtzufinden. geben sie ihm Rückhalt und Sicherheit. Machen sie ihm nicht noch zusätzlich Stress, den hat er schon genug. Bleiben sie ruhig, bedauern sie ihn nicht und seien sie ein Ruhepunkt.
    Ansonsten würde ich ihnen empfehlen sich JETZT einen Trainer zu suchen, der im Umgang mit Angsthunden speziell gecshult ist.
    Aus verschiedenen Gründen. Man kann z.B. mit verschiedenen Hlfsmitteln versuchen, den Hund etwas "herunterzufahren", damit man dann ein entsprechendes Training beginnen kann. Wenn er so gestresst ist, wie sie schreiben, kann in dem Zustand ein Training nicht erfolgreich sein. Welche Dinge für den Hund geeignet isnd, muß man sich allerdings vor Ort anschauen und auch mit ihnen besprechen, was machbar ist.
    Außerdem ist es sinnvoll, den Hund mit einem Panikgeschirr zu sichern. Er wäre nicht der erste Hund, der sich vor Angst aus Geschirr/Hlasband herausgewunden hat und dann verunglückt ist. Meiden sie bitte bis dahin Orte an denen ihr Hund solche Panikattacken bekommt, sichern sie ihn erst mit dem Panikgeschirr. Diese erhalten sie in verschiedenen Onlineshops.
    Trainer mit entsprechender Ausbildung finden sie z.B. auf den Seiten des BHV unter http://www.bhv-net.de/ oder auf den Seiten der Gesellschaft für Tierverhaltensmedizin und -therapie - GTVMT unter http://www.gtvt.de/ .

    Mit freundlichen Grüßen Sabine Kutschick

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