Hund kratzt seit drei Wochen an der Tür, was tun?

  
Uemmerich schrieb am 23.03.2021   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Unser Hund Sam (10) ist seit vier Jahren bei uns. Es war immer ein harmonisches Zusammenleben. Er war es gewohnt tagsüber in seiner gewohnten Umgebung alleine zu sein. Wenn wir von der Arbeit nach Hause kommen, freut er sich und hat unsere gesamte Aufmerksamkeit.
Seit drei Wochen zerkratzt er unsere Tür. Immer in dem Zeitraum zwischen 07.30 Uhr und 08.30 Uhr, wir haben eine Wildkamera im Wohnzimmer aufgestellt. Es sind sonst keine Veränderungen sichtbar. Wenn wir nach Hause kommen zittert er und traut sich nicht mehr von seinem Platz. Wir sind ziemlich fertig mit den Nerven und wissen nicht mehr was wir tun können.

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Antworten(3)

  • Kerstin Gebhardt
    Kerstin Gebhardt (Hundetrainer)
    schrieb am 24.03.2021
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo, danke für Ihre eMail. Hunde verändern sich und es kann sein, daß mit zunehmendem Alter etwas nicht mehr so klappt wie vorher. Ich habe noch einige Fragen zu der Situation. Passiert es auch am Wochenende, daß zwischen 7.30 und 8.30 h er an der Tür kratzt oder ist es nur an einem Wochentag. War vor 3 Wochen in der Zeit irgend etwas, was ihm Angst gemacht hat, z.B. Geräusche draußen oder im Treppenhaus, die sich jeden Tag wiederholen. Was passiert nach 8.30 h geht er dann auf seinen Platz und alles ist okay? Wann kommen Sie nach Hause? Liegt er in der Zwischenzeit in seinem Korb oder geht er umher? Wie lange muss er alleine bleiben? Fängt er erst wieder an zu zittern, wenn er Sie kommen hört? Was machen Sie, wenn Sie die Kratzspuren an der Tür sehen, schimpfen Sie? Gibt es noch andere Situationen, wo Sam sehr ängstlich ist? Bitte melden Sie sich!

    Viele Grüße aus Düsseldorf

    Kerstin Gebhardt
    Hundepsychologin/-trainerin
    www.kerstin-gebhardt.de


  • Uemmerich
    Uemmerich
    schrieb am 24.03.2021

    Hallo, vielen Dank schon einmal für die Bearbeitung. Am Wochenende verhält sich Sam normal und kratzt nicht an der Tür. Es passiert nur montags bis freitags. Vor drei Wochen wurden in der Nähe unseres Grundstücks Bäume gefällt, ob das genau in der Zeit war ist mir leider nicht bekannt. Sam ist von Natur aus sehr ängstlich. Nach der Stund geht er auf seinen Platz und bleibt dort bis mein Mann oder ich nach Hause kommen. Er fängt dann an zu zittern wenn wir rein kommen, als wenn er wüsste das er was falsch gemacht hat und Angst vor Ärger hat. Am Anfang haben wir mit ihm geschimpft. Jetzt ignoriere ich die kaputte Tür und mache im normalen Tagesablauf weiter. Leider ist es immer unterschiedlich wann wir nach Hause kommen. Das war nie ein Problem für ihn. In letzter Zeit kommt mein Mann immer später nach Hause, ihn vermisst Sam dann schon, da er halt Sams Chef ist.
    Ich hoffe ich habe alle Fragen beantwortet. Freu mich von Ihnen zu hören.

  • Kerstin Gebhardt
    Kerstin Gebhardt (Hundetrainer)
    schrieb am 25.03.2021
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo, ob es etwas damit zu tun hat, dass die Bäume gefällt wurden, kann sein muss jedoch nicht. Mich irritiert etwas, dass es von montags-freitags stattfindet und am Wochenende nicht. Wahrscheinlich weil Ihr Mann dann da ist. Wenn Sie nach Hause kommen und Ihr Hund zittert, ignorieren Sie Ihren Sam bitte nicht mehr. Wenn Ihr Hund soviel Angst hat, setzt sich Cortisol im Körper des Hundes frei und dieses kann bis zu 1,5 Tage im Körper bleiben. Wenn Sie nach Hause kommen und Ihr Hund ist in dieser Verfassung, beruhigen Sie ihn bitte durch Streicheln, Massieren etc. bis er wieder angstfreier ist. Früher sagte man immer, wenn der Hund Angst hat muss man es ignorieren. Es gibt neue Erkenntnisse, beachten oder beruhigen verschlimmert die Angst nicht, sondern das sog. Kuschelhormon Oxytocin wird freigesetzt und beruhigt den Hund und er ist nicht in dieser Dauer-Angstphase. Sie schreiben, dass Ihr Mann Sams Chef ist, vielleicht ist aber auch hier der Ansatz, dass er mit Ihrem Mann mit möchte. Es sollte genau geklärt werden, warum Ihr Hund plötzlich diese Verlustängste hat, dies ist leider durch eine reine Online-Beratung schwierig. Das beste ist, wenn Sie sich Hilfe bei einer Fachfrau/-mann suchen, der Sie besucht und dann klärt was hinter dem Verhalten steckt.

    Viele Grüße aus Düsseldorf

    Kerstin Gebhardt
    Hundepsychologin/-trainerin
    www.kerstin-gebhardt.de

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