Spaziergang im Wald zwischendurch nicht abrufbar

  
passpu schrieb am 09.11.2016   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Hallo,
ich habe seit 2,5 Monaten einen großen Angsthund (Angst vor Menschen) aus Portugal bekommen. Da mein Mann und ich sehr viel mit "Chayron" daran gearbeitet haben, ist sein Angstzustand erheblich minimiert worden. Da er sich mit uns im Wald sehr sicher fühlt, lassen wir ihn seit einigen Wochen unangeleint dort laufen. Oftmals läuft alles perfekt, doch hin und wieder folgt er einfach einer Fährte und ist erstmal weg. Rufen bewirkt kaum etwas. Irgendwann, 5-10 Min. ist er fröhlich wieder da. Nur unsere Fröhlichkeit hält sich in Grenzen. Da er ein großer, sportlicher Hund ist, haben wir mitunter keine Chance zu sehen, welche Abzweigung er genommen hat. Auf Leckerlies reagiert er kaum.
Was können wir am besten tun, damit wir uns interessanter machen, als seine Fährte?
MfG
C.P. Spudic

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Antworten(2)

  • Kerstin Gebhardt
    Kerstin Gebhardt (Hundetrainer)
    schrieb am 09.11.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo Frau Spudic, wenn Ihr Hund eine große Jagdmotivation hat, können Sie nur in den ersten Sequenzen einschreiten und ihm ein Alternativverhalten anbieten, was entweder mit dem Jagen zu tun hat (z.B. Futterbeutel bringen) oder etwas anderes z.B. Sie anschauen. Damit Ihr Hund es aber unverlässlich ausführt um Fall der Fälle, müssen Sie es unter wenig Ablenkung viele, viele Male üben und der Hund muss Spass am Futterbeutel bzw. Apportieren haben. Es ist nicht so einfach, sich interessanter als die Fährte zu machen, denn für den Hund ist Jagen das Größte und meistens der Kick des Tages. Deshalb sind viele weitere Schritte notwendig, um dem Hund ein Leben ohne Leine zu ermöglichen. Er sollte den Weg nicht verlassen dürfen, außerdem sollte der Radius eingegrenzt werden. Ferner sollten Sie mit ihm Aufmerksamkeit üben, ihn unterwegs ausreichend beschäftigen, nicht nur körperlich, sondern auch geistig. Sie müssen Ihren Hund genau beobachten und wissen, wann Sie noch etwas unternehmen können oder ob es schon zu spät ist und er nicht mehr reagiert. Es ist darauf zu achten, daß - wenn Sie mit ihm in der Gruppe laufen - ihn keiner zum Jagen anstiftet etc. Wichtig ist als erster Schritt, daß er keine Möglichkeit mehr hat, allein auf Wanderschaft zu gehen - also an die Schleppleine nehmen und üben üben üben.
    Falls Sie weitere Hilfe brauchen, wenden Sie sich an eine Fachfrau/-mann - gerne auch an mich, wenn Sie im Umkreis von Düsseldorf wohnen - er sich Ihren Hund anschaut und mit Ihnen das Training startet, was notwendig ist.

    Viele Grüsse aus Düsseldorf

    Kerstin Gebhardt
    Hundepsychologin/-Trainerin
    www.kerstin-gebhardt.de

  • passpu
    passpu
    schrieb am 11.11.2016

    Hallo Fr. Gebhardt,
    am Dienstag wird sich eine Hundetrainerin unseren Chayron ansehen und dann werde ich eine Hundeschule besuchen. Bis dahin ist eine Schleppleine angesagt.
    Vielen Dank für Ihren Tipp und viele Grüße aus Remscheid
    C. P. Spudic

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