jagdtrieb und ungehorsam

  
AAnnik122-321 schrieb am 16.10.2016   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Wenn ich mit meinen Hund im Wald unterwegs bin ist alles interessanter als ich ob ich bälle oder Leckerlies habe alles andere ist interessanter halt ich habe angst sie von der Leine zumachen weil sie schon nicht an der Schlepp Leine gut hört abend klappt es wenn ich sie an der Schlepp Leine rufe aber nicht immer

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Antworten(1)

  • Kerstin Gebhardt
    Kerstin Gebhardt (Hundetrainer)
    schrieb am 16.10.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo, ja, das kann ich mir vorstellen, daß Ihr jagdlich sehr motivierter Hund im Wald alles interessanter findet als Sie. Hunde, die sehr starkes Jagdverhalten zeigen haben es natürlich schwerer als andere Hunde. Sie müssen eine sehr hohe Konzentration aufbauen, um sich zurückzuhalten und nicht jeder Spur oder jedem Tier hinterher zu hetzen, denn das ist für den Hund das Tollste. Es ist wichtig, daß Ihr Hund unter starker Ablenkung zu fast 90 % das macht, was Sie wollen, dazu ist die Schleppleine gut geeignet. Desweiteren muss es auf dem Spaziergang gewisse Regeln geben, er darf den Radius nicht endlos ausdehnen, nicht ins Unterholz oder gar vom Weg abgehen. Viele fallen schon in Jagdverhalten, wenn sie mit anderen Hunden ein wenig gespielt haben und hauen aus dem Spiel einfach ab. Ob Ball werfen etc. in Ihrem Fall okay ist, kann ich nicht beurteilen. Ja auch Leckerlies ersetzen oft nicht das Hetzen. Der Hund muss lernen, sich zurückzuhalten und Reizen zu widerstehen, daß ist ein langer Prozess und gleichzeitig muss ihm ein Verhalten beigebracht werden, was er in den Situationen zeigen kann. Also im Klartext: Der Hund sieht einen Hasen und will losrennen. In dem Moment, wo er den Hasen wahrnimmt, muss er das Ersatzverhalten abrufen können, z.B. zu Ihnen schauen und dann laufen Sie in die entgegengesetzte Richtung und wenn er hinter Ihnen anstatt des Hasens läuft, wird er belohnt. Oder es fliegt in dem Moment ein Futterbeutel in die entgegengesetzte Richtung, den er dann apportieren kann. Dies verlangt aber gutes Timing und Training und Sie müssen zunächst ohne Ablenkung üben, z.B. Apportieren des Futterbeutels, und dann weiter steigern, bis es im Notfall dann auch klappt. Außerdem sollte Ihr Hund sich draußen an Ihnen orientieren, belohnen Sie jeden Blickkontakt, geben Sie ihm Aufgaben etc. Er muss geistig und körperlich ausgelastet werden. Machen Sie Suchspiele mit ihm, üben Sie Kommandos und versuchen Sie herauszufinden, wann er eigentlich schon mit dem Jagen anfängt. Melden Sie sich gerne bei mir - wenn Sie in der Nähe von Düsseldorf wohnen - sofern Sie sich alleine unsicher fühlen.

    Viele Grüsse aus Düsseldorf
    Kerstin Gebhardt
    Hundepsychologin/-Trainerin
    www.kerstin-gebhardt.de

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