Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Angst

  Nordrhein-Westfalen
Andreas_Bronzel schrieb am 04.12.2015   Nordrhein-Westfalen
Angaben zum Hund: Mix, weiblich, nicht kastriert, Alter 1-5 Jahre

Hallo zusammen,

Meine frage lautet wieso mein hund so extrem viel angst hat?!

Ein paar Beispiele:
-Wenn ich meinen hund streicheln will und ich habe ihn seid mittlerweile 2 jahren, zuckt er manchmal vollkommen zusammen legt sich auf den rücken zieht seinen schwanz ein und versucht mich permanent abzulecken!

-Er hat sich einmal beim gassi gehen vor einer nachbarstür erschrocken weil ein anderer größerer hund ihn angebellt hat, seitdem wenn wir kurz vor der tür sind bekommt mein hund einen kamm fängt an zu schnaufen zieht seinen svhwanz ein und wenn er eine gestalt sieht fliipt er komplett aus!

-Große angst vor kleinen kindern und männern, manchmal schnappt sie sogar zu, sie beißt zwar nicht aber wenn die person sich vom hund wegdreht oder weggeht will unser hund immer in die verse beißen!

Dies sind ein paar Beispiele es gibt da noch mehr aber denke das dies wahrscheinlich erstmal reicht...
Es wäre super wenn sie mir helfen könnten wie sich mein hund sicherer fühlt!

Viele Grüße
Andreas Bronzel

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Antworten(1)

  • Gabriele Holz
    Gabriele Holz (Hundetrainer)
    schrieb am 04.12.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Guten Morgen,

    warum Hunde Angst haben, hat unterschiedliche Gründe. Einer der Gründe kann auch bereits in der pränatalen (vorgeburtlichen) Phase liegen. Andere Gründe können im Lernverhalten liegen. Wie alt war Ihre Hündin denn, als Sie zu Ihnen kam und was wissen Sie von der Vorgeschichte?

    Hunde können nur lernen, wenn Sie nicht unter Stress stehen. Daher müssen Sie immer ein stressfreies Klima haben, wenn Sie Ihrer Hündin etwas beibringen wollen.

    Erstes Gebot sollte daher sein, dass Sie Ihrer Hündin in den verschiedenen Situationen Zeit geben ihre Gefühle zu verarbeiten. Zwingen Sie sie nie in eine Situation oder z.B. an einen angstmachenden Reiz vorbei.

    Übernehmen Sie die Gefahrenabwehr. Hat Ihre Hündin vor einem Gegenstand Angst, gehen Sie ohne Ihre Hündin dorthin und untersuchen diesen. Damit machen Sie Ihrer Hündin klar, dass Sie die Gefahrenabwehr übernehmen.

    Das geht natürlich nicht bei entgegenkommenden Personen. Hier sollten Sie immer darauf achten, dass Ihre Hündin von Ihnen abgeschirmt wird. Lassen Sie es nicht zu, dass Personen bedrohlich wirkend auf Ihre Hündin zu gehen. Was für Ihre Hündin bedrohlich wirkt, wird Sie Ihnen durch ihre Körperhalten sagen.

    Bei Geräuschen bleiben Sie gelassen. Gehen Sie da nicht auf die Ängste Ihrer Hündin ein. Beruhigen Sie sie nicht, sondern verhalten Sie sich eher ausgelassen. Vielen Hunden hilft es, wenn Sie dann eine Aufgabe bekommen, die sie gut ausführen können. Z.B. ein Suchspiel, ein Handtouch, ein Sitz, oder auch Fuß.

    Machen Sie Übungen mit Ihrer Hündin, in der sie die Körperwahrnehmung schult. Ideen finden Sie im Internet wenn Sie nach Tellington Touch suchen.

    In schlimmen Fällen kann es hilfreich sein, das Tier medikamentös zu unterstützen. Sprechen Sie hierüber mit Ihrem Tierarzt.

    Herzlichst
    ihre Gabriele Holz
    www.wolf-inside..de

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