Deine Hundetrainer-Sprechstunde

Tierschutzhund akzeptiert meinen Mann nicht

  
Yvonne2304 schrieb am 29.10.2020   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Hallo,


wir haben seit nun fast 6 Monaten eine Mischlingshündin (1 Jahr alt) aus dem Tierschutz (Rumänien). Sie war anfangs sehr ängstlich und hat lange gebraucht um Vertrauen zu fassen. Mit mir und meinen Kindern klappt es gut, mein Mann dagegen hat überhaupt keinen Zugang zu ihr. Er hat sie immer ignoriert und wollte, dass sie auf ihn zugeht. Immer wenn er nach Hause kommt, bellt sie und knurrt ihn an und sie verzieht sich in ihre Box. Mittlerweile bleibt sie auch mal außerhalb der Box und beobachtet ihn die ganze Zeit, geht er in ihre Richtung, hat sie Angst und läuft woanders hin.


Wir haben den Rat einer Hundetrainerin befolgt und er hat sie aus einem Futtersack gefüttert, das ging so ca. 3 Monate, sie hat gefressen, aber mit genug Abstand und nur, wenn er den Beutel in die Box gehalten hat. Draußen ging es auch besser, da hat sie auch Leckerchen von ihm genommen im Gehen. Ansonsten kann er nicht mit ihr gehen, darf sich ihr nicht nähern und auch nicht streicheln. Sie weicht immer zurück.


Seit 4 Wochen ist es für meinen Mann auch zu viel und er hat aufgehört, sie zu füttern und sich mit ihr zu beschäftigen. Gestern Abend war das Bellen sehr extrem, und heute morgen wollte er ihr ein bisschen Käse geben, da hat sie böse geknurrt. Für meinen Mann ist das Kapitel abgeschlossen. Ich bin total verzweifelt, die Kinder total traurig. Wir haben uns das Leben mit Hund ganz anders vorgestellt.


Gibt es noch einen Tipp, den wir noch nicht versucht haben, damit es etwas entspannter bei uns wird? Ansonsten müssen wir sie wohl wieder abgeben bevor die Familie daran zerbricht...

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Antworten(1)

  • Kerstin Gebhardt
    Kerstin Gebhardt (Hundetrainer)
    schrieb am 16.11.2020
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo Yvonne, danke für Ihre eMail, die ich erst heute beantworten kann. Tiere aus dem Tierschutz können einiges erlebt haben, was nicht immer positiv ist. Vielleicht war es genau der Typ Mann, der ihr Angst gemacht hat oder sie nicht ganz so gut behandelt hat. Hat Ihr Hund draußen auch Angst vor Männern oder ist es nur bei Ihnen zu Hause vor Ihrem Mann. Wenn dies der Fall ist, können es natürlich auch spezielle Merkmale sein, wie z.B. ein Bart, eine Kappe etc. Einen Bart könnte man dann beispielsweise abnehmen. Zuerst einmal sollten Sie sich innerhalb der Familie einig sein, ob Ihr Hund bleiben darf und Sie alle zusammen daran arbeiten wollen. Wenn ein Hund extreme Angst vor einer Person haben, dauert es oftmals sehr sehr lange, bis sie Vertrauen gefasst haben. Ihr Mann sollte nie direkt auf sie zulaufen, sich nicht über sie beugen, füttern am besten mit einer abgewandten Körperfront etc. Dies alles hat Ihnen aber auch bestimmt Ihre Hundetrainerin vor Ort schon erzählt? Sie sollte mit Ihrem Mann positive Erlebnisse haben - aber wie gesagt, das dauert. Ihre Hundetrainerin sollte Ihnen da zur Seite stehen und Sie sollten Ihre Erwartungshaltung etwas zurückschrauben.

    Viele Grüße aus Düsseldorf

    Kerstin Gebhardt
    Hundepsychologin/-trainerin
    www.kerstin-gebhardt.de

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