Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Welpe hat Berührungsangst

  Hessen
JessiG schrieb am 13.03.2018   Hessen
Angaben zum Hund: Berner Sennenhund, männlich, nicht kastriert, Alter 2-5 Monate

Unser 5 Monate alter Berner Sennenhund Welpe lässt sich von niemandem außer mir und meinem Partner anfassen. Er schnuppert und ist interessiert, frisst auch Leckerli aus der Hand von anderen Menschen aber weicht ansonsten zurück sobald eine Hand versucht ihn zu berühren - sowohl bei Fremden als auch bei Personen die er schon oft gesehen hat (z.B. engen Familienangehörigen). Schlechte Erfahrungen hat er bei der Züchterin angeblich keine gemacht. Er war der einzige Welpe aus dem Wurf, der anfangs sehr scheu vor Menschen war die er nicht kannte und auch vor anderen Hunden große Angst hatte und da immer noch verhalten reagiert. Er war schon bei der Züchterin ein Einzelgänger und wollte auch mit seinen Geschwistern nicht spielen.

Insbesondere das Nicht-Anfassen-Lassen wird nun für uns zum Problem. Da mein Partner in Schichten arbeitet und ich den Hund mit ins Büro nehmen kann, ist normalerweise immer jemand von uns da. Es gibt jedoch auch Situationen, in denen wir ausnahmsweise jemanden brauchen der stundenweise auf den Hund aufpasst. Wir hatten von Anfang an mehrere Betreuungspersonen (meine Mutter, Freunde) in petto, die auch gern bereit sind auf den Hund aufzupassen - jedoch nur wenn er sich zumindest anleinen lässt. Bisher konnten wir in solchen Notfällen noch irgendwie die Schicht tauschen oder frei nehmen, das ist aber keine Dauerlösung. Auch eine Tagesleine ist für ein oder zwei Stunden kein Problem, wenn es aber um einen längeren Zeitraum geht, in dem der Hund fremdbetreut werden muss, fühlt sich die Betreuungspersonen überfordert wenn sie den Hund gar nicht anfassen kann falls einmal etwas sein sollte.

Wie können wir unserem Hund die Angst nehmen, sodass er sich zumindest von Menschen die er kennt anfassen und anleinen lässt? Wir lesen oft, der Hund braucht Zeit - die haben wir aber nur begrenzt, da wir nicht immer frei nehmen können....wir brauchen eine zeitnahe Lösung! Darüber hinaus haben wir die Sorge, dass er, wenn er in die Pubertät kommt, anfangen könnte zu schnappen, was insbesondere im Büro zum Problem werden könnte.

Für einen Ratschlag wäre ich sehr dankbar!



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Antworten(1)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 13.03.2018
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Guten Abend,
    dieses Problem lässt sich nicht zeitnah lösen, weil er es beim Züchter gezeigt hat und es wohl da auch "passiert" ist, was auch immer. Nehmen wir einmal an, jemand hat ihn dort grob angefasst, er hat es generalisiert und auf Menschen und Hunde übertragen.
    Eine Angststörung bei Menschen und Tieren ist eine sehr tiefgreifende Sache, die eine kompetente Therapie benötigt. Langsamstes Annähern Ihrer Personen, die mit dem Hund umgehen sollen, wäre anzuraten.
    Ich sage Ihnen ganz ehrlich, dass dieses Forum mit den Möglichkeiten des Schreibens für den Fall nicht geeignet ist, da man mit IHNEN ein genaues körpersprachliches Training machen müsste. Jede Bewegung muss stimmen, nichts darf schnell gehen, keiner darf den Hund bei diesem Training ansehen. Wenn Sie gelernt haben, wie Sie den Hund stabiler machen können, müsste langsam mit anderen Personen begonnen werden. Alles, was zu schnell passiert, kann Rückschritte bedeuten.
    Was ein bisschen helfen könnte, aber auch nicht, wäre den Hund hungern zu lassen und ihn konsequent aus der Hand zu füttern - wenn aber hier die Körpersprache nicht stimmt, muss es nicht klappen...
    es tut mir sehr leid, dass ich Ihnen nicht besser helfen kann,
    viele Grüße
    Inge Büttner-Vogt

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