Hund lässt sich schnell ablenken,hört nicht und bellt Hund/Mensch an

  
sina26.2 schrieb am 14.10.2016   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Hallo,
ich habe einen Labrador Rüden der 1 Jahr und 4 Monate alt ist. Ich habe ihn als Welpe zu mir genommen und habe die Welpenschule, Junghundeschule besucht und bereite mich mit ihm auf die Begleithundeprüfung vor. Auf dem Hundeplatz hört er auch in Anwesenheit mehrerer Hunde gut und ich habe keine Probleme mit ihm. Er lässt sich auch aus der Gruppe beim Spielen abrufen etc. Wenn ich jedoch mit ihm Spazieren gehe, habe ich wirklich ein Problem und er zeigt sich ganz anders. Begegnen wir anderen Hunden oder Menschen, rennt er bellend auf die zu und stellt die Nackenhaare hoch. Er lässt sich dann auch nicht abrufen, oder für einen Dummy begeistern. Ich lasse ihn seine ganze Futterration bereits über einen Futterbeutel erarbeitet, aber in den oben beschriebenen Situationen lässt er den Dummy einfach liegen und es interessiert ihn überhaupt nicht. Zudem habe ich versucht, mich auf den Spaziergängen für ihn spannender zu machen, aber auch einen Ball holt er nur 1-2 mal und dann lässt er ihn einfach liegen. Um zu verhindern, dass er auf andere Menschen oder Hunde los stürmt, oder jagen geht ( was er leider auch gerne tut) habe ich es mit einer Schleppleine versucht. Das ging leider auch nicht, da ich eine sehr zierliche Person bin und mein Hund mir körperlich einfach total überlegen ist, wenn er an der Schleppleine erst mal 2-3 Schritte Anlauf genommen hat. Da kann ich ihn einfach nicht halten. Daher gehe ich im Moment nur noch mit einer kurzen 2 m Leine mit ihm Gassi. Im Garten kann er sich austoben, aber ich möchte ihm gerne einen artgerechten Auslauf bieten können, sodass er wieder frei durch den Wald laufen kann.
Ich verstehe nicht, wieso er auf dem Hundeplatz so gut mitarbeitet, und außerhalb dessen total ausgewechselt ist. Er lässt sich auch außerhalb des Hundeplatzes von jedem Rascheln im Gebüsch sofort ablenken und ich bin dann nur noch Luft für ihn.
Was kann ich tun, damit wir ein gutes Team werden?
Vielen lieben Dank schon mal im Voraus für Tipps

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Antworten(1)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 15.10.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (3)

    Guten Tag,
    das ist das Ärgerliche an Welpenspielstunden. Früh werden die Hund auf andere Hund geprägt, auf einen Zaun drumherum und auf Übungen in einer "unwirklichen" Zone. Das müssen Sie nun büssen. Sie haben nie draußen "Bindung" aufbauen können. Ihr Hund nimmt Sie nicht ernst und hat sie vorläufig abgehakt.
    Zuerst einmal müssen Sie Ihren Hund zurück erobern und viel mit ihm allein gehen, bis er Sie wieder ernst nimmt- dies ist der erste Schritt hierzu. Stellen Sie sich auf eine lange Zeit ein, um sich den Hund zurück zu erobern:
    Beginnen Sie Ihren Hund zu beschützen und zu führen. Hunde versuchen alles „weg zu bellen“, wenn sie uns nicht zutrauen, mit der Situation klar zu kommen.
    Bauen Sie Vertrauen auf:
    Ab sofort führen Sie: Der Hund geht an der Leine HINTER Ihren Füßen, sie gehen niemals auf einen Hund oder einen Menschen zu. Meistens liegt es am fehlenden Vertrauen zu uns. Sie vermitteln Ihrem Hund Sicherheit, indem Sie ihn immer beschützen. Schutz gibt es in allen Strukturen mit Eltern, Lehrern und Chefs – die guten machen uns sicher und gelassen, wir wissen, was wir tun sollen.
    Fremde fassen Ihren Hund vorerst nicht an und Sie vermeiden es, dass der Mensch Ihren Hund ansieht. Sie gehen Bogen und Kreise und lassen Ihrem Hund Zeit, sich – unter Ihren Schutz und an der Leine – in Ruhe anzunähern. Grundsätzlich ist Ihr Hund HINTER Ihren Füßen und wichtig: IHR KÖRPER IST OHNE AUSNAHME IMMER DAZWISCHEN!!!! Eine Hund an Hund-Begegnung geht grundsätzlich schief. Gehen Sie auch in die andere Richtung oder schirmen Sie ihn am Rand ab. Er sollte nichts mehr zu „erledigen“ haben – Sie führen und geben Richtung und Verhalten an.
    Bei Ihnen ist es vielleicht auch das Problem, dass Sie zu lange in die Situation hineingehen. Rufen Sie früher ab, leinen Sie früher an, seien Sie immer vorausschauend und ein bisschen fixer als Ihr Hund.
    Nehmen Sie Menschen, die Ihnen entgegenkommen, als „Übung“. Zeigen Sie Ihrem Hund, dass sie seine Furcht /Unsicherheit ernstnehmen. Alle Hunde in meinem Training haben es geschafft, als die Besitzer mit dem Schutzprogramm angefangen haben. Genauso gehen Sie an unbekannte Dinge heran – umkreisen unter Ihrem Schutz, mit Ihrem Körper dazwischen (!) gern ein Leckerchen, wenn es klappt – lassen Sie sich bitte viel Zeit, nicht nur „probieren“.
    Nach einer Weile wird Ihr Hund schon selbst an Ihre andere Seite gehen, weil er sich dort wohl fühlt und auf Ihren Schutz vertraut – das ist für Sie ein tolles Gefühl!
    Es wäre auch toll, wenn Sie nicht nur „Gassi-gehen“, sondern Ihren Hund geistig trainieren und beschäftigen, damit er sich nicht langweilt. Hierzu finden Sie alles auf meiner
    Homepage: www.hundimedia.de
    Bücher „Spiel und Spaß mit Hund“ und „Mehr Spiel und Spaß mit Hund“ Film: „Der Weg ist das Ziel: 222 Möglichkeiten den Hund zu beschäftigen.
    Partner: Hundewelt, siehe meine Artikel
    Und www.fuettere-gutes.de
    Aber wenn Sie draußen nur spielen und nicht mit ihm arbeiten, wird Ihr Frust noch größer,
    Sie können mir gern antworten,
    viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt

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