Was tun, wenn Familienhund aggressiv gegenüber unserem Baby ist?

  
August2022 schrieb am 08.12.2022   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Hallo zusammen,


ich brauche Rat bzw. eine professionelle Einschätzung einer belastenden Situation. Mein Partner und ich haben dieses Jahr unser erstes Kind bekommen, der Kleine ist mittlerweile 11 Monate und läuft bereits fast und krabbelt fleißig umher. In der Familie meines Partners gibt es 3 Hunde, davon noch ein recht Großer und ein, in meinen Augen, unsozialisierter kleiner Rüde. Bereits vor unserem Baby war sein Temperament kaum zu bändigen, anspringen, hochspringen der Leute, überall rauf springen, auf jede Couch etc. etc... Es wurde nie etwas unternommen.


Bereits in der Schwangerschaft ist er mir einmal voller Wucht auf den Bauch gesprungen, obwohl ich auf einem Stuhl saß. Nun mit Baby geht es weiter... er springt an ihm hoch, schnuppert manchmal, dann knurrt er, will ruckartig zu ihm, bellt oder oder... ich war jedes Mal angespannt, hab es noch irgendwie toleriert bzw. das Kind zu mir genommen, da ich dachte es wird besser, er muss sich nur dran gewöhnen. Der Hund musste vom Besitzer meist festgehalten oder zurück gezogen werden, weil er total wild und stürmisch ist. Als die Familie vor Kurzem bei uns in der Wohnung zu Besuch war und unser Sohn hier nun mal krabbelt und die Welt entdeckt, baten wir die Familie den Hund bitte an der Leine zu lassen. Auf die Frage, ob er dann sonst ohne Leine hören würde und ruhig bleibt, bekamen wir ein...naja kann man nicht versprechen.


Der Hund war 2-3 Stunden kaum zu bändigen, zog wie wild an der Leine in Richtung unseres Kindes, knurrte oder bellte sogar schon mal... Ich fand es schrecklich, aber war froh, dass die Leine überhaupt dran war. Da wir das in dem Elternhaus nun nicht verlangen können, sprechen wir unseren Unmut mehrfach an, dass wir Angst haben, der Kleine aber nicht mehr auf dem Schoß zu halten sei und wie das in Zukunft laufen soll, dass wir Sorge haben und unser Kind der Situation nicht mehr aussetzen möchten. Es wird oft runtergespielt und sowas gesagt wie: dann müssen wir halt alle mehr aufpassen oder oder. Die Hunde mal zu Hause zu lassen oder abgetrennt vom Kind oder an der Leine .. werden als "schlimm für die Hunde" angesehen bzw. kommt es mir so vor.


Es ist kurz vor dem Eskalieren, wie sollen wir uns verhalten? Wir haben das Gefühl, dass die Gefahr nicht gesehen wird und die Hunde die selben Rechte und Stufe erhält wie unser Kind. Noch zur Info: der kleine Rüde kann oder darf aktuell nicht in einen Hunde Kindergarten, da er dort die anderen Rüden angeht. Seine Mutter will nun ggf. mal zu einem Hundetranier. Uns wird zudem gesagt, dass wir entspannen sollen und keine Panik machen sollen...ich bin sprachlos und hoffe um Einschätzung der Situation?


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Antworten(1)
  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 09.12.2022
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Guten Tag,
    da bin ich auch völlig sprachlos!!
    Die Situation ist für Ihr Kind hochgefährlich und wird eskalieren, wenn das Baby auf dem Boden krabbelt - es ist in höchster Gefahr. Stellen Sie sich vor, der Hund beißt Ihr Kind ins Gesicht! Diese Narbe verzeihen Sie sich nie
    Verbitten Sie sich diese Übergriffe! Sprechen Sie mit Ihrem Partner: Entweder der Hund bleibt zu Hause oder die Eltern kommen nicht. Bleiben Sie unbedingt hart und beschützen Sie Ihr Kind!!! Da ist erziehrisch nichts zu machen, weil auch eine Hundeschule hier nicht hilft, weil die Eltern nicht wollen. Bleiben Sie hart, lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
    Sie dürfen nur kommen, wenn der Hund für immer durchgehen an der Leine bleibt. Da ich den Eltern (pardon) nicht traue, bestsehen Sie darauf, dass der Hund angebunden wird - unbedingt! Vermutlich ist der Rüde auch nicht kastriert?
    Völlig unerzogen, wild und ohne Bindung, der Hund kann einem leidtun. Aber nicht auf die Kosten Ihres Kindes. Wenn Sie es nicht machen, könnte es sein, dass Ihr Kind eine lebenslange Hundeangst entwickelt, das wäre sehr schade:
    Setzen Sie sich durch, geben Sie nicht nach, es geht um die Gesundheit Ihres Kindes,
    ich drücke Ihnen sehr herzlich die Daumen
    viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt
    www.hundimedia.de

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