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Tierheimhund zeigt Angstverhalten aus Ehemann

  
christa_merkel schrieb am 14.05.2020   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Hallo zusammen,
Milka kam vor wenigen Wochen aus dem Tierheim zu uns. Von der ersten Minute hat die 5 jährige Hündin mich zum Rudelführer gemacht.
Sie kneift den Schwanz ein wenn mein Mann in ihre Nähe kommt, verweigert von ihm Futter und versucht abzuhauen wenn die Autotür auf geht. Bei mir hört sie schon sehr gut und ich kann bereits ohne Leine mit ihr gehen und gut abrufen. Wenn mein Mann sie ruft schaut sie erst nach mir und geht erst wenn ich gehe. Streicheln darf er sie immer. Anleinen geht auch nicht. Sie wehrt sich sehr. Ich leine dann an und übergebe.
Lasse meinen Mann immer den Vorrang. Aber sie kneift den Schwanz ein und zeigt deutlich das sie nicht will.
Da sie weder spielt noch verfressen ist, ist es schwer sie zu locken.
Ich habe das ungute Gefühl das es schlimmer wird.
Wir haben den Hund eigentlich für meinen Mann angeschafft. Er hat sich sehr darauf gefreut und liebt sie. Was kann ich tun ? Hat jemand eine Idee für mich ? Sie soll auf jeden Fall bei uns bleiben.
Sie schläft lange, bellt nicht rum, geht nicht auf die Möbel, fährt Auto und bleibt anstandslos auch mal eine Stunde allein.
Eigentlich ein Traumhund.

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Antworten(1)

  • Inge Büttner-Vogt
    Inge Büttner-Vogt (Hundetrainer)
    schrieb am 16.05.2020
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (1)

    Guten Tag,
    wissen Sie, aus welchem Land sie stammt? Hunde aus Rumänien oder aus dem Ausland haben eine wahnsinnige Angst vor Männern, kaum vor Frauen. Deshlab auch das Verhalten. Sie wurde vermutlich in ihrem Vorleben, und das ist bei 5 Jahren sehr lang, nicht gut behandelt. Wenn Sie sich einmischen und sie Ihrem Mann übergeben, werden Sie ihr Vertrauen verlieren, dann geht gar nichts mehr.
    Es ist ein sehr langer, schwieriger Weg, wurde aber von vielen meiner Kunden schon erfolgreich beendet, sodass der Mann im Haus ebenfalls akzeptiert wurde.
    Ihr Mann soll erst einmal nichts mehr machen: Nicht anschauen !!!!!,
    anfassen, ansprechen, sondern sie komplett ignorieren und warten, ob sie selbst kommt. Dann aber auch nicht sofort jubeln, sondern ihr viel Zeit lassen. Keine Leckerchen aus der Hand, bei Spaziergängen geht er vorne, dass sie ihn beobachten kann. Er macht nichts!!!
    Lassen Sie ruhig mal das Essen ausfallen, dann kann Ihr Mann ihr etwas auf den Boden werfen, aber nicht hinsehen!!!!
    Es kann klappen, aber es erfordert sehr viel Geduld, weil die Verletzungen sehr tief sitzen und sich sehr langsam durch Rituale lösen, die immer gleich, immer gleich langsam sind. Irgendwann wird sie an ihm schnuppern, das ist ein erster Schritt,
    viele Grüße
    und viel Erfolg
    Inge Büttner-Vogt
    www.hundimedia.de/Ratgeber und Filme

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