Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Verhalten beim Angsthund

katzenaugen70 schrieb am 26.02.2016
Angaben zum Hund: Mischlinge bis 44 cm, männlich, nicht kastriert, Alter 3-12 Monate

Unser Sammy, ca. 1 J., lebte bis vor 5 Mon. Im Shelter, seit Sonntag ist er bei uns. Er hat vor allem Angst, kommt den ganzen Tag nicht von seinem Sessel. Wie verhalte ich mich richtig...gehe ich immer wieder auf Sammy zu, rede ruhig auf ihn ein, streichle ihn(was er jetzt teilweise sogar genießt) oder ignoriere ich ihn noch eine Zeit lang damit er alles beobachten und sich an die neue Umgebung gewöhnen kann? Futter nimmt er auch noch nicht weiter alleine, das steht neben dem Sessel. Mit unserer Hündin Kira, fast 7, gibt es keine Probleme.

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Antworten(1)

  • Sabine Kutschick
    Sabine Kutschick (Hundetrainer)
    schrieb am 28.02.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo, drängen sie den Hund bitte nicht in Situationen hinein, die er nicht mag. Sonst besteht die Gefahr, dass sich ein aggressives Verhalten entwickeln kann. Es ist für ihn Stress, solange er es nicht von sich anbietet, lassen sie ihm seinen Freiraum und geben ihm einfach Zeit. Er muß erst einmal die ihm völlig neue Umwelt erkunden.
    Wenn Hunde so extrem reizarm aufgewachsen sind, spricht man von einem Deprivationssyndrom. Diese Hunde werden ihr Leben lang Defizite behalten. Mit viel Geduld, Einfühlungsvermögen und entsprechendem Training, können sie aber eine Menge erreichen.
    Sie können versuchen, ihn mit tollem Futter etwas zu locken. Nutzen sie ihre andere Hündin, Hunde lernen voneinander.
    Für die Übergangszeit können sie versuchen ihren Hund mit einem Adaptilhalsband zu unterstützen. Dieses imitiert ein Hormon der Mutterhündin, welches dem Welpen signalisiert: entspanne dich, es ist alles okay. So kann er sich ein klein wenig entspannen und lockerer mit neuen Situationen umgehen, kann lernen Bewältigungsstrategien für neue Umweltreize entwickeln.
    Viele Ideen und praktische Tipps zum Umgang mit solchen unsicheren Hunden finden sie auch in diesem Buch. Es sind nur Anregungen, entscheiden sie, was für sie und ihren Hund umsetzbar ist.
    Entspannungstraining für Hunde: Stress, Ängste und Verhaltensprobleme reduzieren
    von Karin Petra Freiling
    Ansonsten würde ich ihnen unbedingt empfehlen sich einen Hundetrainer mit der Zusatzausbildung zum Verhaltensberater dazu zu holen. Dieser kann ihnen noch weitere Möglichkeiten aufzeigen, die den Hund bei Eingewöhnung unterstützen. Welche für ihren Hund in Frage kommmen ( Thundershirt, Adaptil etc) muß aber vor Ort geklärt werden. Adressen finden sie z.B. auf den Seiten des BHV unter http://www.hundeschulen.de/

    Mit freundlichen Grüßen Sabine Kutschick

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