Was tun gegen Bellen in der Nacht?

  
Frau Zinn schrieb am 01.07.2021   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Liebes Trainer Team,
Unser Havaneserrüde, zehn Monate, schläft nachts bei mir im Zimmer im 1.OG. Er ist tagsüber sehr ausgeglichen und entspannt und bellt oder kläfft kaum. Am ehesten, wenn es an der Haustür klingelt. Seit ein paar Tagen kläfft er jedoch nachts, wenn Bewegung im Haus ist, weil zum Beispiel ein anderes Familienmitglied spät nach Hause kommt oder das Badezimmer aufsucht. Er hört zwar relativ schnell auf, aber das Hochschrecken stört meinen Nachtschlaf, und das Bellen den Schlaf der Nachbarn im angrenzenden Reihenhaus. Gibt es eine Idee, woran das liegen könnte und wie ich das abstellen könnte? Wäre es denkbar, ihn allein im Wohnzimmer im Erdgeschoss schlafen zu lassen? Oder nach Gewöhnung sogar im Wohnkeller, der natürlich recht weit weg vom „Rudel“ ist. Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

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Antworten(3)

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 03.07.2021
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo Frau Zinn,
    wenn Sie den Kleinen im Wohnzimmer oder sogar noch weiter weg schlafen lassen wird er, so befürchte ich, noch mehr und noch öfter bellen.
    Kann es sein, dass er nicht ausgelastet ist. Wie oft gehen uns wie lange gehen Sie spazieren? Machen Sie Such- und/oder Denkspiele mit ihm? Wie reagieren Sie, wenn er beim Klingeln bellt?

    Auf Ihre Antwort freut sich
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

  • Frau Zinn
    Frau Zinn
    schrieb am 09.07.2021

    Hallo Frau Mayer, vielen Dank für Ihre Antwort.
    Wir gehen im Moment 3 x täglich spazieren: 2x 50 min, wenn es nicht zu heiß ist oder in Strömen gießt ( so wie gerade seit Stunden) und vor dem Schlafengehen nochmal 30 min. Such- (z.B. Futter verstecken im Raum oder Schnüffelteppich) und Denkspiele (Futterball, Übungen) versuche ich gelegentlich, stelle aber fest dass ich nicht genau weiß, welche Dauer ihn auslastet. Manches Mal verliert er auch schnell die Lust, jedenfalls dann, wenn es nicht wirklich tolle Leckerlis gibt, sondern normales Futter. Zusammen mit den Belohnungen für sonstiges Training wäre mir das zu viel "ungesunde" Nahrung. Falls Sie einen Tipp haben, gerne.
    Klingelt es, lassen wir ihn im Moment oft noch gewähren. Geplant ist eigentlich, ihn dazu zu erziehen, nicht zur Tür zu sprinten.

    Einen Schlafplatz nicht allzu weit von der Familie haben wir zwischenzeitlich gefunden. Von dort kann er gut erkennen, wer sich nachts im Haus bewegt und kläfft nicht. Schwieriger wird es, wenn nachts die Eingangstür geht, weil jemand spät nach Hause kommt. Kommt allerdings nicht so häufig vor.
    Wenn Sie Anregungen zur Auslastung, gerade auch an diesen Schlechtwettertagen haben, würde ich mich freuen.

  • Ellen Mayer
    Ellen Mayer (Hundetrainer)
    schrieb am 09.07.2021
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Hallo Frau Zinn,
    es ist natürlich möglich, dass, wenn Sie den Kleinen beim Klingeln gewähren lassen, er meint, auch bei anderen Gelegenheiten bellen zu können/dürfen. Deswegen würde ich da mal mit dem Training anfangen.
    Üben Sie zuerst mit dem Hund, auf Kommando an einen festen Platz zu gehen und dort zu bleiben, bis Sie das Kommando wieder auflösen. Bleiben Sie dabei am Anfang neben dem Korb oder der Decke stehen. Wenn Ihr Hund den Platz verlassen will, bringen Sie ihn kommentarlos wieder hin. Wenn er dort bleibt, geben Sie ihm ein Leckerchen. Dann entfernen Sie sich immer weiter von dem Platz, gehen zurück und geben ein Leckerchen.
    Wenn das funktioniert, bitten Sie jemanden, zu klingeln und zu klopfen. Zuerst nur einmal kurz. Wichtig: Sie reagieren nicht darauf, schicken den Hund, wie zuvor geübt, an seinen Platz. Evtl. benötigen Sie etwas Geduld. Geben Sie aber nicht auf, lassen den Hund an seinem Platz und reagieren nicht auf das Klingeln. Wenn das bei einem Klingeln funktioniert, kann man das Geräusch steigern und wenn das dann klappt, den Besuch reinbitten. Sobald der Hund wieder bellt, gehen Sie einen Schritt zurück, bis dorthin, wo es noch funktioniert hat.
    Ausgelastet scheint der Kleine ja zu sein. Allerdings sollte man, genau so wie bei dem Futter, auf gesunde Leckerchen achten und die dann vom Futter abziehen. Zudem sollte es so sein, dass nicht das Leckerchen die Belohnung ist, sondern, wenn man es richtig anstellt, das Suchen selbst. Natürlich fängt man zuerst mit tollen Leckerchen an. Wenn Sie das "Spiel" beenden, wenn es dem Kleinen am Meisten Spaß macht, freut er sich auf das nächste Mal und sucht irgendwann auch ohne Leckerchen sein ganz normales Futter. Man kann ja ein paar tolle Leckerlis untermischen.
    Auf alle Fälle sollten Sie nicht warten, bis der Kleine die Lust verliert. Dann kann es nämlich sein, dass er irgendwann gar keine Lust mehr zum Suchen oder auch Spielen hat.
    Versuchen Sie es mal mit einem Futterbeutel. Das lastet körperlich aus wenn er ihn apportiert und geistig, wenn Sie ihn verstecken. Aber auch hier sollten sie aufhören wenn es am Schönsten ist. Dann wird er ein Leben lang dabei bleiben.

    Viel Erfolg..
    Ellen Mayer
    www.lesloups.de

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