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Hund zeigt wechselndes Angstverhalten

  
Laska1 schrieb am 14.11.2020   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Hallo,


wir haben vor 2 Monaten ein mini Australien shepherd Welpen, 5 Monate alt, aus den Tierheim geholt. Dieser wurde von vornerein als zurückhaltend und schüchtern abgegeben. Sie hat sich aber bei uns super eingelebt, draußen ist sie sehr nervös und achtsam, die Rute ist fast immer eingeklemmt, ist aber auch schon besser geworden. Was aber merkwürdig ist, ist das sie zwischendurch auch Angst vor uns hat. Vor Fremden sowieso immer, auch vor Hunden, die sie bereits kennt und mit denen sie regelmäßig spielt.


Von einen in den anderen Moment duckt sie sich und pinkelt, in verschiedenen Situationen, bei denen vorher aber alles gut war. Dann geht es zwei drei Tage gut und sie zeigt gar keine Angst uns gegenüber, ist verspielt, läuft stolz und mit Rute nach oben, man kann sie streicheln und mit ihr spielen und rufen sodass sie ohne Angst kommt, dann plötzlich als würde es im Kopf Klick machen hat sie wieder Angst, duckt sich, läuft geduckt, Rute eingeklemmt, kratzt sich vor Nervosität und kauert im Körbchen und wenn man ihr zu nahe kommt, sie anspricht oder einfach nur anschaut, dann pinkelt sie rein oder sonst irgendwohin, wo sie grade ist.


Wenn das ein Außenstehender sieht, der könnte denken wir misshandeln, schlagen sie oder sonst was, so benimmt sie sich. Selbst beim Halsband anlegen pinkelt sie, macht direkt den Hintern runter, duckt sich heute, morgen aber nicht, übermorgen aber wieder. Wir haben das Verhalten ignoriert, bringt nix, geschimpft, bringt nix. Was sollen wir tun?


Wir wissen nicht mehr wie wir sie ansprechen sollen, sie pinkelt und hat Angst und pinkelt ohne jeglichen erkennbaren Grund. Ich verzweifle. Wie kann ein Hund zwei, drei Tage Angst vor uns haben und die nächsten 2 Tage nicht, in den selben Situationen und dann ohne Grund wieder Angst und alles vollpinkeln obwohl sie stubenrein ist. Wir sind eine Familie mit einem 5-jährigen (vor ihm hat sie nie Angst) und einen 5 Monate alten Baby und eine 13-jährigen alten Perserkatze.


Hat jemand mit so einem Verhalten Erfahrung. Ich habe sowas noch nie gehört und nie gesehen. In meine Familie gab es immer Hunde, aber sowas noch nie ...

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Antworten(1)

  • Kerstin Gebhardt
    Kerstin Gebhardt (Hundetrainer)
    schrieb am 19.11.2020
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo, danke für Ihre eMail. Wenn ein Hund dieses Verhalten zeigt, ist das für den Menschen nicht schön und oftmals fragt man sich, warum es so ist. Aus der Sicht des Menschens gibt es dafür keinen Grund und man selbst handelt ja nicht, um dem Hund Negatives anzutun. Die Situationen, in denen Ihr Hund Angst hat - sollte man genau untersuchen - was ist, davor passiert oder was ist an dieser Stelle passiert - vielleicht auch schon Tage vorher. Hat es mit dem Geruch von mir oder meiner Körperhaltung zu tun. Wirke ich bedrohlich auf den Hund. Ihr Hund kann aufgrund seiner Herkunft schlechte Erfahrung oder aber gar keine Erfahrung gesammelt haben. Es ist wirklich Detektiv-Arbeit gefragt. Wenn ein Hund Angst vor etwas hat, wird im Körper des Hundes Cortisol freigesetzt. Dieses Cortisol bleibt u.U. bis zu 36 Std. im Körper des Hundes. Wenn er also heute vor irgend etwas große Angst hat und ich als Mensch kann ihn nicht beruhigen durch beispielsweise streicheln etc. und damit das Cortisol abbauen - bleibt es im Körper des Hundes. Wenn dann am nächsten Tag noch weiterer Stress durch Angst hinzukommt, dann potenziert sich das Cortisol und es wird u.U. immer schlimmer. Suchen Sie sich eine Fachfrau/-mann, die/der Ihnen hilft, den Hund einzuschätzen und die Ängst versucht mit Ihnen zu erkennen und dann abzubauen.

    Viele Grüße aus Düsseldorf

    Kerstin Gebhardt
    Hundepsychologin/-trainerin
    www.kerstin-gebhardt.de

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