Hund hat Angst wenn Fußgänger hinter uns laufen, was tun?

  
Julfra schrieb am 18.04.2021   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Liebes Agila Team,
unser 5 Jahre alter Tierschutzhund (inzwischen 9 Wochen bei uns) hat tierische Angst wenn Menschen während dem Gassi hinter uns laufen. Er möchte dann nur noch nach vorne flüchten und dreht sich ständig um. Wir können nur „normal“ Gassi gehen, wenn uns die Passanten überholt oder wir sie vorbei gelassen haben... Der Hund lebte sein bisheriges Leben leider nur in einem Zwinger und kannte das Gassi gehen nicht. Ebenfalls die Leine (Schleppleine) war ihm unbekannt...

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Antworten(1)

  • Marina Krieg
    Marina Krieg (Hundetrainer)
    schrieb am 01.05.2021
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo,
    Tierschutz-Hunde, die wenig Erfahrungen mit dem Spazieren gehen haben, reagieren häufig so.
    Versuchen Sie erstmal, so gut es geht, diesen Situationen aus dem Weg zu gehen. D.h. sobald jemand z.B. auf dem Gehweg hinter Ihnen läuft, wechseln Sie die Straßenseite oder bleiben Sie stehen und lassen den Menschen vorbeigehen.
    Wenn der Hund flüchtet, ist seine Emotion dem Passanten gegenüber negativer Natur.
    Diese Emotion sollte durch Training verändert bzw. verbessert werden.
    Dies kann durch ein Training mit dem sogenannten "Click für Blick" erreicht werden. Was genau das ist, lesen Sie hier: https://4pfoten-on-tour.de/click-fuer-blick-hundebegegnungen/ (gilt genauso für Menschenbegegnungen).
    Dazu sollten Sie sich eine Trainingssituation mit einem eingeweihten Menschen stellen. Der Mensch taucht hinter Ihnen auf in einem Abstand, den Ihr Hund noch ohne "Flucht" aushalten kann, aber ihn dennoch wahrnimmt. Sie markern (was das ist, können Sie hier nachlesen: https://4pfoten-on-tour.de/markertraining-gluecklich/), wenn Ihr Hund den Menschen anschaut und gehen mit der Belohnung auf Distanz (z.B. auf die andere Straßenseite und der Mensch geht vorbei).
    Was wird dadurch erreicht?
    Die Emotionen des Hundes werden nach und nach verbessert und die Distanz kann nach und nach verringert werden, bis man irgendwann nur noch leicht oder sogar gar nicht mehr ausweichen muss.
    Da hier Timing und das Lesen der Körpersprache eine entscheidende Rollen spielen, empfehle ich Ihnen die Unterstützung eines/einer Trainer:in.
    Qualifizierte (!) Hundetrainer:innen in Ihrer Nähe finden Sie unter https://www.trainieren-statt-dominieren.de/trainer-umkreissuche .

    Ich wünsche Ihnen viel Erfolg :)

    Viele Grüße
    Marina von den Ostseepfoten
    www.ostseepfoten.com

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