Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Zieht an der Leine

Thema: Leinenzug
Doggy schrieb am 26.07.2016
Angaben zum Hund: Jack Russel Terrier kurz beinig, männlich, kastriert, Alter 1-5 Jahre

Hallo,
Wenn ich mit meinem Hund gassi gehe, zieht er an der Leine so das es keinen spass macht mit ihm zu gehen.Er hat vorher ein Geschirr gehabt, wo er auch ständig hin und her gesprungen ist. und jetzt hat er ein Halsband, was schon ein wenig besser geworden ist d.h. er springt nicht mehr hin und her. Er zieht so kräftig das die Zunge dann dunkel blau anläuft. Er mag es auch nicht wenn ein anderer Hund vor ihm geht.
Was kann ich tun?

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Antworten(1)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 26.07.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,
    dass Ihr Hund nicht mag, wenn ein anderer Hund vorbei geht, hängt damit zusammen, dass er zieht, vorne geht und das Rudel anführt. Deshalb muss er auch regeln und deshalb sollte der Mensch führen.
    Hunde ziehen an der Leine, weil sie es so gelernt haben. Oder, besser gesagt, nicht anders gelernt haben. Wenn Herrchen/Frauchen dem Hund mit ausgestrecktem Arm überallhin folgt, wird der Hund natürlich auch weiter immer dahin gehen, wo er hin will. Er kann es ja, manchmal mit einem Gewicht am anderen Ende der Leine, aber es geht. Hunde lernen durch Erfolg oder auch Misserfolg.
    Deswegen hier mein Tipp: NIE dem Hund folgen, wenn er zieht, auch nicht, wenn er wo schnuppern, sich lösen oder zu Bekannten will. Wenn er einmal Erfolg hatte, müssen Sie wieder von vorne mit dem Training anfangen. Bleiben Sie stehen, bis die Leine wieder locker ist (das braucht etwas Geduld) oder, wenn Ihr Hund richtig feste zieht, drehen Sie um und gehen zurück.
    Am besten reagieren Sie schon, wenn er versucht, Sie zu überholen. SOFORT umdrehen und zurückgehen und zwar jedesmal.
    Oft liegt das Ziehen auch an der Art, wie die Leine gehalten wird. Meistens wird die Leine zu kurz gehalten, mit Zug. Zug erzeugt Gegenzug, der Mensch zieht weil der Hund zieht und der Hund zieht immer mehr dagegen. Der Hund kann diesen Kreislauf nicht lösen, das kann nur der Mensch.
    Meistens kann ein Hund sich auch nicht konzentrieren. Man kommt aus der Haustür und schon soll der Hund, ohne sich ausgepowert oder gelöst zu haben, locker an der Leine gehen. Die Leinenführigkeit sollte immer nur zwischendurch geübt werden, zuerst darf der Hund laufen und schnuppern, dann wieder 10 Minuten üben u.s.w.. Erst, wenn das immer besser funktioniert, wird es irgendwann gefestigt sein und der Hund läuft immer und überall an lockerer Leine. Üben, egal was, sollte man nie im Ernstfall sondern immer entspannt und gezielt.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

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