Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Hund pinkelt vor Freude/Aufregung

  Sachsen-Anhalt
hund8888 schrieb am 27.12.2014   Sachsen-Anhalt
Angaben zum Hund: Mischlinge bis 44 cm, männlich, kastriert, Alter 1-5 Jahre

Wir haben das Problem, das unser Hund seit dem er Welpe ist, jedes Mal, wenn wir von der Arbeit kommen bzw. wenn Besuch kommt, pinkelt. Es ist dann manchmal auch schon vorgekommen, dass der Besuch was abbekommen hat, dies ist uns dann auch sehr unangenehm. Unserer Hund freut sich halt extrem und ist extrem aufgedreht, wenn Besuch kommt, als ob er denkt, der Besuch kommt nur seinetwegen.Oft springt er den Besuch dann auch an und schleckt diesen förmlich ab und wenn er dann Streicheleinheiten vom Besuch zur Begrüßung bekommt, geht das gepinkel los, als ob er sich nicht halten kann. Naja wenn er dann gepinkelt hat, zieht er sich kurzfristig zurück und schämt sich und dann geht's weiter.Am Schlimmsten ist es, wenn jemand mit ihm knuddelt und ihn dabei runterdrückt.

Ich kann halt nicht genau deuten warum er es macht, vor Freude, vor Aufregung oder weil er sehr sensible ist.Ich wünsche mir einfach, dass wir es irgendwann soweit im Griff haben, dass man ihn mal irgendwo mit hinnehmen kann,ohne das er dort auch noch hinpinkelt.

Ich hoffe jemand kann mir weiterhelfen.

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Antworten(2)

  • Sabine Kutschick
    Sabine Kutschick (Hundetrainer)
    schrieb am 27.12.2014
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (43)

    Hallo - ich gehe zuerst einmal davon aus, dass der Hund gesund ist und sonst stubenrein.
    Wie reagieren Sie, wenn Sie nach Hause kommen? Wird als erstes der Hund begrüßt?
    Üben Sie mit ihm als zuerst, dass es für ihn nicht interessant ist, wenn Sie zur Tür hereinkommen. Gehen sie zur Tür hinaus, warten Sie einen Augenblick, gehen wieder hinein und ignorieren ihn völlig. Setzen Sie sich auf die Couch und lesen Zeitung oder machen Sie etwas anderes. Aber schauen Sie den Hund nicht an und reden Sie nicht mit ihm. Auch wenn er Sie anhüpft oder wieder Pipi machen sollte - ignorieren Sie es. Sie können es später wegmachen. Irgendwann wird er sich beruhigen und sich hinlegen. Nun dürfen Sie aufstehen, aber bitte den Hund immer noch nicht beachten. Erst wenn er ihnen eine Weile nicht folgt, wenn sie sich in der Wohnung bewegen, gehen Sie zu ihm und belohnen ihn ganz ruhig mit einem kleinen Leckerchen oder Streicheln. Achten Sie darauf, dass alles ruhig bleibt und keine Action entsteht. Der Hund lernt, dass es sich nicht lohnt aufzustehen um sie so aufgeregt zu begrüßen, da Sie früher oder später zu ihm kommen.
    Wenn Besuch kommt ist es günstig, dem Hund einen Platz zuzuweisen, an dem er sich aufhalten soll, wenn der Besuch kommt. Hat er schon ein Körbchen oder eine Decke, die er als festen Platz kennt? Organisieren Sie sich eine 2. Person, welche vor der Tür steht und klingelt. Üben Sie mit ihm, immer wenn es klingelt, gehe in dein Körbchen/auf deinen Platz. Dort erhältst du eine Belohnung. Dann soll er dort bleiben, während Sie zur Tür gehen. Steht er auf und folgt Ihnen, bringen Sie ihn ganz ruhig zurück zu seinem Platz. Sie werden anfangs oft umsonst loslaufen. Aber ihr Hund wird es schnell lernen, wenn Sie es ganz ruhig und konsequent üben. Bleibt der Hund auf seinem Platz, öffnen Sie die Tür und bitten Ihren Besuch herein. Er darf den Hund (ebenso wie Sie, wenn sie nach Hause kommen) nicht anschauen oder ihn streicheln oder mit ihm sprechen. Steht er auf udn läuft zum Besuch, bringen Sie ihn wieder auf seinen Platz. Nur auf seinem Platz bekommt er vom Besuch oder von Ihnen eine Belohnung, wenn er dort eine Weile ruhig gewartet hat.
    Um den Hund entspannt auf seinen Platz zu bringen ist ein Geschirr mit einer Hausleine sehr gut geeignet, da Sie nicht direkt zum Hund hinmüssen, sondern Distanz wahren können.
    Nehmen Sie die Aufregung aus dem "nach Hause kommen/ Besuch bekommen" heraus.
    Dann wird sich auch Ihr Hund beruhigen.
    Die Reaktion des Hundes beim Herunterdrücken, würde ich eher als Unsicherheit/ Beschwichtigung auslegen. Vermeiden sie dies einfach. Machen Sie stattdessen Handlingsübungen um Vertrauen aufzubauen.
    Ich hoffe ich konnte Ihnen etwas weiterhelfen, mit Geduld, Ruhe und Konsequenz werden Sie es bestimmt schaffen.

  • Baxter
    Baxter
    schrieb am 29.12.2014

    Welpen können ihre Schließmuskel nicht kontrollieren und leeren sich nur da, wo sie sich sicher fühlen.
    Das heißt, so oft wie möglich mit dem Welpen an einen Ort gehen, wo er sich gut lösen kann. Z. B. im Garten, dort kann auch anfangs eine Ecke eingerichtet werden, die für den kleinen Racker sicher ist.
    Fürs draußen machen immer sehr nett und ruhig loben.
    Aufregung führt dazu, dass Hunde unter sich machen, ich würde schauen, dass der Hund entspannter ist bei Besuch.
    Ich hoffe auch nicht, dass der Welpe schon lang allein bleiben muss, dass würde das extreme aufdrehen bei der Rückkehr erklären.
    Hunde sind hochsoziale Tiere, wenn man sie ignoriert, lernen sie nichts und sind stark verunsichert.
    Ich begrüße meinen Hund immer, ganz ruhig und recht kurz, dann beruhigt er sich sofort.
    Das Ignorieren wird die Aufregung nicht vermindern und fördert auch nicht mehr Vertrauen, wie auch?
    Bei den Problemen, die hier beschrieben werden, sind ganz viele aufregende Situationen bei, wo es sehr viel verlangt ist von einem Hundebaby, sich ruhig auf eine Decke zu legen und alles abzuwarten. Das verlangt enorm viel Impulskontrolle, die langsam und stetig gelernt werden muss.

    Hunde schämen sich nicht. Das was Sie als Scham bezeichnen, ist eine Reaktion auf Ihre Haltung gegenüber dem Hund, wenn er rein gemacht hat.
    Und bitte drücken Sie den Hund nicht runter, das ist eine massive körperliche Einwirkung, die Angst macht!
    Deswegen duckt sich der Hund auch weg.

    Ein tolles Buch zum Thema Welpenerziehung ist das folgende:

    "Fit for life" von Helen Zulch

    Regine Hochhäusler
    www.hunde-weise.de

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