Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Unsicher bei Menschen und Geräuschen die vom Menschen kommen

  Brandenburg
Ente schrieb am 09.01.2016   Brandenburg
Angaben zum Hund: Mischlinge bis 44 cm, weiblich, nicht kastriert, Alter 1-5 Jahre

Meine Hündin 3 Jahre hat mit ca 1 Jahr angefangen Menschen an zu bellen wenn sie ohne Leine ist rennt sie hin mit ca 1-2 Meter Abstand und versucht sie zu verbellen ... wenn sie an der Leine ist, ist es das gleich nur das sie dann hin zieht und bellt . Wenn wir an Menschen vorbei laufen knurrt, wufft oder bellt sie die an und läuft dann hinter oder neben mir auf der sicheren Seite. Bei Bekanten oder Familie Zuhause ist es das alles kommentiert wird von ihr mit wuffen, bellen oder knurren wenn ein Mensch Geräusche macht, da ist es auch egal ob sie das sieht oder nicht. Wenn es bei uns Zuhause klingelt rennt sie nicht zur Tür sondern bellt nur und schaut mich dabei an.

Wenn wir Hunde begegnen läuft sie mit aufgerichteter Rute und nach vorne gebeugtem Körper auf sie zu ob mit oder ohne Leine ohne Leine, ohne Leine rennt sie dann auch hin und manchmal bellt sie dabei die Hunde an, mit leine pöbelt sie und zieht auch zu den Hunden hin wenn sie dann bei den Hunden ist dreht sie sich geduck um sich selber ein paar mal und spielt dann mit den anderen Hund .

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Antworten(1)

  • Sabine Kutschick
    Sabine Kutschick (Hundetrainer)
    schrieb am 09.01.2016
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Hallo, wie verhalten sie sich, wenn die Hündin so unsicher reagiert? So wie sie schildern, sollte ihre Hündin Grenzen kennenlernen und ihnen zu vetrauen, dass SIE alles im Griff haben und sie deshalb nicht alles anzeigen muß. Denn selbst wenn sie momentan ihre Hündin für ihr Verhalten rüffeln, es lohnt sich in ihren Augen, da sie dadurch ihre Aufmerksamkeit erfährt. Für sie bedeutet es jetzt, mehr die Führung bei Begegnungen zu übernehmen. Agieren, nicht nur reagieren.
    Wenn sie sehen, es kommt jemand auf sie zu, geben sie dem Hund zu verstehen, dass es okay ist. Geben sie ihm ein "Sitz" oder "Platz" und belohnen sie ihn dafür. Nicht immer sind Leckerchen der Renner, schauen sie, was für ihren Hund eine Belohnung ist (streicheln? Spielzeug?). Bieten sie ihm eine Alternative zu seinem Verhalten an. Z.B. ein Mensch kommt - schaue mich an. Setze dich neben mich etc. Eventuell können sie ihre unsichere Phase auch mit Adaptil überbrücken, bis sie sich gefestigt hat. Adaptil imitiert das Hormon der Mutterhündin und signalisiert dem Hund: Alles okay, bleibe entspannt.
    Kommentiert sie zu Hause jedes Geräusch - ignorieren sie den Hund. Dies bedeutet: nicht ansehen, nicht ansprechen, nicht beachten - egal was sie macht. Denn wie oben geschrieben, durch ihre Reaktion ist es für sie als Hund ein lohnenswertes Verhalten.
    Sie wird dieses Verhalten anfangs verstärkt zeigen, dies ist normal und wird als Löschungstrotz bezeichnet. DURCHHALTEN!!!
    Ich würde ihnen weiterhin empfehlen sich an eine Hundeschule zu wenden, wo ihr Hund lernt, dass andere Menschen/Hunde keine Bedrohung für sie sind.
    Anfangs werden sie mit ihr kein großartiges Training machen können, sie soll nur lernen, dass auf eine bestimmte Distanz Menschen/Hunde okay sind. Diese Distanz wird nach und nach verkürzt, dann darf sie mit einem, zwei, drei Hunden gemeinsam trainieren, später in einer kleinen Gruppe, irgendwann wechseln auch die Hunde/Menschen.
    Sie soll und muß nicht mit anderen Menschen Kontakt haben. Sozialpartner für ihren Hund sind sie. Sie soll aber lernen, dass sie ihnen vertrauen kann und andere Menschen auch ihren Weg kreuzen dürfen. Das ist meines Erachtens das wichtigste Trainingsziel - der Hund muß Vertrauen in ihre Führungsqualitäten aufbauen.
    Es wird ein langer Weg, der von ihnen viel Geduld erfordert und vor allem ein einfühlsames Training, welches den Hund nicht überfordert.
    Aber sie können das Problem lösen.
    Adressen für Hundetrainer finden sie z.B. auf den Seiten des BHV unter http://www.hundeschulen.de/

    Mit freundlichen Grüßen Sabine Kutschick

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