Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

unkastr. Rüde markiert in der Wohnung

  Nordrhein-Westfalen
findusunny schrieb am 21.12.2015   Nordrhein-Westfalen
Angaben zum Hund: Jack-Russel, männlich, nicht kastriert, Alter 1-5 Jahre

Unser Rüde (Jack-Russel) markiert seit einigen Wochen überall in der Wohnung. Wegen anderer Verhaltensprobleme (Bellen an der Haustür und am Gartenzaun), Aggression gegen Artgenossen an der Leine) haben wir einiges verändert: mit körperlicher Präsenz bringen wir ihn dazu, die Haustür zu verlassen und sich ruhig zu verhalten, was sehr gut klappt. Im Garten ist es schwieriger, da er besser ausweichen kann. Sobald er nach seinem "Gartenauslauf" wieder herein kommt und sich unbeobachtet fühlt, markiert er dort, wo wir ihn nicht sehen.
Sein forderndes Verhalten ignorieren wir, feste Spielzeiten sind eingeführt, belohnt wird jedes ruhige Verhalten. Mit der Leinenaggression wissen wir uns leider auch keinen Rat mehr. Wir tun uns sehr schwer damit, irgendwelche Schreckreize ein zu führen. Wer kann uns helfen?

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Antworten(1)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 23.12.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Guten Abend,
    Sie ignorieren, erschrecken ihn, führen nicht und lassen ihn unkastriert oder ungechipt - Ihr Hund hat es wirklich schwer, Er will seinen "Problemmenschen" mitteilen, dass ihm Schutz und Führung fehlt. Er hat das gesamte Programm drauf.
    Beginnen Sie Ihren Hund zu beschützen und zu führen. Ihr Hund ist unsicher und beißt/bellt alles weg – das ist seine Strategie, weil er Ihnen nicht zutraut, mit der Situation klar zu kommen.
    Ab sofort führen Sie: Der Hund geht HINTER Ihren Füßen, sie gehen niemals auf einen Hund oder einen Menschen zu. Meistens liegt es am fehlenden Vertrauen zu uns. Sie vermitteln Ihrem Hund Sicherheit, indem Sie ihn immer beschützen. Schutz gibt es in allen Strukturen mit Eltern, Lehrern und Chefs – die guten machen uns sicher und gelassen, wir wissen, was wir tun sollen.
    Fremde fassen Ihren Hund vorerst nicht an und Sie vermeiden es, dass der Mensch Ihren Hund ansieht. Sie gehen Bogen und Kreise und lassen Ihrem Hund Zeit, sich – unter Ihren Schutz und an der Leine – in Ruhe anzunähern. Grundsätzlich ist Ihr Hund HINTER Ihren Füßen und wichtig: IHR KÖRPER IST OHNE AUSNAHME IMMER DAZWISCHEN!!!! Eine Hund an Hund-Begegnung geht grundsätzlich schief. Gehen Sie auch in die andere Richtung oder schirmen Sie ihn am Rand ab. Er sollte nichts mehr zu „erledigen“ haben – Sie führen und geben Richtung und Verhalten an.
    Bei Ihnen ist es vielleicht auch das Problem, dass Sie zu lange in die Situation hineingehen ohne etwas zu tun, reagieren Sie sofort, vor dem Hund, wenn es geht, das schafft Vertrauen.
    Nehmen Sie Menschen, die Ihnen entgegenkommen, als „Übung“. Zeigen Sie Ihrem Hund, dass sie seine Furcht ernstnehmen. Alle Hunde in meinem Training haben es geschafft, als die Besitzer mit dem Schutzprogramm angefangen haben. Genauso gehen Sie an unbekannte Dinge heran – umkreisen unter Ihrem Schutz, mit Ihrem Körper dazwischen (!) gern ein Leckerchen, wenn es klappt – lassen Sie sich bitte viel Zeit, nicht nur „probieren“.
    Nach einer Weile wird Ihr Hund schon selbst an Ihre andere Seite gehen, weil er sich dort wohl fühlt und auf Ihren Schutz vertraut – das ist für Sie ein tolles Gefühl!
    Es wäre auch toll, wenn Sie nicht nur „Gassi-gehen“, sondern Ihren Hund geistig trainieren und beschäftigen, damit er sich nicht langweilt. Hierzu finden Sie alles auf meiner
    Homepage: www.hundimedia.de
    Bücher „Spiel und Spaß mit Hund“ und „Mehr Spiel und Spaß mit Hund“ Film: „Der Weg ist das Ziel: 222 Möglichkeiten den Hund zu beschäftigen.
    Wenn Sie das Vertrauen Ihres Hundes wieder gewonnen haben - ohne jede Aggression bitte!!! - und ihn chipen lassen, wird es eine wunderbare Freundschaft werden!
    Viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt


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