Hund ist misstrauisch gegenüber allem und jedem

  
LaetitiaK schrieb am 31.08.2020   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Hallo zusammen, bevor ich meine Frage stelle, schildere ich kurz meine aktuelle Situation: Vor knapp einem Monat kam die kleine Neva (15 Monate, Mischling) aus Griechenland von einer Tierschutzorganisation zu uns. Von Beginn an wirkte sie sehr zurückhalten und misstrauisch, kam die ersten Tage auch garnicht aus ihrer Box. Als wir sie in unseren Garten gesetzt haben, kam sie raus und begriff ganz schnell, dass sie außerhalb der Wohnung ihr Geschäft verrichten soll. Nach 4 Wochen ist sie allerdings immer noch sehr ängstlich, auch in der Wohnung. Wir geben ihr Raum & Zeit sie zu erkunden, passieren tut allerdings nichts. Sie frisst mittlerweile schon prima, allerdings nur, wenn der Napf keine 2 Meter von ihr entfernt aufgestellt wird. Aus dem Körbchen kommt sie nur zum Trinken, beobachtet uns allerdings sehr genau.


Generell hat sie leider immer eine eingezogene Rute, außen sowie in der Wohnung. Sie schmust zwar sehr gerne, da wackelt das Schwänzchen auch schon mal, allerdings zum Spielen kann man sie nicht wirklich animieren. Beim Gassi-Gehen hat sie zwei Persönlichkeiten. Entweder sie läuft brav und ganz entspannt neben mir her oder sie zieht sehr an der Leine, sucht jedoch immer wieder meinen Blickkontakt. Wenn ich ihren Namen rufe (und ich bin mir sicher, dass sie weiß dass ich etwas von ihr möchte), meidet sie allerdings gezielt meine Blicke.


Autos und Geräusche, die immer da sind, sind kein wirkliches Problem mehr, jedoch ist sie sehr empfindlich was plötzliche Geräusche angeht. Auch wenn es mein Schuh ist der am Bordstein hängen bleibt, sie zuckt sofort zusammen und möchte der Situation entfliehen. Die Rute ist auch hier durchgängig eingezogen. Leckerchen und Belohnungen nimmt sie nur, wenn sie in gewohnter und stressfreier Umgebung spazieren geht, was es mir sehr schwer macht Sachen die sie richtig macht zu Belohnen.


An Training ist nicht zu denken, sie ist leider kein Hund der mit Leckerlis wirklich zu bestechen ist. In Stresssituationen sucht sie keinen Schutz, sondern möchte so schnell es geht aus der Situation fliehen. Mit Hunden hat sie kein Problem (solange sie sie nicht anbellen), geht aber auch nicht aktiv auf sie zu. Fremden Menschen wirkt sie auch eher misstrauisch gegenüber aber nie aggressiv! Sie hat noch nie gebellt, geknurrt oder ähnliches. Generell aber wirklich eine ganz liebe Seele, der denke ich etwas Schlimmes passiert sein muss.


Nun zu meinen Fragen: Wie kann ich der Kleinen zeigen, dass ich es nur gut mit ihr meine und sie mir vertrauen kann? Wie reagiere ich in Stresssituationen? Wie kann ich sie aus ihrem Körbchen locken? Wie kann ich gegen ihre Angst vorgehen, wenn es keine gezielten Auslöser gibt? Ich denke sie hat vor allem ein wenig Angst ... Ich möchte auf jeden Fall eine Hundeschule besuchen, weiß nur nicht, ob sie dazu schon bereit ist. Deshalb versuche ich mein Glück mal bei euch und hoffe ihr könnt mir helfen! Im Voraus schon vielen vielen Dank! :-) Ich freue mich auf ihre Antwort!

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Antworten(1)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 15.09.2020
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Guten Tag,
    Ihre Frage ist sehr schwer zu beantworten. Im Grunde machen Sie alles richtig und ich kann Ihnen nicht sagen, ob sie je Vertrauen fasst oder nicht.
    Ich habe schon erlebt, dass bei so einer Art Hund plötzlich "der Knoten platzt" und sie zu vertrauen beginnt. DAs kann Ihnen auch passieren, weil Hunde ungeheuer anpassungsfähig sind.
    Geben Sie kein Futter mehr in den Napf, sondern füttern Sie aus der Hand. Dafür muss sie etwas leisten, zum Beispiel in eine unbekannte Straße 5 m hineingehen. Oder mit eine Situation erkunden oder sich einem Geräusch stellen. Fressen plus Stress geht nicht, deshalb ist Fressen ein Anhaltspunkt. Sie geben Futter für Leistung. Führen Sie sie hinter Ihren Füßen niemals vorne, wo sie mit allem selbst fertig werden muss.... Seien Sie immer und in jedem Fall Schutzperson. Schirmen Sie sie ab und setzen Sie sie keinem Stress aus - das kommt später.
    "Hundeschule" eher nicht im Augenblick, eher eine Hundewiese, wo sie sich vielleicht einmal entspannen kann (oder auch nicht).
    Sie sollten über das Füttern die absolute Bezugsperson werden, ohne die nix geht ... und haben Sie Geduld, es kann Monate dauern...
    Viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt
    www.hundimedia.de

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