Meine Hündin knurrt seit kurzem wegen jeder Kleinigkeit, was kann ich tun?

  
Boje1963 schrieb am 13.10.2021   
Angaben zum Hund: Es gibt keine weitere Details zu dieser Frage

Ich habe eine Yorkshire Terrier Hündin. Seit kurzem knurrt meine Hündin (1 Jahr 5 Monate) wegen jeder Kleinigkeit vor allem wenn ich den Fernseher an habe. Sie reagiert extrem auf Geräusche. Es ist belastend zur Zeit Fernsehen zu schauen weil sie ständig knurrt bei Musik im Film oder wenn Kinder oder Vögel zu hören sind oder irgendwelche Geräusche. Sie ist sehr kinderlieb, sehr freundlich und zugänglich zu fremden Menschen, aber auch sehr schreckhaft. Entwickelt hat sich das, nachdem unser Wellensittich verstorben ist. Sie hat sich mit ihm sehr gut verstanden, waren richtig dicke Freunde und haben sogar miteinander geschmust und gekuschelt. Und seit der letzten Läufigkeit hat sich das richtig ausgeprägt, dass sie so empfindlich auf Geräusche reagiert.

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Antworten(3)

  • Kerstin Gebhardt
    Kerstin Gebhardt (Hundetrainer)
    schrieb am 14.10.2021
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (3)

    Hallo Boje, danke für Ihre eMail. Ja, manche Hunde, können nicht unterscheiden, was real oder was nicht real ist und knurren und bellen Menschen/Tiere etc. im Fernseher an. Sie sollten Ihrem Hund einen Rückzugsort schaffen, wo er sich - wenn Sie fern sehen - entspannt aufhalten kann. Dieser Rückzugsort kann mit Kauknochen oder Spielzeug attraktiv gemacht werden. Aber auch Entspannungsübungen, wie das Training eines Entspannungssignales auf einer Decker oder in einer Box, können helfen, dass der Hund den Geräuschstress besser bewältigen kann. Wenn der Hund bei jedem Geräusch knurrt kann es sein, daß er in der wichtigen Phase nicht alle Geräusche positiv verknüpft hat oder erst gar nicht kennengelernt. Oftmals reagiert die Hundebesitzerin/der Hundebesitzer aber auch auf alles und jedes was der Hund macht und deshalb ist dann der Hund so. Ebenso hilft oftmals auch eine Auslastung mit Erziehung, Spielphasen und auch mit Geschicklichkeitsübungen, die der Hund meistern kann und dann dadurch mehr Selbstvertrauen erlangt.

    Viele Grüße aus Düsseldorf

    Kerstin Gebhardt
    Hundepsychologin/-trainerin
    www.kerstin-gebhardt.de

  • Boje1963
    Boje1963
    schrieb am 15.10.2021

    Sie hat einen Rückzugsort und geht dann auch immer da hin. Sie wurde von der Züchterin auch sehr gut sozialisiert vor allem auch mit Geräuschen. Straßenlärm, direkt vorbei fahrende Straßenbahn, Staubsauger und andere elektrische Geräte sind kein Problem bei ihr. Da ist sie völlig entspannt. Wenn ich zum Beispiel Staub sauge dann liegt sie auf der Couch und schläft. Zur Beschäftigung haben wir ein Geschicklichkeitsspiel von Trixie oder einen Schnüffelteppich und noch andere selbst gebaute Beschäftigungsmöglichkeiten.
    Wie schon erwähnt, hat sich das während der zweiten Läufigkeit sehr ausgeprägt.

  • Kerstin Gebhardt
    Kerstin Gebhardt (Hundetrainer)
    schrieb am 15.10.2021
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (0)

    Es kann möglich sein, daß die Läufigkeit mit der Schreckhaftigkeit zusammenhängt. In dieser Zeit können Hündinnen unsicherer und ängstlicher oder gereizter werden. Sie schreiben, dass sie schreckhaft ist wiederum aber viele Geräusche sehr gut aushält und diese kein Problem darstellen? Knurrt sie nur, wenn der Fernseher an ist? Da sie die Geräusche, die sie im Fernseher hört ja auch draußen ohne Probleme wahrnimmt und nicht so reagiert, wie Sie schreiben. Manchmal spiegeln sich ja auch die Fernsehbilder in den Fensterscheiben und der Hund reagiert. Mein Hund hat das manchmal abends, da denke ich, er schläft und plötzlich schreckt er auf und läuft zu dem Fernseher, merkt es ist nicht "echt", schaut zur Fensterscheibe und sieht dort dann auch noch einmal das Spiegelbild. Es passiert aber nur abends. Ich handele dann wie folgt, wenn er aufspringen will, sage ich NEIN und wenn er dies macht, bekommt er ein Leckerlie. Ist er schon losgerannt, stehe ich auf und bringe ihn in sein Körbchen. Er zeigt dieses Verhalten nur, wenn er auf dem Sofa liegt. Es gibt einige Gründe, warum Ihr Hund es macht. Manchmal ist auch die Hundebesitzerin oder der Besitzer der Auslöser, dann sollte man Aufstehen und den Raum verlassen. Guckt der Hund dann verdutzt hinter einem her und hört auf, wenn er allein da ist, sollte man dies einige Male machen. Meistens schauen sie dann erst zur Besitzerin/Besitzer und knurren dann. In dem Moment sollte man dann einen Plan B haben, z.B. rufen und wenn er dann kommt, Belohnung.

    Sie können mich gerne bei weiteren Fragen oder Ausführungen anrufen, oftmals kommt bei weiterem Nachfragen, ein anderes Ergebnis heraus.

    Viele Grüße aus Düsseldorf

    Kerstin Gebhardt
    Hundepsychologin/-trainerin
    www.kerstin-gebhardt.de

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