Ihre Hundetrainer-Sprechstunde

Lupo, metalgeräusche

  Berlin
Johann975 schrieb am 31.10.2015   Berlin
Angaben zum Hund: Colllie mischling, männlich, kastriert, Alter 1-5 Jahre

Er hat angst vor metallischen geräuschen wenns , klimpert!
Oder wenn jemand schnelle Bewegungen macht mit irgend etwas und besonders mit einem Stock!!!
Dazu ist zu sagen das Lupo ein SOS Hund ist und wir ihn adoptiert haben !

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Antworten(1)

  • Sabine Kutschick
    Sabine Kutschick (Hundetrainer)
    schrieb am 01.11.2015
    ∅ Bewertung dieser Antwort
    (2)

    Hallo, wissen sie, ob er diese Unsicherheit/Ängstlichkeit von Anfang an hatte oder hat sie sich erst im Laufe der Zeit entwickelt? Ist sie gesundheitlich untersucht worden oder kann eine Schilddrüsenerkrankung vorliegen?
    Es kann natürlich sein (wahrscheinlich) dass ihr Hund schlechte Erfahrungen gemacht hat.
    Trotz aller möglichen Bemühungen, wird ihr Hund diese Ängste wahrscheinlich nicht mehr vollständig ablegen können. Aber sie können ihm trotzdem ein halbwegs entspanntes Leben, auch in solchen Situationen bieten.
    Ein gezieltes Training ist relativ schwer, da es schwer vorhersehbar ist, wann es metallisch klappert oder sie Menschen treffen, die sich "komisch" bewegen.
    Sie können trotzdem verschiedene Sachen versuchen, um ihrem Hund wenigstens ein klein wenig die Angst zu nehmen.
    Im Internet finden sie verschiedene Möglichkeiten, wo sie unterschiedliche Geräusche downloaden können. Diese können sie GANZ LEISE!!!! als Dauerschleife z.B. beim Frühstück oder anderen Situationen in denen alle entspannt sind, laufen lassen. Bitte beachten, für sie sollte es kaum hörbar sein, Hunde ein haben ein sehr viel besseres Gehör als wir Menschen! In dem Raum, in dem sie diese Geräusche abspielen, können sie auch noch einen Adaptilzerstäuber aufstellen. Adaptil imitiert ein beruhigendes Pheromon der Mutterhündin.
    Generell ( so keine gesundheitliche Erkrankung zugrunde liegt) können sie versuchen den Hund mit Adaptil zu entspannen. Vielleicht gelingt es ihnen, ihn irgendwann mit etwas sehr leckerem zu "ködern", so dass er seine Ängste "wegfressen" kann.
    Alles in allem werden sie sehr viel Geduld benötigen und müssen auch immer wieder mit Rückschlägen rechnen. Auch bei einem anfänglichen Erfolg kann sich sein Angstverhalten im Alter wieder verstärkt zeigen.
    Ich würde ihnen trotz allem noch empfehlen, sich an einen erfahrenen Hundetrainer mit Zusatzausbildung zum Verhaltensberater zu wenden.
    Möglicherweise könnten sie auch noch andere Dinge versuchen (Alternativverhalten, Entspannungstraining etc.) dieses kann man aber nur vor Ort beurteilen, je nach den gegebenen Möglichkeiten.
    Adressen von Hundetrainern finden Sie z.B auf den Seiten des BHV unter http://www.hundeschulen.de/

    Mit freundlichen Grüßen Sabine Kutschick

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