Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Hund hört /lässt sich nicht ablenken

Thema: Leinenzug
  Niedersachsen
Jenni_Schrandt schrieb am 29.03.2016   Niedersachsen
Angaben zum Hund: Beagle-Bernersennen mix, männlich, kastriert, Alter 1-5 Jahre

Hallo,
Wenn ich mit meinem Hund unterwegs bin und uns ein anderer Hund entgegen kommt,dreht meiner total ab,dazu muss ich sagen das er sehr verspielt ist und am liebsten mit jedem hund der uns entgegen kommt sofort toben will.
Er ist ein Beagle-Bernersennen mix und hat halt vom Bernersennen das Gebelle halt dieses etwas tiefere,davor fürchten sich die anderen Hundebesitzer halt und gehen uns aus dem Weg

Was kann ich dagegen machen das er nicht sofort anfängt zu bellen sobald er einen anderen Hund sieht ?
Seiddem er kastriert wurde im November 2015 ist er so drauf.Ich möchte ihn das Gerne wieder abgewöhnen.
Danke im vorraus :-)

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Antworten(1)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 30.03.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Guten Tag,
    waren Sie in einer Welpenspielstunde? Das wäre ein typisches Verhalten.
    Gewinnen Sie zuerst das Vertrauen Ihres Hundes wieder zurück.
    Nach der Kastration sind die Hunde in der Regel sehr lernbereit und aufnahmefähig. Wenn dann kein geistiges Training kommt, nerven sie uns solange, bis wir verstehen, dass sie anstatt "Gassi" etwas lernen wollen.
    Beginnen Sie Ihren Hund zu beschützen und zu führen. Hunde versuchen alles, von uns weg zu kommen, wenn sie uns nicht zutrauen, mit der Situation klar zu kommen.
    "VErspielt" hat nichts mit Ihnen zu tun, sondern er will von Ihnen weg.
    Bauen Sie Vertrauen auf:
    Ab sofort führen Sie: Der Hund geht an der Leine HINTER Ihren Füßen, sie gehen niemals auf einen Hund oder einen Menschen zu. Meistens liegt es am fehlenden Vertrauen zu uns. Sie vermitteln Ihrem Hund Sicherheit, indem Sie ihn immer beschützen. Schutz gibt es in allen Strukturen mit Eltern, Lehrern und Chefs – die guten machen uns sicher und gelassen, wir wissen, was wir tun sollen.
    Fremde fassen Ihren Hund vorerst nicht an und Sie vermeiden es, dass der Mensch Ihren Hund ansieht. Sie gehen Bogen und Kreise und lassen Ihrem Hund Zeit, sich – unter Ihren Schutz und an der Leine – in Ruhe anzunähern. Grundsätzlich ist Ihr Hund HINTER Ihren Füßen und wichtig: IHR KÖRPER IST OHNE AUSNAHME IMMER DAZWISCHEN!!!! Eine Hund an Hund-Begegnung geht grundsätzlich schief. Gehen Sie auch in die andere Richtung oder schirmen Sie ihn am Rand ab. Er sollte nichts mehr zu „erledigen“ haben – Sie führen und geben Richtung und Verhalten an.
    Bei Ihnen ist es vielleicht auch das Problem, dass Sie zu lange in die Situation hineingehen. Rufen Sie früher ab, leinen Sie früher an, seien Sie immer vorausschauend und ein bisschen fixer als Ihr Hund.
    Nehmen Sie Menschen, die Ihnen entgegenkommen, als „Übung“. Zeigen Sie Ihrem Hund, dass sie seine Furcht ernstnehmen. Alle Hunde in meinem Training haben es geschafft, als die Besitzer mit dem Schutzprogramm angefangen haben. Genauso gehen Sie an unbekannte Dinge heran – umkreisen unter Ihrem Schutz, mit Ihrem Körper dazwischen (!) gern ein Leckerchen, wenn es klappt – lassen Sie sich bitte viel Zeit, nicht nur „probieren“.
    Nach einer Weile wird Ihr Hund schon selbst an Ihre andere Seite gehen, weil er sich dort wohl fühlt und auf Ihren Schutz vertraut – das ist für Sie ein tolles Gefühl!
    Es wäre auch toll, wenn Sie nicht nur „Gassi-gehen“, sondern Ihren Hund geistig trainieren und beschäftigen, damit er sich nicht langweilt. Hierzu finden Sie alles auf meiner
    Homepage: www.hundimedia.de
    Bücher „Spiel und Spaß mit Hund“ und „Mehr Spiel und Spaß mit Hund“ Film: „Der Weg ist das Ziel: 222 Möglichkeiten den Hund zu beschäftigen.
    Wenn Ihr Hund wieder merkt, dass Sie spannend sind und sich für ihn interessieren, wird er nicht zu jedem Hund hinrennen,
    versprochen,
    Inge Büttner-Vogt




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