Deine Hundetrainer-Sprechstunde

Gassi gehen

Thema: Leinenzug
  Sachsen
Sunny 5 schrieb am 07.10.2016   Sachsen
Angaben zum Hund: Border collie, weiblich, nicht kastriert, Alter über 5 Jahre

Unsere Border Collie Hündin ist 5Jahre alt. Wir lebten auf dem Land so musste sie nie an der Leine gehen. Sie ist auch im Rudel gross geworden
Kommandos wie SITZ, PLATZ, HIER, BLEIB ist kein Problem, macht sie anstandslos. Seit sie alleine ist und an der Leine gehen muss ist es eine Riesen Katastrophe, ziehen ohne ende! Dann was mich am meisten stört seit sie einen Welpen hatte (ungewollt passierte bei Umzug) ist sie was Hündinnen betrifft extrem aggressiv, Rüden kein Problem. Mittlerweile gehen mir die Lösungen aus. Vieleicht habt ihr einen Plan was ich noch tun kann.lg

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Antworten(1)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 09.10.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo,
    die Aggressivität der Hündin hängt mit dem Ziehen an der Leine zusammen. Sie führt das "Rudel" an, muss also auch regeln. Sie hat, so wie ich es verstanden habe, auch nie gelernt, an der Leine zu gehen.
    Hunde ziehen an der Leine, weil sie es so gelernt haben. Oder, besser gesagt, nicht anders gelernt haben. Wenn Herrchen/Frauchen dem Hund mit ausgestrecktem Arm überallhin folgt, wird der Hund natürlich auch weiter immer dahin gehen, wo er hin will. Er kann es ja, manchmal mit einem Gewicht am anderen Ende der Leine, aber es geht. Hunde lernen durch Erfolg oder auch Misserfolg.
    Deswegen hier mein Tipp: NIE der Hündin folgen, wenn sie zieht, auch nicht, wenn sie wo schnuppern, sich lösen oder zu Bekannten will. Wenn sie einmal Erfolg hatte, müssen Sie wieder von vorne mit dem Training anfangen. Bleiben Sie stehen, bis die Leine wieder locker ist (das braucht etwas Geduld) oder, besser noch, drehen Sie um und gehen zurück.
    Am besten reagieren Sie schon, wenn sie versucht, Sie zu überholen. SOFORT umdrehen und zurückgehen und zwar jedesmal.
    Oft liegt das Ziehen auch an der Art, wie die Leine gehalten wird. Meistens wird die Leine zu kurz gehalten, mit Zug. Zug erzeugt Gegenzug, der Mensch zieht weil der Hund zieht und der Hund zieht immer mehr dagegen. Der Hund kann diesen Kreislauf nicht lösen, das kann nur der Mensch.
    Meistens kann ein Hund sich auch nicht konzentrieren. Man kommt aus der Haustür und schon soll der Hund, ohne sich ausgepowert oder gelöst zu haben, locker an der Leine gehen. Die Leinenführigkeit sollte immer nur zwischendurch geübt werden, zuerst darf der Hund laufen und schnuppern, dann wieder 10 Minuten üben u.s.w.. Erst, wenn das immer besser funktioniert, wird es irgendwann gefestigt sein und der Hund läuft immer und überall an lockerer Leine. Üben, egal was, sollte man nie im Ernstfall sondern immer entspannt und gezielt.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

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