Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Hört schlecht. Bellen bei kleinstem Geräuschen

  Brandenburg
Karateomi schrieb am 13.07.2015   Brandenburg
Angaben zum Hund: Jack Russel Parson misch, weiblich, kastriert, Alter über 5 Jahre

Wir sind beide zu hause und unser Hund hört ein Geräusch. Auto fährt langsam vorbei oder es klingelt. Dann bellt unsere Leni und lässt sich nicht beruhigen. Nachts hört die stimmen vom Nachbarn. .. auch hier lautes Bellen.

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Antworten(1)

  • Sabine Kutschick
    Sabine Kutschick (Hundetrainer)
    schrieb am 18.07.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo, um hier Empfehlungen geben zu können, müßte man noch genauer wissen, wie sie in der Situation reagieren.
    Wenn Leni die Autos anbellt, bekommt sie irgendein Kommando von Ihnen ( aus, pfui, lass dass)? Da sie ja anscheinend nicht darauf reagiert, wäre es sinnvoll, sie mit Hilfe einer an einem Geschirr befestigten Hausleine wortlos aus der Situation herauszuholen und z.B. ins Nachbarzimmer zu bringen. Dort bekommt sie eine Auszeit. Erst wenn sie leise ist, darf sie wieder raus. Sie wird heftig und lautstark protestieren, da sich ihr vorheriges Verhalten in ihren Augen richtig gelohnt hat, denn sie hat ihre Aufmerksamkeit bekommen.
    Nachts wäre es gut, wenn sie ebenso verfahren könnten? Gibt es ein Zimmer, welches nicht an andere Wohnungen grenzt?
    Damit sie beim Klingeln nicht bellt, können sie folgendes üben: postieren sie eine Hilfsperson vor der Tür, diese klingelt. Die Hündin bellt, sie schicken sie auf ihren Platz. Es klingelt wieder. Ist die Hündin leise, dürfen sie sie belohnen. Dies üben sie bitte solange, bis die Hündin, wenn es klingelt von alleine auf ihren Platz geht und auf ihre Belohnung wartet. Sie ist clever, das wird sie sehr schnell merken, dass es sich für sie lohnt.
    Die nächste Steigerung wäre die Tür zu öffnen und den Besuch hereinzulassen. Dazu wäre es gut, wenn sie die Hausleine aufnehmen, den Hund neben sich sitzen lassen und den Besuch hereinlassen. Macht sie Theater, hat sie Pech und kommt ins Nebenzimmer. Ist sie leise, darf sie wieder heraus. Auch hier wird sie schnell lernen, dass es sich ab jetzt lohnt, leise zu sein, denn dann darf sie mit dabei sein.
    Der Vorteil einer Hausleine besteht darin, dass sie auf Distanz auf den Hund einwirken können. So verhindern sie, dass die Hündin ihnen gegenüber ein Meideverhalten entwickelt.
    Günstig wäre es vielleicht auch, mit den Nachbarn über ihr Problem und das Training zu sprechen , sie vielleicht sogar mit einzubeziehen (Klingel, Besuch), so geht man Ärger wegen Ruhestörung aus dem Weg.
    Halten sie durch und seien sie konsequent, dann werden sie auch Erfolg haben.

    Mit freundlichen Grüßen Sabine Kutschick

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