Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Meine Hunde bellen. ziehen ständig

Thema: Leinenzug
  Bayern
Jacqueline Hörber schrieb am 09.07.2016   Bayern
Angaben zum Hund: Malteser , weiblich, nicht kastriert, Alter 1-5 Jahre

Wie bekomm ich das wieder weg?
Und 2 sind noch nicht stubenrein

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Antworten(1)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 09.07.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Guten Tag,
    Hunde ziehen an der Leine, weil sie es so gelernt haben. Oder, besser gesagt, nicht anders gelernt haben. Wenn Herrchen/Frauchen dem Hund mit ausgestrecktem Arm überallhin folgt, wird der Hund natürlich auch weiter immer dahin gehen, wo er hin will. Er kann es ja, manchmal mit einem Gewicht am anderen Ende der Leine, aber es geht. Hunde lernen durch Erfolg oder auch Misserfolg.
    Deswegen hier mein Tipp: NIE den Hunden folgen, wenn sie ziehen, auch nicht, wenn sie wo schnuppern, sich lösen oder zu Bekannten wollen. Wenn sie einmal Erfolg hatten, müssen Sie wieder von vorne mit dem Training anfangen. Bleiben Sie stehen, bis die Leine wieder locker ist (das braucht etwas Geduld) oder, wenn Ihre Hunde richtig feste ziehen, drehen Sie um und gehen zurück.
    Am besten reagieren Sie schon, wenn sie versuchen, Sie zu überholen. SOFORT umdrehen und zurückgehen und zwar jedesmal.
    Oft liegt das Ziehen auch an der Art, wie die Leine gehalten wird. Meistens wird die Leine zu kurz gehalten, mit Zug. Zug erzeugt Gegenzug, der Mensch zieht weil der Hund zieht und der Hund zieht immer mehr dagegen. Der Hund kann diesen Kreislauf nicht lösen, das kann nur der Mensch.
    Meistens kann ein Hund sich auch nicht konzentrieren. Man kommt aus der Haustür und schon soll der Hund, ohne sich ausgepowert oder gelöst zu haben, locker an der Leine gehen. Die Leinenführigkeit sollte immer nur zwischendurch geübt werden, zuerst darf der Hund laufen und schnuppern, dann wieder 10 Minuten üben u.s.w.. Erst, wenn das immer besser funktioniert, wird es irgendwann gefestigt sein und der Hund läuft immer und überall an lockerer Leine. Üben, egal was, sollte man nie im Ernstfall sondern immer entspannt und gezielt.
    Mit dem suberkeitstraining fangen Sie am besten ganz von vorne an.
    Mein Rat: "Zäunen" Sie einen kleinen Bereich z. B. mit einem Kinderlaufstall ab, wenn Sie die Hunde nicht beobachten können.
    Gehen Sie nach jedem Füttern, Spielen und Aufwachen der Kleinen sofort raus. Wenn sie dann was machen, ganz überschwänglich loben und belohnen. Auch, wenn sie unruhig werden, sich im Kreis dreht und auf dem Boden schnuppern, sofort raus.
    Nachts würde ich sie an eine Box gewöhnen. Fangen Sie langsam damit an, machen Sie ihnen die Box mit Leckerchen schmackhaft. Schließen Sie die Tür am Anfang noch nicht, erst, und auch dann nur kurz, wenn sie sich in der Box entspannen. Sie lernen dann, sich zu melden weil Hunde selten ihren Schlafplatz beschmutzen.
    Sehr wichtig ist, dass Sie die Kleinen nicht schimpfen oder gar bestrafen, wenn doch einmal ein Malheur passiert. Sie werden dann meinen, es sei verboten, sich zu lösen, unsicher bis ängstlich werden und heimlich ihr Geschäft verrichten.

    Viel Erfolg
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

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