Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Unser Hund hört aufs Wort nur nicht wenn er z.B. Hasen sieht Was tun?

  Bayern
astrid schrieb am 01.06.2014   Bayern
Angaben zum Hund: Mischlinge ab 45 cm, männlich, nicht kastriert, Alter 3-12 Monate

Unser Hund hört wirklich sehr gut, bleibt am Grundstück (nicht eingezäunt) und läuft auch nicht weg, auch nicht bei Spaziergängen. Nicht zu bremsen ist er allerdings, wenn er einen Hasen oder eine Katze sieht. Dann ist er weg und wie im Rausch. Er kommt zwar dann, nachdem er ein paar hundert Meter gelaufen ist, sofort wieder zurück (wildert also nicht weiter), aber es ermöglicht mir kein freies Laufen bei Spaziergängen. Heißt also, dass ich nur mit Leine spazieren gehen kann, denn wir wohnen sehr ländlich und die Gefahr einen Hasen zu treffen ist einfach zu hoch. Wir haben ihn erst mit 6 Monaten als überaus ängstlichen Hund bekommen und ich vermute, dass er vorher schon auf den Jagdgeschmack gekommen ist. Wie kann ich daran arbeiten, dass er bei Sichtung eines Hasen nicht völlig durchbrennt? Ich muss noch hinzufügen, dass er auf Leckerlis im allgemeinen nicht heiß ist und draußen sowieso nicht. Und das er ansonsten ein sehr ängstlicher Hund ist. Ein scharfes Wort und er geht schon in Deckung. Besten Dank im Voraus und viele Grüße

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Antworten(3)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 02.06.2014
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo,
    um Antworten zu können, brauche ich noch einige Angaben:
    Kommt eine Kastration für Sie infrage?
    Was haben Sie gemacht, um seine Furcht umzuleiten?
    z.B. Antijagdtraining - d.h. er geht mit Ihnen zusammen auf die Jagd?
    Hunde möchten immer etwas erleben, wenn sie rausgehen, arbeiten Sie mit
    dem Hund?
    Viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt

  • astrid
    astrid
    schrieb am 03.06.2014

    Hallo Frau Büttner-Vogt, eine Kastration kommt insofern nicht in Frage, weil unser Tierarzt, dem ich sehr vertraue, meinte die grundsätzlich bei ihm verankerte Ängstlichkeit könnte sich dadurch verstärken. Ich muss dazu sagen, dass wir nur erahnen können was in den ersten 6 Lebensmonaten in der Familie, in der er aufgewachsen ist, passiert ist. Er hatte vor allem und jeden Angst: Nasses Gras wenn es dunkel war, der Wind im Weizenfeld, Geschirrhandtuch und Zeitung durfte ich nicht mal anheben und er war weg (Er besteht darauf inzwischen die Zeitung zu tragen ;-) ) Walker mit Stecken = ein Greuel, Fürs freiwillige Autofahren haben wir ein Jahr gebraucht, funktioniert jetzt aber Bestens; Letztendlich haben wir ihm in allen Fällen mit viel Geduld immer wieder gezeigt, dass er vor all diesen Sachen keine Angst zu haben braucht und versucht, speziell beim Autofahren, alles mit etwas Positivem zu verknüpfen; Wenn wir mit ihm auf unserem Grundstück sind, wird viel gespielt mit seinem Fußball, mit der Fresbeescheibe etc. Er darf dann auch rumlaufen wie er möchte (mein Mann arbeitet meistens nebenher) und er bleibt auch trotz nicht eingezäunten Geländes da. Sind wir auf Spaziergängen braucht er seine Düfte. Da ist er nicht großartig an Spielen interessiert...mal ein Steckerl werfen, aber es muss nicht sein. Ich versuche deswegen auch immer Abwechslung bei den Spazierstrecken zu finden, mal an der Donau, mal im Wald...wichtig, dass er Schnüfeln und v.a. auch Artgenossen treffen kann. Anderen Hunden gegenüber ist er sehr aufgeschlossen. Auf die Jagd gehen wir nicht. Ansonsten arbeite ich in die Richtung, dass ich beim Spaziergang immer wieder seine Aufmerksamkeit bekomme, heißt wir üben gezielt z.B. im Wald, dass er an der Leine nicht seine sondern meine Richtung einschlägt. Das klappt alles auch wunderbar und wir sind mit seiner Entwicklung bis jetzt sehr zufrieden. Sieht er allerdings v.a. einen Hasen ist er wie im Rausch. Das Problem ist momentan extrem, weil sich bei uns Hasen niedergelassen haben und eine viel befahrene Bundesstraße ein paar Hundert Meter nur entfernt ist. Wenn es blöd läuft reicht ein Sprint von ihm um zur Straße zu gelangen. Wie gesagt er legt "nur" einen Sprint hin und ist dann sofort wieder da, aber das darf einfach nicht passieren. Ich bin momentan wirklich ratlos, zumal ich solch ein Problem mit unseren vorherigen Hunden nicht hatte. Ich freue mich auf Ihren Ratschlag Viele Grüße Astrid Kilger

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 03.06.2014
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo Frau Kilger,
    das klingt alles toll und sehr gut, was Sie mir geschrieben haben. Leider läßt sich der Zufall
    mit dem Hasen nicht trainieren - sicher Hasen? oder Bau-Kaninchen? - pardon, wenn ich frage.

    Das ist sehr schwierig theoretisch zu schildern. Ich würde versuchen, mit einem Balg zu trainieren, der bewegt, gezogen und durch die Luft geworfen wird. Ihr Hund darf sich nicht bewegen und wird gelobt. Das ist ein schwieriges Training, das viel Körpersprache und Timing erfordert. Ansonsten bleibt leider nur die Schleppleine - besonders im Hinblick auf die Straße....

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